Augustów

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Augustów
Wappen von Augustów
Augustów (Polen)
Augustów
Augustów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Podlachien
Powiat: Augustów
Fläche: 80,93 km²
Geographische Lage: 53° 51′ N, 22° 58′ OKoordinaten: 53° 51′ 0″ N, 22° 58′ 0″ O
Einwohner: 30.449
(30. Jun. 2015)[1]
Postleitzahl: 16-300 bis 16-303
Telefonvorwahl: (+48) 87
Kfz-Kennzeichen: BAU
Wirtschaft und Verkehr
Straße: SuwałkiBiałystok
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Fläche: 80,93 km²
Einwohner: 30.449
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 376 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 2001011
Verwaltung (Stand: 2012)
Bürgermeister: Wojciech Walulik
Adresse: ul. 3 Maja 60
16-300 Augustów
Webpräsenz: www.augustow.eu



Die Kreisstadt Augustów [aʊ̯ˈgustuf] (litauisch Augustavas) ist ein Kurort im Nordosten Polens in der Woiwodschaft Podlachien. Der Ort ist heute bekannt für Wassersportmöglichkeiten. Im Zentrum der Stadt können Häuser im spätklassizistischen und eklektischen Stil besichtigt werden.

1970 wurde Augustów Kurort, drei Jahre später wurden die anliegenden Dörfer eingemeindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1496 wurde der Ort erstmals erwähnt. Der polnische König Sigismund II. August verlieh dem Ort am 17. Mai 1557 das Stadtrecht nach Magdeburger Recht.

1656 wurde der Ort durch die Tataren zerstört. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde die Stadt von der Pest heimgesucht. 1795 wurde Augustów Teil Preußens. 1807 kam er zum Herzogtum Warschau und wurde 1815 dann Teil Kongresspolens.

1825 bis 1839 wurde der Augustów-Kanal (polnisch Kanał Augustowski) gebaut, von Polen für das UNESCO-Welterbe vorgeschlagen. 1842 wurde der Ort Kreisstadt. 1899 erfolgte der Anschluss an das Eisenbahnnetz.

1939 bis 1941 wurde Augustów von sowjetischen, anschließend bis 1944 von deutschen Truppen besetzt. Die Stadt wurde während dieser Zeit zu 70 % zerstört und verlor einen großen Teil ihrer Einwohner.

Razzia von Augustów[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Razzia von Augustów

Im Juli 1945 wurden in der Gegend von Augustów von sowjetischen Einheiten in der sogenannten Razzia von Augustów, im Rahmen der Bekämpfung des polnischen antikommunistischen Untergrundes, ca. 7000 Personen verhaftet und unter Folter verhört. Etwa 600 den Gefangenen wurden in unbekannte Richtung verschleppt und deren Todesumstände wurden bis heute nicht aufgeklärt. Es war das größte Verbrechen des kommunistischen Regimes nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Polen.[2][3][4]

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augustów-Kanal Schleuse

Zur Landgemeinde Augustów gehören 36 Ortsteile mit einem Schulzenamt:

Białobrzegi
Biernatki
Bór
Chomontowo
Czarnucha
Gabowe Grądy
Gliniski
Grabowo-Kolonie
Grabowo-Wieś
Jabłońskie
Janówka
Jeziorki
Kolnica
Komaszówka
Mazurki
Mikołajówek
Netta I
Netta II
Netta-Folwark
Osowy Grąd
Ponizie
Posielanie
Promiski
Pruska Mała
Pruska Wielka
Rutki Nowe
Rutki Stare
Rzepiski
Świderek
Topiłówka
Turówka
Uścianki
Żarnowo I
Żarnowo II
Żarnowo III

Weitere Ortschaften der Gemeinde sind Czerkiesy, Góry, Naddawki, Obuchowizna, Stuczanka, Topiłówka (osada leśna), Twardy Róg und Zielone.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Augustów – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.
  2. Soviet documents confirm ‘Little Katyn’ in Poland. Polskie Radio. 18. April 2012. Abgerufen am 8. September 2015.
  3. Jan Jerzy Milewski: Obława augustowska – niewyjaśniona zbrodnia z lipca 1945 roku. Instytut Pamięci Narodowej. Abgerufen am 8. September 2015.
  4. Gerhard Gnauck: Über den Opfern des Regimes liegen ihre Peiniger. 11.08.15. Abgerufen am 8. September 2015.