Woiwodschaft Podlachien

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Dieser Artikel behandelt den polnischen Verwaltungsbezirk. Für die Verwaltungseinheit der polnisch-litauischen Adelsrepublik von 1513 bis 1795 siehe Woiwodschaft Podlachien (1513–1795).
Flagge Woiwodschaft Podlachien
Woiwodschaft
Podlachien
Karte
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Über dieses Bild
Wappen und Logo
Wappen von Podlachien Logo von Podlachien
Basisdaten
Hauptstadt: Białystok
Woiwode: Maciej Żywno
Woiwodschaftsmarschall: Jarosław Dworzański
Größte Stadt: Białystok
ISO 3166-2: PL-PD
KFZ-Kennzeichen B
Einwohner: 1.200.000 (31. März 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km²
Geographie
Fläche: 20.180 km²
- davon Land: ? km²
- davon Wasser: ? km²
Ausdehnung: Nord-Süd: bis 229 km
West-Ost: 48–147 km
Höchster Punkt:  ? m
Tiefster Punkt:  ? m
Landschaftl. Struktur
Wälder:  ? %
Gewässer:  ? %
Landwirtschaft:  ? %
Sonstige:  ? %
Verwaltungsgliederung
Kreisfreie Städte: 3
Landkreise: 14
- Gemeinden: 118

Die Woiwodschaft Podlachien (polnisch województwo podlaskie) ist eine der 16 Woiwodschaften, die die Republik Polen gliedern. Die 1999 aus den Woiwodschaften Białystok und Łomża sowie aus einem Teil von Suwałki hervorgegangene Provinz liegt im Nordosten Polens, wird von den Woiwodschaften Ermland-Masuren, Masowien und Lublin umschlossen und grenzt in einem Vierländereck an die russische Oblast Kaliningrad und an Litauen im Norden sowie weiter an Weißrussland im Osten. Die Hauptstadt Białystok hat rund 295.000 Einwohner, ansonsten ist Podlachien allerdings die am wenigsten besiedelte und strukturierte Woiwodschaft Polens. Hier leben Angehörige einer weißrussischen und einer tatarisch-muslimischen Minderheit.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Woiwodschaft Podlachien wird in 14 Powiats (Landkreise) unterteilt, wobei drei Städte kreisfrei bleiben. Den nach ihnen benannten Landkreisen gehören sie selbst nicht an.

Kreisfreie Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Białystok (295.210)
  2. Suwałki (Suwalken) (69.234)
  3. Łomża (Lomscha) (63.572)

Landkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Augustów (58.966)
  2. Białystok (136.797)
  3. Bielsk Podlaski (60.047)
  4. Grajewo (50.120)
  5. Hajnówka (48.130)
  1. Kolno (39.676)
  2. Łomża (50.887)
  3. Mońki (42.960)
  4. Sejny (21.331)
  5. Siemiatycze (48.603)
  1. Sokółka (72.424)
  2. Suwałki (35.136)
  3. Wysokie Mazowieckie (59.719)
  4. Zambrów (44.798)

(Einwohner am 30. Juni 2006)

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Białystok, die Hauptstadt der Woiwodschaft Podlachien, ist die einzige Großstadt im Nordosten Polens. In der sehr dünn besiedelten umliegenden Region erreichen die sieben nächstgrößeren Städte zusammen nicht die Einwohnerzahl der Provinzhauptstadt.

Stadt Powiat Einwohner
30. Juni 2009[2]
POL Białystok COA.svg Białystok kreisfrei 294.399
POL Suwałki COA.svg Suwałki kreisfrei 69.611
POL Łomża COA.svg Łomża kreisfrei 63.368
POL Augustów COA.svg Augustów Augustów 30.431
POL Bielsk Podlaski COA.svg Bielsk Podlaski Bielsk Podlaski 26.493
POL Zambrów COA.svg Zambrów Zambrów 22.442
POL Grajewo COA.svg Grajewo Grajewo 22.269
POL Hajnówka COA.svg Hajnówka Hajnówka 21.654

Siehe auch: Liste der Städte in der Woiwodschaft Podlachien

Flüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wälder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Woiwodschaft Podlachien befindet sich der polnische Teil des Białowieża-Urwaldes (Weltnaturerbe) und der dazugehörige Nationalpark.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte die Woiwodschaft 2006 einen Index von 38,4 (EU-27 = 100) und gehörte damit zu den 20 Regionen mit dem niedrigsten BIP (von 271).[3] Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2009 bei 12,6 Prozent, was 61.200 Personen entsprach.[4]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ergebnis der Volkszählung 2011, Główny Urząd Statystyczny: Wyniki Narodowego Spisu Powszechnego Ludności i Mieszkań 2011. Warschau, März 2012. Online (PDF)
  2. Główny Urząd Statystyczny „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2009 (Memento vom 13. Dezember 2009 auf WebCite)
  3. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF-Datei; 360 kB)
  4. Zentrales Statistikamt Polens (GUS), Bezrobotni oraz stopa bezrobocia wg województw, grudzień 2009, 3. Febr. 2010

Koordinaten: 53° N, 23° O