August Bernhardt

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August Peter Bernhardt (* 28. September 1831 in Sobernheim; † 14. Juni 1879 in Hann. Münden) war preußischer Oberforstmeister und Direktor der Königlich Preußischen Forstakademie Hann. Münden (1878–1879).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernhardt absolvierte ein Studium der Rechts- sowie Kameralwissenschaft in Berlin und studierte anschließend an der Königlich Preußischen Forstakademie in Eberswalde. 1864 wurde er als Oberförster in Hilchenbach, Westfalen angestellt und im Jahr 1871 als Dirigent der Forstlichen Versuchsabteilung sowie Dozent für Forstgeschichte und -statistik nach an die Forstakademie Eberswalde berufen. Bernhardt ernannte man 1872 zum Forstmeister und 1875 zum Regierungsrat.

Nach seiner Wahl in das Preußische Abgeordnetenhaus, dem er von 1873 bis 1878 angehörte, wirkte er maßgebend an der Forstgesetzgebung in Preußen mit.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Haubergswirtschaft im Kreise Siegen, 1867.
  • Die Waldwirtschaft und der Waldschutz mit bessere Rücksicht auf die Waldschutzgesetzgebung in Preußen, 1869.
  • Über die historische Entwicklung der Waldwirtschaft und Forstwissenschaft in Deutschland, Antrittsvorlesung, 1871.
  • Die forstlichen Verhältnisse von Deutsch-Lothringen und die Organisation der Forstverwaltung im Reichslande, 1871.
  • Forststatistik Deutschlands. Ein Leitfaden zum akademischen Gebrauche, 1872.
  • Begründer der Chronik des deutschen Forstwesens, 4 Jgg., 1873–1878.
  • Eichenschälwald-Katechismus: Gemeinfassliche Anleitung zur Anlage, Pflege und Nutzung der Eichenschälwaldungen, 1877.
  • Die preußische Forst- und Jagdgesetze mit Erläuterungen, 1878.
  • Die Waldbeschädigungen durch Sturm und Schneebruch in den deutschen Forsten während der zehn Jahre 1868–1877, 1879. (Online)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernhard Mann (Bearb.): Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7, S. 63 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien. Band 3)