Hilchenbach

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Hilchenbach. Weitere Bedeutungen siehe unter Hilchenbach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hilchenbach
Hilchenbach
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hilchenbach hervorgehoben
Koordinaten: 51° 0′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Kreis: Siegen-Wittgenstein
Höhe: 360 m ü. NHN
Fläche: 81,12 km²
Einwohner: 15.169 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km²
Postleitzahl: 57271
Vorwahlen: 02733,
02732 (Dahlbruch teilw.)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SI, BLB
Gemeindeschlüssel: 05 9 70 020
Stadtgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 13
57271 Hilchenbach
Webpräsenz: www.hilchenbach.de
Bürgermeister: Holger Menzel (parteilos)
Lage der Stadt Hilchenbach im Kreis Siegen-Wittgenstein
Rheinland-Pfalz Hessen Hochsauerlandkreis Kreis Olpe Bad Berleburg Bad Laasphe Burbach (Siegerland) Erndtebrück Freudenberg (Siegerland) Hilchenbach Kreuztal Netphen Neunkirchen (Siegerland) Siegen WilnsdorfKarte
Über dieses Bild

Hilchenbach ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Sie gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtgliederung
Abriss des Fleckens Hilchenbach im Jahre 1772 (Ausschnitt)
Fachwerkhäuser in Hilchenbach

Hilchenbach liegt innerhalb des Siegerlands im Südwestteil des Rothaargebirges. Sein Stadtgebiet grenzt im Süden an Netphen, im Westen an Kreuztal, im Norden an Kirchhundem und im Osten an Erndtebrück.

Das größte Fließgewässer der Stadt ist der Ferndorfbach, ein Nebenfluss der Sieg. Die durchschnittliche Höhe des Stadtgebiets beträgt 427 m ü. NN, mit 677,7 m ü. NN bildet der Berg Riemen die höchste Erhebung im Stadtgebiet und im Siegerland.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilchenbach besteht aus diesen Stadtteilen:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Hilchenbach geht auf den 17. Juni 1292 zurück, als der Ort „Heylichinbach“ in einer Schenkungsurkunde der Gräfin Agnes von Nassau und ihrem ältesten Sohn Heinrich an das Kloster Keppel genannt wird.[2] Es gibt allerdings Hinweise, dass eine Kirche in diesem Gebiet schon zwischen den Jahren 950 und 1000 vom Kloster Corvey aus gegründet worden ist, was auf eine Siedlung schließen lässt.

In einer Urkunde vom 20. Juli 1365 wird ein Festes Haus (Wilhelmsburg) im Hilchenbach erwähnt, mit dem von 1489 bis 1622 die Adeligen Wischel von Langenau belehnt waren.

Im Jahre 1466 verfügte Hilchenbach über 47 Häuser und etwa 300 Einwohner. Von 1467 datiert die erste schriftlich überlieferte Erwähnung von Amt und Gericht Hilchenbach. Umfasst waren davon folgende Siedlungen: Hilchenbach, Lützel, Oberndorf, Hadem, Helberhausen, Grund, Vor dem Wald, Watzenseifen, Alte Bruch, Siebelnhof, Hickebruch, Schreiberg, Sterzenbach, Haarhausen, Stöcken, Allenbach, Schloß Ginsburg, Hof Wehbach, Müsen, Dahlbruch, Schweisfurth und Winterbach.

In den Jahren 1490 und 1547 wütete die Pest in Hilchenbach. Die erste Nennung einer Zollstelle in Hilchenbach erfolgte 1533. 1611 ist die erste urkundliche Erwähnung einer Schule in Hilchenbach zu verzeichnen.

1625 wurde das Dorf Hilchenbach infolge einer Erbteilung zur Residenz von Graf Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach erhoben. Sein Vater hatte 1622 zu diesem Zweck die Hilchenbacher Wasserburg von den Wischel von Langenau erworben, da sich die Ginsburg als baufällig erwiesen hatte.[3] Sie wurde nun nach ihrem neuen Besitzer in Wilhelmsburg umbenannt und bis 1627 baulich erweitert. Diese Entwicklung hob Hilchenbach in der Folge deutlich über die anderen Dörfer seiner Umgebung heraus und prägte auch die Zusammensetzung seiner Bewohnerschaft.

Hilchenbach war 1520–1653 von Hexenverfolgungen betroffen: 21 Frauen und Männer gerieten in Hexenprozesse. Der letzte Hexenprozess fand 1653 statt. Dabei wurden unter dem Vorsitz des Schultheißen Theobald Stalp 18 Personen (14 Frauen und vier Männer) wegen Abgötterei und Zauberei zum Tode verurteilt. Anschließend wurden zehn verbrannt, die restlichen dagegen lediglich enthauptet und zur Erde bestattet, weil sie gütlich ihre Schuld bekannt haben. Opfer der letzten Verbrennung am 28. Juni 1653 wurde Engen, Jacob Steinseifers zu Blittershagen, Wittwe, vulgo die Steinseifersche oder die Klöncksche genannt. Der Rat der Stadt Hilchenbach beschloss am 25. Mai 2011, die Opfer der Hilchenbacher Hexenverfolgungen moralisch-sozialethisch zu rehabilitieren.[4]

Nach dem Tode Graf Wilhelms 1642 fiel das Amt an seinen Bruder, den berühmten Graf Johann Moritz, den „Brasilianer“, der es an seinen Neffen Graf Wilhelm Moritz von Nassau-Siegen vererbte. Dieser begann 1682, in Hilchenbach eine Sommerresidenz einzurichten, und in diesem Zusammenhang wurde das Dorf am 1. Mai 1687 zu einem Flecken erhoben. Mit dem großen Brand am 1. Mai 1689, der die Wilhelmsburg und fast die gesamte Siedlung einäscherte, und dem Tod des Grafen 1691 brach die enge Verbindung Hilchenbachs mit der höfischen Welt weitgehend ab. Das nach dem Brand nur unvollständig wiedererrichtete Schloss wurde in der Folge zu einem Amtssitz.

Am 24. Mai 1824 erhielt der Flecken das Stadtrecht.[5] Bei einem Großbrand wurden am 26. April 1844 in Hilchenbach 42 Gebäude durch Feuer vernichtet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1969 wurden das Amt Keppel (bis 1917 Amt Hilchenbach) aufgelöst und die dazugehörenden Gemeinden Altenbach, Dahlbruch, Grund, Hadem, Helberhausen, Lützel, Müsen, Oberndorf, Öchelhausen, Ruckersfeld und Vormwald im Zuge der Gebietsreform zur neuen Stadt Hilchenbach zusammengeschlossen.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[7]
Wahlbeteiligung: 53,99 % (2009: 57,1 %)
 %
40
30
20
10
0
37,77 %
20,31 %
20,55 %
11,23 %
7,88 %
2,26 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
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 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+9,37 %p
-5,69 %p
-0,65 %p
-1,77 %p
-2,92 %p
+1,76 %p
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Rat der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 40 Sitze (bis 2014 38 Sitze) des Rates der Stadt Hilchenbach verteilen sich nach den letzten drei Kommunalwahlen vom 25. Mai 2014, vom 30. August 2009 bzw. vom 26. September 2004 wie folgt:

SPD UWG CDU GRÜNE FDP Einzelbewerber Gesamt
2014 15 8 8 5 3 1 40
2009 11 10 8 5 4 0 38
2004 10 11 8 5 4 0 38

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Holger Menzel (parteilos). Er folgt dem zuvor seit 2004 amtierenden Hans-Peter Hasenstab (ebenfalls parteilos) nach, der am 30. August 2009 mit 78,82 % gegen Herausforderer Hans-Georg Ballbach (CDU) im Amt bestätigt wurde.[8]

Ehemalige Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sechs Jahre zwischen 1952 und 1964: Moritz Weiss († 16. September 1992)[9]
  • 1980er Jahre (Wiederwahl zu dritten Amtszeit am 17. Oktober 1989): Paul Roth (SPD)[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt in einem blauen Wappenschild einen gelben bzw. goldenen Wolf und wurde in dieser Form letztmals am 13. April 1970 genehmigt.

Das Wappentier bezieht sich auf einen schreitenden Wolf, der in den erhaltenen Schöffensiegeln von Hilchenbach mit der Umschrift: S. (= Siegel) der scheffen von helchenbach an Urkunden vom 6. Oktober 1477 und 17. November 1485 vorhanden ist.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Hilchenbach pflegt zu folgenden Orten Städtefreundschaften:

Mit Bellegra in der italienischen Region Latium besteht ein Kulturabkommen.

  • Ruinen in den Niederlanden (Partnerschaftsvertrag vom 21. Mai 1965)[11]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hilchenbach ist Sitz des Sinfonieorchesters Philharmonie Südwestfalen, das 1957 als „Siegerland-Orchester“ (und deutsches Nachwuchsorchester) ins Leben gerufen wurde. Es trägt im Untertitel den Namen Landesorchester Nordrhein-Westfalen. Chefdirigent ist derzeit Charles Olivieri Munroe. Des Weiteren gibt es diverse Musikvereine, Spielmannszüge sowie Chöre.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Stadtteil Dahlbruch befindet sich das „Gebrüder Busch Theater“, das auch von einem privaten Anbieter als „Viktoriakino“ genutzt wird. Hier findet auch das 6010 Film- und Videofestival statt. Das Wirken der Siegerland-Wittgensteiner Künstlerfamilie Busch erfährt durch den „Gebrüder Busch Kreis“ eine besondere Würdigung.

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Bergbaumuseum in Müsen werden die Funde aus dem Ausgrabungsgebiet Altenberg und der mehrhundertjährigen Bergbautradition im Müsener Revier ausgestellt. Zudem ist ein Besucherstollen vorhanden.
  • Im Landwirtschaftsmuseum in Hadem hat der Besucher Einblick in alte Siegerländer Landwirtschaftsvorgänge sowie in das harte Leben in Uromas Zeiten (18. Jh.). Zu bewundern sind hier eine Bauernküche und diverse Milchverarbeitungsgeräte. Jedes Jahr gibt es das „große Dreschfest“.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine der Ginsburg über Hilchenbach-Grund
Stift Keppel: Ansicht der Wappenhalle mit Seufzerbrücke zum Abteiflügel, des Neuen Hauses und der Stiftskirche

und Liste der Stolpersteine in Hilchenbach

Ginsburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ginsburg, hoch über dem Stadtteil Grund gelegen, wurde im Jahre 1255 als nassauische Grenzbefestigung erwähnt. Geschichtliche Bedeutung erlangte die Burg im Jahre 1568 als Wilhelm I. auf der Burg Pläne für die Befreiung der Niederlande ausarbeitete und dort die letzten Feldzugsvorbereitungen traf.

Auf der Ginsburger Heide war der Sammelpunkt der dritten Heeresgruppe unter Graf Ludwig von Nassau, was die Ginsburg und somit Hilchenbach, zu einem Ausgangspunkt des niederländischen Freiheitskampfes im Achtzigjährigen Krieg machte. Heute ist von der Burg nur noch der Bergfried nach Wiederaufbau in den 1960er Jahren erhalten, die restliche Anlage ist eine Ruine. Nach Veröffentlichungen des „Ginsburg-Vereins“ weist der Bergfried heute knapp die Hälfte der ursprünglichen Höhe auf.

Gillerturm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gillerturm ist ein 1892 erbauter Aussichtsturm auf dem Berg Giller, von dem sich Aussicht unter anderem über Rothaargebirge und Siegerland bietet.

Stift Keppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Prämonstratenserinnenstift Keppel ist eines der bedeutendsten barocken Kleinode des Siegerlands: Besonders sehenswert sind die romanisch-gotische Stiftkirche mit barocker Innenausstattung, das Neue Haus, der Konventssaal und das kleine Stiftsmuseum.

Das Stift Keppel wurde vor 1239 von Friedrich vom Hain gestiftet und stand unter dem Protektorat des Grafen- und Fürstenhauses Nassau-Oranien, später unter dem des preußischen Königshauses. Nach der Reformation wurde Keppel 1547 ein adeliges Damenstift mit einer Mädchenschule, später ein Oberlyzeum und Lehrerinnenseminar. Heute ist Stift Keppel ein Gymnasium mit Tagungs- und Gästehaus und einem kleinen Museum. Bis zur Säkularisierung unterstand das Stift wechselnden konfessionellen Oberinnen. Bis um 1912 gab es getrennte Wirtschaftsgebäude (z.B. die sog. Stiftsökonomie, eines der mächtigsten Fachwerkbauten im Siegerland) mit einem evangelischen und katholischen Teil.

In Hilchenbach befand sich – an anderem Ort – seit 1867 ein Lehrerseminar, welches bis nach dem Ersten Weltkrieg existierte. Später wurde in dem Seminargebäude das Jung-Stilling-Gymnasium untergebracht. Somit ist Hilchenbach neben Siegen die Stadt im Siegerland mit der längsten Tradition im Bildungswesen.

Breitenbachtalsperre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Stadtteilen Dahlbruch und Allenbach befindet sich die Breitenbachtalsperre, die mit ihrem Stausee der Wasserversorgung des Siegerlands dient. Hier bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen.

Windpark Hilchenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hilchenbach existiert ein Windpark, der aus fünf Windkraftanlagen vom Typ Enercon E-82 besteht. Jede der verwendeten Windkraftanlagen hat eine Leistung von 2 MW und eine Nabenhöhe von 138 Metern. Die Windkraftanlagen des Windpark Hilchenbach wurden 2007/2008 errichtet und sind die ersten Enercon E-82 Windkraftanlagen mit 138 Metern Nabenhöhe.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altenberg

Am Altenberg zwischen dem Stadtteil Müsen und dem zu Kreuztal gehörenden Stadtteil Littfeld befinden sich die Reste einer Siedlung aus dem 13. Jahrhundert. Ein Rundwanderweg führt durch diese ehemalige Bergbausiedlung. Funde werden im Bergbaumuseum in Müsen ausgestellt.

Am Altenberg befand sich der älteste bekannte Bergbaubetrieb des ganzen Siegerlandes; seit dem 13. Jahrhundert wurden dort Blei- und Silbererze gewonnen.[12] Wegen ihrer herausragenden Bedeutung in der Dokumentation der Bergbaugeschichte wurde eine Vielzahl der Funde vom Altenberg in das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum aufgenommen. Dort wird dem Besucher rund um einen kompletten Schachtausbau anhand der Müsener Fundexponate die Lebenssituation mittelalterlicher Bergleute dargestellt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • KulturPur – internationales Zelttheaterfestival zu Pfingsten am Berg Giller beim Stadtteil Lützel
  • Gillerbergturnfest – Das seit 1907 jährlich durchgeführte Bergsportfest auf dem Giller gilt mit mehr als 2000 Teilnehmern als größtes Deutschlands.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Hilchenbach
  • Kath. Kirchengemeinde St. Augustinus

Buddhismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wat Doi Suthep - Thailändischer Tempel

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Hilchenbach

Die Hauptverkehrsanbindung erfolgt in Ost-West-Richtung zum einen über die B 508 und über die Bahnstrecke Kreuztal–Cölbe in Richtung Kreuztal und Erndtebrück, an der Hilchenbach mit den Stationen Dahlbruch, Hillnhütten, Stift Keppel-Allenbach, Hilchenbach, Vormwald Dorf, Vormwald und Lützel liegt.

Die VGWS verbindet die Stadt mit Buslinien mit den Nachbarorten. Zudem ist Hilchenbach über den im Süden des Kreises gelegen Siegerlandflughafen zu erreichen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neurologische Fachklinik

Im Ort befindet sich eine neurologische Fachklinik. Angeboten werden Neuropsychologie, Psychotherapie, Sprachtherapie/Logopädie, Krankengymnastik/Physiotherapie, Ergotherapie, physikalische Therapie, Musik- und Kunsttherapie, Pflegetherapie, Sozialberatung und Ernährungs- und Diätberatung.

Im Ortsteil Dahlbruch ist mit der SMS Siemag AG einer der größten Arbeitgeber der Region vertreten. Außerdem befindet sich in den Gebäudeteilen des Unternehmens die BKK der SIEMAG, eine der ältesten Krankenkassen Deutschlands.

Katastrophen- und Zivilschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Feuerwehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Hilchenbach teilt sich auf in fünf Löschzüge, die für einzelne Stadtteile zuständig sind.

Deutsches Rotes Kreuz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der DRK Ortsverein Hilchenbach e.V. bietet vielfältige Freizeitgestaltung für Jung und Alt. Von Frauenvereinen über Einsatzdienst bis hin zum Jugendrotkreuz bestehen Angebote für viele verschiedene Bevölkerungsgruppen. Momentan gibt es 50 aktive ehrenamtliche Helfer zwischen 17 und 65 Jahren und etwa 550 passive Mitglieder. Vorsitzender ist Friedhelm Plate. Der DRK-Einsatzdienst besteht aus einer Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG), die bei Bränden die Feuerwehr unterstützt, außerdem bildet Hilchenbach zusammen mit den Ortsvereinen aus Freudenberg und Kreuztal die vierte Einsatzeinheit, die bei Großschadenslagen (MANV) wie zum Beispiel einem Busunglück, zum Einsatz kommen. Als Einsatzmittel stehen ein Krankentransport-, ein Arzttruppkraft-, ein Notfallkranken-, ein Mannschaftstransport-, ein 4-Tragen-Krankentransportwagen sowie ein Transporter zur Verfügung. Im Jahr 2008 bezog das DRK sein neues DRK-Sozial-Zentrum im Ruinener Weg 2. Somit sind Sozialstation, Einsatzmittel und Schulungsräume erstmals in einem Gebäudekomplex untergebracht.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[13][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emma Katharine Vogel (* 5. März 1843 in Dahlbruch; † 9. April 1933 ebenda),
  • Friedrich Anton Sapp (* 26. August 1847 in Fredeburg/Sauerland; † 1. April 1937 in Dahlbruch)[14]
  • Wilhelm Münker (1874–1970), Mitbegründer des Deutschen Jugendherbergswerks und aktiver Naturschützer
  • Polexine Wurmbach (* 19. Juni 1832 in Dahlbruch; † 31. Dezember 1932 ebenda) wurde an ihrem 90. Geburtstag mit der Ehrenbürgerwürde geehrt. Die Verleihung erfolgte im Gedenken an ihren Ehemann, Heinrich Wilhelm Ernst Wurmbach (1827–1916), der viele Jahre als Vorsteher der Gemeinde Dahlbruch tätig war.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jung-Stilling-Denkmal

Weitere Persönlichkeiten mit Verbindung zur Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 39, Nr. 63.
  3. Menn, Walter: Hilchenbach, ein geschichtlicher Überblick. Festschrift zur 250-Jahrfeier der Stadt. Hilchenbach 1937, hier S. 24ff.
  4. Rat der Stadt Hilchenbach Vorlage Nr. 252
  5. Siegerländer Heimatkalender 1990, S. 14, 65. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur.
  6. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 70.
  7. http://wahlen.kdvz-frechen.de/kdz/kwew2014/05970020/index.htm
  8. Menzel löst Hasenstab als Bürgermeister von Hilchenbach ab auf derwesten.de, abgerufen am 1. November 2015
  9. Den Toten ein ehrendes Gedenken, Siegerländer Heimatkalender 1993, S. 39, 68. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur.
  10. Siegerländer Chronik vom 1. September 1989 bis 31. August 1990, Siegerländer Heimatkalender 1991, S. 174, 66. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur.
  11. Zurückgeblättert..., Siegener Zeitung vom 28. Mai 2011.
  12. Andreas Rossmann: Schachtschätze. Spuren des frühen Bergbaus im Siegerland entdeckt. In: In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. August 2014, S. 9.
  13. Siegener Zeitung Printausgabe 31. Januar 2015
  14. Friedrich Anton Sapp - Ehrenbürger auf hilchenbach.de, abgerufen am 2. Februar 2015

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Bell, Klaas Kort: Ruinen – Hilchenbach. 25 Jahre. 1965–1990, Ruinen 1992.
  • Gerhard Bensberg: Bedeutendes in Hilchenbach, Hilchenbach 2005 (Eigenverlag).
  • Gerhard Bensberg: Berühmte Persönlichkeiten in Hilchenbach, Hilchenbach 2002 (Eigenverlag).
  • Wilfried Ehbrecht: Westfälischer Städteatlas. Buer (Gelsenkirchen), Freckenhorst, Hilchenbach, Höxter und Corvey, Ottenstein, Band 9, 2006, ISBN 3-89115-180-2.
  • Rainer S. Elkar: 300 Jahre Stadtrechte Hilchenbach 1687–1987, Hilchenbach 1987.
  • Rainer S. Elkar: Menschen-Häuser-Schicksale. Hilchenbach zwischen Monarchie, Diktatur und Republik, Kreuztal 1992, ISBN 3-925498-41-9.
  • Reinhard Gämlich: Geschichte der Wilhelmsburg. Die Burg zu Hilchenbach, Hilchenbach 2003.
  • Manfred Lusznat [et al.]: Die Bergbausiedlung Altenberg, Hrsg.: Verein Altenberg e.V., Hilchenbach 1979.
  • Wolfgang Leyener (Hg.): 300 Jahre Stadtrechte Hilchenbach. 1687–1987, Hilchenbach 1987.
  • Hans Christhard Mahrenholz: Die Reihe Archivbilder. Hilchenbach, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-825-5.
  • Georg Sallen (Hg.): Leben und Lernen in Hilchenbach. 75 Jahre Jung-Stilling-Gymnasium Hilchenbach. 1922–1997, Hilchenbach 1997.
  • Gerold Schmidt: Die Familie Claus/Klaus aus Helberhausen im Siegerland, im Sauerland und Münster (Westf.). Stammfolge, Nachfahren und Ahnen, in: Deutsches Familienarchiv, Band 82, Neustadt (Aisch) 1983, S. 199–261.
  • Burkhard Wagner: Geschichten und Berichte zur Erinnerung. Anlässlich der Schließung der Wilhelm-von-Oranien-Hauptschule Hilchenbach. 1968–2006, Hilchenbach 2006.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hilchenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hilchenbach – Reiseführer