August Schukat

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August Schukat (* 14. Oktober 1891 auf dem Vorwerk Schwiegupönen, Kr. Stallupönen; † 22. Juli 1977 in Monheim am Rhein) war ein ostpreußischer Mundartautor.

Leben[Bearbeiten]

Schukat besuchte die Volksschule und machte eine Schlosserlehre. Wegen seiner stark angegriffenen Gesundheit ergriff er später den Lehrerberuf und unterrichtete bis Dezember 1944 als Rektor der Mittelschule in Fischhausen, Samland. Nach der Flucht aus Ostpreußen wurde er Lehrer im niedersächsischen Einbeck und war bis zur Pensionierung Rektor der Volksschule in Boffzen. Ab 1958 lebte er in Monheim am Rhein.[1]

1936 erschien sein erfolgreicher erster Sammelband mit niederdeutschen Geschichten nordostpreußischer Mundart, deren „besonders feinsinnige Ausführung“ der Literaturwissenschaftler Walter Ziesemer lobte.[2][3] Weitere Geschichtensammlungen folgten: Noa Fieroawend (1938), Oma Seidel (1959) und Oppe Bank varre Där (1972). Schukat besprach zwei Schallplatten.

Schukats schrieb in der Mundart, mit der er aufgewachsen war. Nur so konnte er sich in seinen Geschichten ausdrücken und Menschen schildern, denen er in seiner Kindheit begegnet war. Bei Veranstaltungen der Landsmannschaft Ostpreussen (z. B. im Saalbau Essen) trug er aus seinen Büchern vor. Seine Sorge galt stets der Erhaltung des ostpreußischen Idioms.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Schukat erzählt plattdeutsche Geschichten aus Ostpreussen. Leer 1968, S. 17
  2. eine 2. Auflage erschien im Jahr der Erstausgabe.
  3. Jahrbuch des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung, Jahrgang 1948/1950, S. 156