Axel Anklam

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Axel Anklam (* 1971 in Wriezen) ist ein deutscher bildender Künstler.

Vita[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Axel Anklam wurde 1971 in Wriezen geboren und absolvierte 1987 bis 1990 zunächst eine Ausbildung zum Kunstschmied. 1991 erwarb er den Meistertitel. Bis 1996 führte er freie Gestaltungs- und Restaurierungsaufträge aus und arbeitete anschließend bis 1998 als Restaurator im Schloss Sanssouci in Potsdam. Unterbrochen wurde diese Arbeit 1997 durch einen Studienaufenthalt im Europäischen Zentrum für Denkmalpflege in Venedig. 1998 bis 2002 studierte Anklam an der Hochschule für Kunst und Design (HfKD) Burg Giebichenstein, 2002 bis 2004 an der Universität der Künste Berlin (UdK). Bis 2006 war er Meisterschüler des Bildhauers Tony Cragg an der UdK.[1] 2010 erhielt er eine Gastprofessur für Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 2013 nahm er an der Biennale di Venezia teil.

Axel Anklam lebt und arbeitet in Berlin und Bad Freienwalde.[2]

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dynamische und ruhig fließende Partien folgen einander und erzeugen spannungsvolle Formen. Bevorzugt nutzt Anklam transparente oder opake Materialien: Edelstahlnetze, Epoxyd oder Latex. Schimmernde Oberflächen überziehen metallene Karkassen. Lichtwechsel und Änderungen der Atmosphäre führen zu neuen Wahrnehmungen.[3]

Preise (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Skulpturenwettbewerb „Die neue Berolina“, Erster Preis
  • 2006: Meisterschülerpreis des Präsidenten der UdK Berlin
  • 2010: Ernst-Rietschl-Kunstpreis für Bildhauerei
  • 2010: Gerlinde Beck Preis für Skulptur[4]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Projektraum Brunnens, Berlin
  • 2007: Skulpturen. Galerie Rothamel, Frankfurt
  • 2008: Schloss Charlottenburg, Kleine Orangerie, Berlin (Katalog)
  • 2009: Parcours. Angermuseum, Erfurt
  • 2009: Parcours. Galerie Rothamel, Frankfurt
  • 2010: Axel Anklam. Ernst-Rietschel-Museum
  • 2011: Land. Galerie Burg Klempenow
  • 2012: Axel Anklam. Gehag Forum, Berlin
  • 2013: Masseneffekte. Altes Straßenbahndepot, Kunstsammlung Jena
  • 2014: SCOTT (mit Jan Muche). Galerie Rothamel, Frankfurt
  • 2015: Kaskadenschaltung. IG Metall Gebäude Berlin
  • 2016: Lichter. Galerie am Rathaus und im Stadtraum Eschbonn
  • 2017: Hileron. Sammlung Zebralla, Berlin[4]

Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2000: Richard Haizmann-Museum Niebuell
  • 2001: skulptur aktuell IV, Bielefeld
  • 2002: Glass Class Truck, Amsterdam
  • 2004: Saraburi Modern Art Exhibition, Bangkok
  • 2005: Summer Sculptures Series, Französische Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt, Berlin
  • 2006: Kunstsammlungen der Veste Coburg
  • 2007: Die Macht des Dinglichen. Skulptur heute!, Georg-Kolbe-Museum, Berlin
  • 2008: Zeitblick. Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • 2009: Ube Biennale 09 – 23rd International Open Sculpture Competition
  • 2010: Bushwick Schlacht!, Fortress to Solitude, New York
  • 2010: Wahlverwandschaften 2. Neues Museum, Weimar
  • 2011: Moraltarantula V - Perfektion in Vollendung, Hamburg
  • 2012: Abstract confusion. Kunsthalle Erfurt
  • 2013: Personal Structures. 55th International Art Exhibition/ La Biennale di Venezia, Palazzo Bembo, Venedig
  • 2014: Stahlplastik in Deutschland - gestern und heute. Kunstverein Wilhelmshöhe
  • 2015: Wo ist hier. Kunstverein Reutlingen
  • 2016: Die Geschichte hat einen Fehler- zu viele Erzähler. Kunstverein Gütersloh[2]

Öffentliche Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Botanischer Garten Saraburi, Bangkok, Thailand
  • Sammlung Frisch Berlin
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland
  • Sennestadtverein e.V., Bielefeld
  • Europäisches Patentamt, München
  • Sammlung Enzkreis Pforzheim
  • Neues Museum- Klassikstiftung Weimar

Literatur (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frisch aus Berlin, Hrsg. Stadtmuseum Oldenburg, Bielefeld: Kerber 2015, ISBN 978-3-7356-0146-9
  • Über Winde, Wasser und Gegenden, Hrsg. Kunstverein Gütersloh 2014
  • APAIRON, Hrsg. Kunstsammlung Städtische Museen Jena 2013, ISBN 978-3-942176-73-6
  • In 'ei Raisan, Entwurf einer barnimschen Ästhetik, Hrsg. Galerie Borchardt Hamburg 2012
  • Begleiter, Hrsg. Galerie Rothamel, Frankfurt/Main 2012
  • Axel Anklam - Madame Chrysanthème, Hrsg. Christian Malycha und Dorothee Heine, Verlag Q4 Berlin 2011
  • Abstract confusion, Hrsg. Monika Machnicki und Christian Malycha, Kerber Verlag 2011, ISBN 978-3-86678-555-7
  • Zeitblick. Ankäufe der Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland 1998 – 2008, Hrsg. Sammlung Zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland, Köln 2008, ISBN 978-3-8321-9155-9
  • Neue Kunst in alten Gärten, Hrsg. Neue Kunst in alten Gärten e.V., Hannover 2004, ISBN 978-3-89770-234-9
  • Die Macht des Dinglichen. Skulptur heute!, Hrsg. Georg Kolbe Museum, Köln 2007, ISBN 978-3-87909-912-2[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Transparenz und Masse | Monopol – Magazin für Kunst und Leben. Abgerufen am 11. März 2017 (deutsch).
  2. a b Vita | Galerie Rothamel. Abgerufen am 11. März 2017 (de-de).
  3. Axel Anklam | Galerie Rothamel. Abgerufen am 11. März 2017 (de-de).
  4. a b Axel Anklam | Ausstellungen. Abgerufen am 11. März 2017.
  5. Axel Anklam | Bibliografie / bibliography. Abgerufen am 11. März 2017.