Bahnhof Berlin Buckower Chaussee

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Berlin Buckower Chaussee
Der Torbogen des S-Bahnhofes Buckower Chaussee
Der Torbogen des S-Bahnhofes Buckower Chaussee
Daten
Betriebsstellenart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung BBCH
IBNR 8089010
Kategorie 5
Eröffnung 15. Mai 1946
Lage
Stadt/Gemeinde Berlin
Ort/Ortsteil Marienfelde
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 24′ 38″ N, 13° 22′ 58″ OKoordinaten: 52° 24′ 38″ N, 13° 22′ 58″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Berlin
i16i16i18

Der Bahnhof Buckower Chaussee ist ein Berliner S-Bahnhof an der Berlin-Dresdener Eisenbahn. Im Betriebsstellenverzeichnis wird er unter dem Kürzel BBCH geführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provisorium im Jahr 1986, Blick nach Süden
Zugangsrampe und Übergang Gütergleis, 1986
Übergang vom westlichen Bahnsteig zum Parkplatz

Schon vor dem Ersten Weltkrieg war an der Kreuzung der Dresdener Bahn mit der Buckower Chaussee ein Haltepunkt geplant. Mit der Herstellung einer Dammschüttung als erste Baumaßnahme wurde jedoch erst kurz vor dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Abermals verhinderte der Kriegsbeginn die Fertigstellung. Nach Kriegsende wurde das unzerstört gebliebene ehemalige Kraftwagenwerk Lichtenrade als Hauptdepot der amerikanischen Besatzungsmacht genutzt. Die war der Anlass, mit der Wiederaufnahme des Vorortverkehrs auf dieser Strecke am 15. Mai 1946 östlich der Dorfaue Marienfelde eine Station einzurichten.[1]

Der Haltepunkt blieb über viele Jahre ein Provisorium an der damals eingleisigen S-Bahn-Strecke. Aufgrund der seinerzeit herrschenden Materialknappheit wurde er mit einfachsten Mitteln gebaut. Die Mauern des einzigen Bahnsteigs wurden aus Trümmerziegeln errichtet, das Gebäude mit Dienst- und Warteraum so klein wie möglich gehalten. Der Dienstraum war zugleich Fahrkartenschalter und Bahnsteigsperre. Ein kleines Vordach über dem Bahnsteig diente dem diensthabenden Beamten als Wetterschutz. Zum Bahnsteig führte eine Rampe, davor musste das an der Rückseite der Station gelegene Gütergleis überquert werden.[1]

Erst mit dem zweigleisigen Ausbau zwischen Marienfelde und Lichtenrade Ende der 1980er Jahre erhielt die Station ihr charakteristisches Aussehen. Architekt war Rainer G. Rümmler, welcher auch einige Jahrzehnte lang nahezu alle neuen U-Bahnhöfe in Berlin entwarf. Auch die Detailgestaltung ist den Stationen in Berlin-Spandau und Berlin-Wittenau ähnlich. Die beiden Seitenbahnsteige reichen nun bis zur namensgebenden Straße heran. Dort überspannt ein großer Torbogen die Bahnsteige und Gleise und macht auf den S-Bahnhof aufmerksam. Im Süden schließt eine Brücke den Bahnhof ab. Über diese Brücke ist der P+R-Platz ohne Querung der Gleise erreichbar.

Kurz vor dem Bahnhof befinden sich noch zwei schienengleiche Bahnübergänge im Verlauf der Säntisstraße und im Verlauf der stark befahrenen Buckower Chaussee.

Ausblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge des Baus der Fernbahngleise der Dresdener Bahn ab 2017 wird der S-Bahnhof abgerissen und unter der projektierten Straßenbrücke an der Buckower Chaussee neu errichtet.[2]

Anbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der S-Bahnhof wird von der Linie S2 der Berliner S-Bahn bedient. Es bestehen Umsteigemöglichkeiten zu den Omnibuslinien M11, X11 und 277 der Berliner Verkehrsbetriebe sowie zu den Linien 710 und 711 der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming.

Linie Verlauf Takt
Berlin S2.svg Bernau – Bernau-Friedenstal – Zepernick – Röntgental – Buch – Karow – Blankenburg – Pankow-Heinersdorf – Pankow – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – AttilastraßeMarienfelde – Buckower Chaussee – Schichauweg – Lichtenrade – Mahlow – Blankenfelde 10 min

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernhard Strowitzki: S-Bahn Berlin. Geschichte(n) für unterwegs. Verlag GVE, Berlin 2002, ISBN 3-89218-073-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Berlin Buckower Chaussee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Hartwig Schmidt, Jürgen Tomisch: Die Bauwerke der Berliner S-Bahn. Die Vorortstrecke nach Zossen. Wissenschaftsverlag Volker Spiess, Berlin 1985, ISBN 3-89166-004-9, S. 107.
  2. Berlins längste Baustelle soll nach 25 Jahren endlich kommen bei tagesspiegel.de, abgerufen am 31. Mai 2017