Bahnstrecke Holenbrunn–Leupoldsdorf

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Holenbrunn–Leupoldsdorf
Strecke der Bahnstrecke Holenbrunn–Leupoldsdorf
Streckennummer: 5031
Kursbuchstrecke (DB): zuletzt 854
Streckenlänge: 10,6 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 20 
Strecke – geradeaus
von Hof
   
von Selb
Bahnhof, Station
0,0 Wunsiedel-Holenbrunn früher Holenbrunn
   
nach Regensburg
   
1,9 Wunsiedel Ost
   
3,7 Wunsiedel
   
7,0 Schönbrunn (Fichtelg)
   
8,7 Tröstau
   
10,6 Leupoldsdorf

Die Bahnstrecke Holenbrunn–Leupoldsdorf war eine eingleisige Nebenbahn im nordöstlichen Bayern. Sie war eine der sieben Bahnstrecken, die früher das Fichtelgebirge erschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahnstrecke Holenbrunn – Leupoldsdorf wurde in zwei Etappen gebaut. Zuerst schlossen die Bayerischen Staatsbahnen ab 15. August 1877 die Stadt Wunsiedel durch eine „Hauptbahn mit sekundärer Bedeutung“ (Sekundärbahnen gab es in Bayern erst ab 1882)[1] an die gleichzeitig eröffnete Hauptbahn Hof – Holenbrunn an, die 1878 von Holenbrunn nach Marktredwitz weitergeführt wurde. Am 8. November 1913 folgte die Verlängerung der Strecke von Wunsiedel nach Leupoldsdorf als Lokalbahn.[1] Angeblich geschah dies auf Betreiben der Besitzerin des Hammerschlosses in Leupoldsdorf, Rosa von Müller. Sie war bei der Eröffnung bereits nicht mehr im Besitz des Schlosses.

Am 28. September 1975 wurde der Personenverkehr auf der elf Kilometer langen Strecke eingestellt. Im Herbst 1981 wurde das Bahnhofsgebäude in Leupoldsdorf abgebrochen; am 25. September 1993 wurde der Güterverkehr auf der Strecke zwischen Schönbrunn und Leupoldsdorf eingestellt und diese stillgelegt, die übrige Teilstrecke folgte am 31. Dezember 1994, nachdem der Güterverkehr, vor allem die Verladung von Quarz, am 19. Oktober des gleichen Jahres eingestellt worden war.

Die Bahntrasse wird heute in großen Teilen für den Brückenradweg Bayern-Böhmen benutzt, der Leupoldsdorf über Holenbrunn und weiter in Richtung Selb mit Asch/Aš in Tschechien verbindet. [2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Bleiweis/Ekkehard Martin/Stefan Winkler: Fränkische Nebenbahnen einst und jetzt. Egglham 1986. ISBN 3-922138-30-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bernd Schmitt und Gerald Hoch: Nebenbahnen in Oberfranken. 1. Auflage. Michael Resch, Coburg 1999, ISBN 3-9805967-4-5, S. 175 ff.
  2. http://www.brueckenradweg.eu/