Bahnstrecke Kellmünz–Babenhausen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kellmünz–Babenhausen
Streckennummer: 5410
Kursbuchstrecke: zuletzt 407a; 406g (1944)
Streckenlänge: 10,302 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 20,00 
Minimaler Radius: 300 m
Strecke – geradeaus
von Ulm
Bahnhof, Station
0,000 Kellmünz 540,3 m
   
nach Memmingen
   
3,146 Weiler b Kellmünz 558,8 m
   
Roth
   
7,960 Winterrieden 551,8 m
   
Auerbach
   
zum Raiffeisengelände
   
10,302 Babenhausen (Schwaben) 542,5 m

Die Bahnstrecke Kellmünz–Babenhausen war eine eingleisige 10,3 Kilometer lange Nebenbahn in Bayern. Sie verband Babenhausen mit Kellmünz an der Iller, dort zweigte sie von der Bahnstrecke Neu-Ulm–Kempten ab.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1894 begannen die Königlich Bayerischen Staats-Eisenbahnen mit dem Bau der Strecke, die am 17. November 1894 in Betrieb genommen wurde. Die Strecke verband drei Flusstäler (Iller-, Roth- und Günztal) und musste zu diesem Zweck zwei Höhenrücken überwinden.

Es verkehrten lange Zeit täglich etwa sechs Personenzüge, die nur die dritte Wagenklasse führten. Bekannt wurde die Strecke durch den Einsatz der Glaskästen (bayerische PtL 2/2, DB-Baureihe 98.3). Anfang der 1960er Jahre war der Personenverkehr weitgehend auf Bahnbusse umgestellt, nur abends verkehrte noch ein Zug nach Babenhausen und morgens von Babenhausen nach Kellmünz[1].

Am 3. August 1964 endete der Personenverkehr, am 30. Juni 1995 der Güterverkehr. Die offizielle Streckenstilllegung erfolgte 1996. Im Zeitraum bis 2009 wurden die Schienen entfernt und seit 2009 befindet sich auf dem Damm der stillgelegten Bahnstrecke ein Geh- und Radweg.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Urs Kramer, Matthias Brodkorb: Abschied von der Schiene. Güterstrecken 1994 bis heute. Transpress, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-71333-8, S. 127.
  • Siegfried Baum: Schwäbische Eisenbahn. Die Verkehrsgeschichte der Lokalbahnen in Mittelschwaben. Verlag Wolfgang Zimmer, Eppstein im Taunus 1969.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kursbuch Sommer 1963