Bastian Hellberg

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Bastian Hellberg (* 27. Oktober 1962 in Hannover) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Er absolvierte von 1983 bis 1990 insgesamt 78 Bundesligaspiele (4 Tore)[1] und 93 Partien (10 Tore)[2] in der 2. Liga für Hannover 96.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Stationen SV Aligse und SV Arminia Hannover war der 1,87 m große Hellberg zur Saison 1983/84 zu den „Roten“ gekommen. Er hatte bei den „Blauen“ Spielerfahrung in der Oberliga Nord gesammelt und auch bereits Spiele im DFB-Pokal bestritten. Er spielte hauptsächlich in der Abwehr, wurde daneben auch im Mittelfeld eingesetzt. Sein Debüt in der 2. Bundesliga ging am 6. August 1983 deutlich mit 1:5 gegen den Karlsruher SC verloren. Bereits in seiner ersten Saison bei den Sechsundneunzigern erlebte er im Oktober 1983 einen Trainerwechsel: Gerhard Bohnsack wurde von Werner Biskup abgelöst und am Rundenende wurde der enttäuschende 14. Rang belegt. Hellberg hatte 16 Zweitligaspiele an der Seite von Mitspielern wie Jürgen Rynio, Karsten Surmann, Werner Lorant, Martin Giesel, Bernd Gorski, Frank Hartmann und Bernd Thiele absolviert. In seiner zweiten Runde mit Hannover 96 erlebte er aber 1984/85 mit der Vizemeisterschaft den Aufstieg in die Bundesliga. Mit 35 Ligaeinsätzen und vier Toren hatte er daran seinen Anteil. Seine Stärken lagen dank seiner guten Spielübersicht und ausgeprägtem Spielverständnis mehr in der Offensive; dies konnte er in der 2. Bundesliga deutlich unter Beweis stellen. Am ersten Rundenspieltag setzte sich der Libero am 14. August 1984 mit seinen Mannschaftskollegen mit 2:1 beim VfR Bürstadt durch und erzielte in der 34. Minute die zwischenzeitliche 2:0-Führung. In der Bundesliga debütierte Hellberg mit Hannover am 10. August 1985 mit einem 1:1-Auswärtsremis bei Bayer Leverkusen. Im Lauf der Runde geriet die Vorstellung der 96iger aber immer mehr in Schieflage und gipfelte in der Arbeit von vier Trainern: Aufstiegstrainer Werner Biskup wurde bereits am 22. November durch Torhüter Jürgen Rynio ersetzt, der wiederum ab dem 13. Januar 1986 von Jörg Berger abgelöst wurde und die Runde beendete ab dem 18. März Helmut Kalthoff. Hellberg bestritt 29 Ligaspiele (2 Tore) und Hannover kassierte 92 Gegentore und stieg als Tabellenletzter in die 2. Liga ab.

Umgehend glückte 1986/87 mit dem Meisterschaftsgewinn die Rückkehr in die Bundesliga. Hellberg hatte unter dem neuen Trainer Jürgen Wähling dabei 32 Ligaspiele absolviert und fünf Tore erzielt. Der Bundesligaaufsteiger belegte 1987/88 den 10. Rang und Hellberg trug mit 28 Ligaeinsätzen (1 Tor) an der Seite von Mitspielern wie Karl-Heinz Geils, Peter Hobday, Matthias Kuhlmey, Bernd Dierßen, Karsten Surmann, Andreas Müller, Siegfried Reich und Gregor Grillemeier nicht unwesentlich dazu bei. Im zweiten Jahr, 1988/89, wurde Hellberg mit Hannover aber wieder Letzter und stieg erneut in die 2. Liga ab. Daran hatten auch nicht die Trainerwechsel von Wähling zu Hans Siemensmeyer (19. September bis 21. März 1989) und am 22. März hin zu Reinhard Saftig was ändern können. In seiner letzten Runde Bundesliga war Hellberg nochmals in 21 Ligaspielen (1 Tor) aufgelaufen. Mit seinem Einsatz am 17. Mai 1990 bei einer 3:4-Auswärtsniederlage in der 2. Bundesliga gegen Rot-Weiss Essen, beendete er seine Spielerkarriere als Lizenzspieler.

Er spielte von 1983 bis 1990 bei Hannover 96 und absolvierte in der Bundesliga 78 Ligaspiele und in der 2. Liga 93 Ligaspiele. Dabei war er je zweimal auf- und abgestiegen. Anschließend wechselte er für vier Jahre zum TuS Celle und beendete 1994 beim VfL Osnabrück seine Spielerlaufbahn.

Seit 2005 war Bastian Hellberg Verwaltungsdirektor des Niedersächsischen Fußballverbandes und übte dieses Amt 14 Jahre aus. Ab dem 24. Oktober 2019 sitzt er im Sportausschuss des Aufsichtsrats der Profigesellschaft von Hannover 96 GmbH & Co KGaA.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963–1994. Agon Sportverlag. Kassel 2012. ISBN 978-3-89784-214-4. S. 192.
  • Notbremse, Hardy Grüne: Die Roten. Die Geschichte von Hannover 96. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 3-89533-537-1. S. 366.
  • Matthias Weinrich: Zweitliga-Almanach. Agon Sportverlag. Kassel 2001. ISBN 3-89784-190-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Bitter: Deutschlands Fußball. Das Lexikon. F. A. Herbig. München 2008. ISBN 978-3-7766-2558-5. S. 293
  2. Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963–1994. S. 192

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]