Beat Streuli

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Beat Streuli (* 19. August 1957 in Altdorf) ist ein Schweizer Fotograf und ein Video- sowie Installationskünstler.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Streuli besuchte von 1977 bis 1980 die Schulen für Gestaltung in Basel und Zürich. Von 1981 bis 1986 studierte er an der Hochschule der Künste in Berlin. Das zentrale Motiv des Künstlers ist der Mensch im öffentlichen Raum einer Großstadt. Seine Fotos oder Videos stellen städtische, meist junge Individuen dar, die er, einer Schnappschussfotografie gleich, aus einer Menge von Passanten „herausfotografiert“. Durch den zentrierten Bildausschnitt auf den Oberkörper oder das Gesicht und den Schärfeabfall der Umgebung betont der Künstler die Mimik des Dargestellten. Das verwendete Teleobjektiv hat zur Folge, dass dem Betrachter die fotografierten Personen in unmittelbarer Nahsicht gezeigt werden. Das "Heranzoomen" ist bei Streulis Fotografien somit kompositorisches und fotogestaltendes Mittel. Zugleich enthebt er dadurch die fotografierten Personen ihrer alltäglichen und anonymen Umgebung und ermöglicht durch das Kriterium der Auswahl eine individuelle Betrachtungsweise und Bildwirkung. Der Künstler produziert mittlere Formate ebenso wie großformatige, zum Teil zusammengesetzte Bildtafeln. Seine 20-minütigen Videoarbeiten lässt er parallel auf drei Monitoren ablaufen. Für seinen Dia- oder Digitalprojektionen werden oft sechs oder mehr Diaprojektoren parallel geschaltet.

Beat Streuli ist regelmäßig Gastdozent an der Vertiefung Fotografie der Zürcher Hochschule der Künste.

Streuli lebt in Zürich und Brüssel.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stipendium des Kantons Zürich (1980, 1983 und 1984)
  • Eidgenössisches Kunststipendium (1985, 1986 und 1988)
  • Kiefer-Hablitzel-Stipendium (1986)
  • Stipendium der Stadt Zürich (1989)
  • Atelierstipendium des Kantons Basel-Stadt in der Cité internationale des arts in Paris (1985)
  • Istituto Svizzero in Rom (1988)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]