Beate Bartel

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Beate Bartel (* 1957 in Berlin) ist eine deutsche Musikerin, die in Industrial-, Noise- und Experimentalbands Bass und Gitarre spielt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beate Bartel, Berlin, 1979

Bevor sie im Mai 1979 mit Gudrun Gut, Karin Luner, Eva Gössling und Bettina Köster die Band Mania D gründete, arbeitete Beate Bartel als Tontechnikerin beim Sender Freies Berlin.[1] Der Namen Mania D für das All-Girl-Band-Projekt geht auf ihren Vorschlag zurück. 1980 gehörte Bartel zu den Gründungsmitgliedern der Einstürzenden Neubauten, wo sie ebenfalls Bass spielte. Am 1. April 1980, dem ersten Konzert der Einstürzenden Neubauten im Moon, einem Berliner Club, spielte sie mit. 1981 trennte Beate Bartel sich von Mania D und arbeitete mit Chrislo Haas, der bei DAF ausgestiegen war, in dem Projekt CHBB-ChrisloHaasBeateBartel, die auf dem Düsseldorfer Kassettenlabel Klar! 80 vier zehnminütige Kassetten publizierten. In der Zeitschrift Sounds wurden die Werke besprochen: „kunstvolle Monotonie, die den Arsch trotzdem zur Bewegung reizt“.[2]

Im selben Jahr gründete Bartel mit Chrislo Haas die Elektronik-Band Liaisons Dangereuses, die umgehend eine LP mit gleichnamigen Titel herausbrachten. Eine Auskopplung aus dieser LP, der Titel Los niños del parque, gesungen von Krishna Goineau, ist eine der in Deutschland meistverkauften Underground-Singles und wurde vielfach gesampelt. Die 6/4-Aufteilung der Basslinie von Beate Bartel bei Los niños del parque gilt als markante Besonderheit der Komposition. Sie ist gegen den 4/4-Rhythmus gestellt, eine für die Popmusik ungewöhnliche Form der Polyrhythmik. 1982 startete Gudrun Gut zusammen mit Beate Bartel und Manon Pepita Duursma das Experimentalprojekt Matador. 2004 stand Beate Bartel zusammen mit Bettina Köster wieder auf der Bühne, wo sie Kill the 80s spielten.[3]

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Beate Bartel und Chrislo Haas wohnten bei dem Tonmeister und Musikproduzenten Conny Plank, in seinem Studio in Neunkirchen-Seelscheid, das auch für die Unterbringung von Musikern eingerichtet war.[4]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980: Mania DTrack 4 (Single, Monogam 002)
  • 1980: Einstürzende NeubautenMoon, 1. April (Cassette, Eisengrau)
  • 1981: CHBBCHBB 1 – Schwarz (C-10, Klar! 80)
  • 1981: CHBB – CHBB 2 – Rot (C-10, Klar! 80)
  • 1981: CHBB – CHBB 3 – Blau (C-10, Klar! 80)
  • 1981: CHBB – CHBB 4 – Silber (C-10, Klar! 80)
  • 1981: Liaisons DangereusesLiaisons Dangereuses (LP, Teldec 66.22 433-01)
  • 1982: Liaisons Dangereuses – Los niños del parque (Single)
  • 1983: Liaisons Dangereuses – Los niños del parque (Maxi-Single)
  • 1983: Einstürzende Neubauten – Falschgeld (LP, Some Bizzare SBVART 2)
  • 1987: MatadorA Touch Beyond Canned Love (CD, What’s So Funny About SF 40)
  • 2007: Thomas WydlerSoul Sheriff (CD, Liaisons Records LiReCD002)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1980: Women in Rock, Regie: Wolfgang Büld ARD, VHS, A Studio K7, Berlin
  • 1987: Liaisons Dangereuses, VHS, Ikon – IKON 22
  • 1995: Girls Bite Back – Regie: Wolfgang Büld

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alfred Hilsberg: Girls, Girls, Girls. (Interview) In: Sounds 11/79. Hamburg 1979, S. 46.
  2. Zuhause in London und im Ruhrgebiet. In: Sounds. Juni 1981 S. 12.
  3. Vom Hypnotischen Krach zum Metaschlager, abgerufen am 26. Februar 2012
  4. about connys studio