Beatriz de Dia

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Beatriz de Dia (aus Bibliothèque Nationale MS12473, 13. Jahrhundert)

Beatriz de Dia (auch: Comtessa de Dia und Condesa de Dia) war im späten 12. Jahrhundert eine Gräfin von Die, die als Trobairitz bekannt wurde. Laut ihrer Vida war sie mit Guilhem de Peitieus verheiratet, doch war sie in den Trobador Raimbaut de Vaqueiras verliebt, dem sie zahlreiche Lieder schrieb.

Von ihr sind vier Liedertexte überliefert. Zu dem Lied A chantar m'er ist auch die Melodie erhalten. Ihre Werke, die als gleichbedeutend mit den Werken ihrer männlichen Zeitgenossen angesehen werden, behandeln die höfische Liebe aus weiblicher Sicht.

Lieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

A chantar m'er de so q'ieu no volria
  • Ab ioi et ab ioven m'apais
  • A chantar m'er de so q'ieu no volria (mit Melodie; Wiedergabe bei D. Rieger)
  • Estat ai en greu cossirier
  • Fin ioi me don'alegransa

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Angelika Rieger: Beruf: Joglaressa. Die Spielfrau im okzitanischen Mittelalter, in: Detlef Altenburg u.a. (Hgg.): Feste und Feiern im Mittelalter. Paderborner Symposium des Mediävistenverbandes, Sigmaringen 1991 ISBN 3-7995-5402-5
  • Dietmar Rieger (Hg. & Übers.): Mittelalterliche Lyrik Frankreichs 1. Lieder der Trobadors. Zweisprachig Provençalisch – Deutsch. Reclams Universal-Bibliothek 7620, Stuttgart 1980 (Beatriz: S. 176–180, dazu Kommentar von Rieger S. 295ff, Lit.) ISBN 3-15-007620-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1974 erschien in Berlin der Roman Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura von Irmtraud Morgner