Beeck (Geilenkirchen)

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Beeck
Koordinaten: 50° 59′ 6″ N, 6° 11′ 16″ O
Höhe: 70,0–94,1 m ü. NHN
Fläche: 4,6 km²
Einwohner: 530 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52511
Vorwahl: 02453
Karte
Beeck in der Gemarkung Beeck
Beeck Unterdorf
Beeck Unterdorf

Beeck ist als Stadtbezirk ein Ortsteil der Stadt Geilenkirchen im westlichen Nordrhein-Westfalen im Kreis Heinsberg (Deutschland). Beeck hat 2016 ca. 530, überwiegend katholische Einwohner und gehört mit zur katholischen Pfarrgemeinde St. Gereon in Würm (Kirchdorf).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beeck liegt naturräumlich auf der Aldenhovener Lössplatte in der Westlichen Jülicher Börde in einer Talsenke am Beeckfließ, acht Kilometer von Geilenkirchen in nordöstlicher Richtung, an der Eisenbahnstrecke Aachen-Düsseldorf. Der Ort ist umgeben von landwirtschaftlichen Strukturen.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Beeckfließ, das dem Ort den Namen gab, ist ein natürliches Gewässer, das erst zur Zeit des Bergbaues im Aachener Revier als offen geführter Gruben- und Brauchwasserkanal der ehemaligen Zeche Carl Alexander in Baesweiler ausgebaut wurde. Das Beeckfließ mündet unterhalb von Honsdorf in die Wurm.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würm Leiffarth Lindern
Müllendorf Nachbargemeinden Linnich
Prummern Apweiler Gereonsweiler

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beeck und Umgebung um 1800

Die frühesten Siedlerspuren weisen auf das 1.–2. Jahrhundert n. Chr. hin, als die Römer das keltisch-germanische Siedlungsgebiet westlich des Rheines erobert hatten.

Eine weitere Besiedlung dieser kleinen Talsenke am Bach stellte sich rund um das spätere Haus Beeck ein. Beeck entwickelte sich auf fruchtbarem Lössboden zu einem landwirtschaftlich geprägten Haufendorf. Die Herrschaft übten die Ritter von Randerath (Randerode) aus, in deren Eigentum ab 1084 auch Haus Beeck stand. Im 14. Jahrhundert unterstand es dem Amt Randerath als Teil des Herzogtum Lothringen bzw. ab 1392 zum Herzogtum Jülich gehörend.

In den Jahren zwischen 1791 und 1794, bis zur Besetzung des linken Rheinufers durch französische Truppen im Jahre 1794 („Franzosenzeit“, fünf Jahre nach Beginn der Französischen Revolution), amtierte Julian von Schönau (Schönau) als Dorfschulze. Infolge der Besetzung wurde Beeck französisch und kam zum Kanton Geilenkirchen, Marie Würm.[2] Nach dem Befreiungskrieg 1813–1815 kam es zum Kreis Geilenkirchen und somit zur preußischen Rheinprovinz.

Im Ersten Weltkrieg blieb Beeck von Schäden verschont. Im Zweiten Weltkrieg war Beeck eingebunden im Westwall, ringförmig umgeben von 8 Bunkern. Im November 1944 gab es um Geilenkirchen schwere Kämpfe (Operation Clipper; Geilenkirchen wurde am 19. November besetzt), Beeck wurde zu 90 % zerstört.

Die ehemalige selbständige Gemeinde (im Amt Immendorf-Würm), zu der auch Beeck gehörte, wurde im Rahmen der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972 eingemeindet und ist nun ein Stadtteil von Geilenkirchen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtbezirk Beeck wird durch einen Ortsvorsteher gegenüber dem Stadtrat und der Verwaltung der Stadt Geilenkirchen vertreten.[4]

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beeck ist wochentags mit der Buslinie 494 der WestVerkehr an das ÖPNV-Netz des Aachener Verkehrsverbundes angeschlossen. Abends und am Wochenende kann der Multi-Bus angefordert werden.[5]

Linie Verlauf
494 Geilenkirchen Bf – Süggerath – Müllendorf – Würm – (Beeck –) Leiffarth – (Flahstraß – Honsdorf –) Lindern Bf – Linnich Markt – (Linnich Schulzentrum ←) Linnich-SIG Combibloc (– Linnich Schulzentrum)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Beeck im 17. Jahrhundert
Haus Beeck

Haus Beeck wird erstmals 1084 urkundlich als Herrensitz der Ritter zu Randerode (Randerath) erwähnt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortseingang Beeck

Beeck ist ein mehrfach ausgezeichnetes Dorf im Rahmen des Bundeswettbewerbes „Unser Dorf soll schöner werden“. Der Ort wurde mit Silber- und Goldplakette ausgezeichnet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alt-Geilenkirchen und seine Nachbarn. Historischer Bildband von und um Geilenkirchen. Verlag Fred Gatzen, Geilenkirchen 1986, ISBN 3-923219-06-7.
  • Walter Scheufen: Geilenkirchen und seine Dorfgemeinschaften. Stadt-Bild-Verlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-937126-51-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Beeck – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnerzahl steigt: Geilenkirchen so groß wie nie. In: aachener-zeitung.de. Aachener Zeitung, 13. Januar 2016, archiviert vom Original am 31. Mai 2016; abgerufen am 6. Februar 2021 (gem. Melderegister, Stand 31. Dezember 2015).
  2. Suchwort:Beck
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 310.
  4. Hauptsatzung
  5. Karte Multibusbetrieb im Kreis Heinsberg