Beeck (Geilenkirchen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Beeck
Koordinaten: 50° 59′ 6″ N, 6° 11′ 16″ O
Höhe: 70,0–94,1 m ü. NHN
Fläche: 4,6 km²
Einwohner: 530 (30. Jan. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 115 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 52511
Vorwahl: 02453
Karte
Beeck in der Gemarkung Beeck
Bild von Beeck

Beeck ist als Stadtbezirk ein Ortsteil der Stadt Geilenkirchen im westlichen Nordrhein-Westfalen im Kreis Heinsberg (Deutschland). Beeck hat 2016 ca.530, überwiegend katholische Einwohner und gehört mit zur Pfarrgemeinde in Würm (Kirchdorf).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beeck liegt naturräumlich auf der Aldenhovener Lössplatte in der Westlichen Jülicher Börde in einer Talsenke am Beeckfließ, acht Kilometer von Geilenkirchen in nord-östlicher Richtung, an der Eisenbahnstrecke Aachen-Düsseldorf. Der Ort ist umgeben von landwirtschaftlichen Strukturen.

Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Beeckfließ, das dem Ort den Namen gab, ist ein natürliches Gewässer, das erst zur Zeit des Bergbaues im Aachener Revier als offen geführter Gruben- und Brauchwasserkanal der ehemaligen Zeche Carl Alexander in Baesweiler ausgebaut wurde. Das Beeckfließ mündet unterhalb von Honsdorf in die Wurm.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Würm Leiffarth Lindern
Müllendorf Nachbargemeinden Linnich
Prummern Apweiler Gereonsweiler

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beeck und Umgebung um 1800

Die frühesten Siedlerspuren weisen auf das 1.-2. Jahrhundert n.Chr. hin, als die Römer das keltisch-germanische Siedlungsgebiet westlich des Rheines erobert hatten.

Eine weitere Besiedlung dieser kleinen Talsenke am Bach stellte sich rund um das spätere Haus Beeck ein. Beeck entwickelte sich auf fruchtbarem Lössboden zu einem landwirtschaftlich geprägten Haufendorf. Die Herrschaft übten die Ritter von Randerath (Randerode) aus, in deren Eigentum ab 1084 auch Haus Beeck stand. Im 14. Jahrhundert unterstand es dem Amt Randerath als Teil des Herzogtum Lothringen bzw. ab 1392 zum Herzogtum Jülich gehörend.

1794 (1789 hatte die Französische Revolution begonnen) besetzten französische Truppen das linke Rheinufer ("Franzosenzeit"). Beeck wurde so französisch und kam zum Kanton Geilenkirchen, Marie Würm [2]. Nach dem Befreiungskrieg 1813–1815 kam es zum Kreis Geilenkirchen und somit zur preußischen Rheinprovinz.

Im Ersten Weltkrieg blieb Beeck von Schäden verschont. Im Zweiten Weltkrieg war Beeck eingebunden im Westwall. Im November 1944 gab es um Geilenkirchen schwere Kämpfe (Operation Clipper; Geilenkirchen wurde am 19. November besetzt), Beeck wurde zu 90 % zerstört.

Die ehemalige selbständige Gemeinde (im Amt Immendorf-Würm), zu der auch Beeck gehörte, wurde im Rahmen der kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1972 eingemeindet und ist nun ein Stadtteil von Geilenkirchen.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtbezirk Beeck wird durch einen Ortsvorsteher im Stadtrat der Stadt Geilenkirchen vertreten.[4]

Öffentlicher Nahverkehr Zeichen 224 - Straßenbahn-Haltestelle, StVO 1970.svg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beeck ist mit der Bus-Linie 494 der RVE Euregio Maas-Rhein GmbH an das ÖPNV Netz des Aachener-Verkehrs-Verbundes angeschlossen. Die unmittelbar umliegenden Ortschaften und der Bf. Lindern sind im Kurzstreckentarif (1,60 €) erreichbar.[5]
Neben dem nach Fahrplan auf festgelegten Linien verkehrenden Bussen, kann auch der Multi-Bus angefordert werden.[6]

Linie Verlauf
494 Geilenkirchen Bf – Süggerath – Müllendorf – Würm – Beeck – Leiffarth – Lindern Bf – (Kogenbroich – Nirm – Kraudorf / Honsdorf – Flahstraß)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus Beeck im 17. Jahrhundert
Haus Beeck

Haus Beeck wird erstmals 1084 urkundlich als Herrensitz der Ritter zu Randerode (Randerath) erwähnt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortseingang Beeck

Beeck ist ein mehrfach ausgezeichnetes Dorf im Rahmen der Bundeswettbewerbes "Unser Dorf soll schöner werden". Der Ort wurde mit Silber- und Goldplakette ausgezeichnet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.aachener-zeitung.de/lokales/geilenkirchen/einwohnerzahl-steigt-geilenkirchen-so-gross-wie-nie-1.1267468 gem. Melderegister, Stand 31. Dezember 2015.
  2. Suchwort:Beck
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 310.
  4. Hauptsatzung
  5. http://www.rheinlandbus.de/rheinlandbus/view/mdb/kursbuch/mdb_209033_rve_494_13_12.pdf
  6. http://www.west-verkehr.de/images/pdf/west_multibus_karte.pdf Multibusbetrieb im Kreis Heinsberg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alt-Geilenkirchen und seine Nachbarn. Historischer Bildband von und um Geilenkirchen. Verlag Fred Gatzen, Geilenkirchen 1986, ISBN 3-923219-06-7.
  • Walter Scheufen: Geilenkirchen und seine Dorfgemeinschaften. Stadt-Bild-Verlag, Leipzig 2007, ISBN 978-3-937126-51-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beeck (Geilenkirchen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien