Gereonsweiler

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50.9577777777786.223055555555695Koordinaten: 50° 57′ 28″ N, 6° 13′ 23″ O

Gereonsweiler
Stadt Linnich
Höhe: 95 m
Fläche: 7,77 km²
Einwohner: 1091 (31. Mai 2011)
Bevölkerungsdichte: 140 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 52441
Vorwahl: 02462
Gereonsweiler auf der Tranchotkarte um 1804
Kath. Kirche St. Gereon

Das Dorf Gereonsweiler ist ein Stadtteil von Linnich im Kreis Düren. Es liegt an der Bundesstraße 57 zwischen Linnich und Puffendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Sarkophag- und Matronensteinfunde weisen auf die Besiedlung des Ortes schon zur Römerzeit hin. Im Mittelalter finden sich die Ortsbezeichnungen Will, Weil oder Wyl. Das Kölner Gereonsstift erhielt in der Mitte des 12. Jahrhunderts ein königliches Lehensgut, den Whyler Gereonis. Im Dreißigjährigen Krieg litt das Dorf unter Brandschatzungen und Pestepidemien. 1873 ermöglichte eine private Schenkung die Gründung des Christinenstiftes.

Im Zweiten Weltkrieg war das Dorf mit einer Nachtjäger-Leitstation Teil des Westwalls. 1944/45 lag das Dorf mitten im Kampfgeschehen der Rurfront und musste im Herbst 1944 evakuiert werden. Am 18. November 1944 wurde das Dorf im Rahmen der Operation Clipper erobert; am Tag darauf Geilenkirchen.[1] Die Bebauung wurde durch Kampfhandlungen zum größten Teil zerstört. Für die alliierten Truppen waren Wurm und Rur wichtige Zwischenziele. Danach kamen die Kampfhandlungen – vor allem wegen des extrem kalten und nassen Wetters[2] – bis zum Januar 1945 (Operation Blackcock) zum Erliegen.

Nach Kriegsende wurde Gereonsweiler auf der Grundlage der alten Straßenzüge weitgehend neu aufgebaut. Die nach Plänen von Josef Lehmbrock errichtete Pfarrkirche der katholischen Gemeinde wurde im November St. Gereon geweiht.

Am 1. Juli 1969 wurde Gereonsweiler nach Linnich eingemeindet.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. CHAPTER XXIV: Ninth Army’s Final Push to the Roer
  2. und wegen Ardennenoffensive und Unternehmen Nordwind
  3.  Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 99.

Weblinks[Bearbeiten]