Begotten

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Filmdaten
Deutscher Titel Begotten
Originaltitel Begotten
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1990
Länge 78 Minuten
Altersfreigabe FSK ungeprüft
Stab
Regie E. Elias Merhige
Drehbuch E. Elias Merhige
Besetzung
  • Brian Salzberg: God Killing Himself
  • Donna Dempsey: Mother Earth
  • Stephen Charles Barry: Son Of Earth/Flesh On Bone

Begotten ist ein Experimental- bzw. Horrorfilm, der 1990 von E. Elias Merhige geschrieben und produziert wurde.

Der Film beschäftigt sich mit den Themen Religion und Entstehung der Erde. Merhige gab während einer Frage-und-Antwort-Stunde jedoch preis, dass die Inspiration von einer Nahtoderfahrung herrühre, die er im Alter von 19 Jahren hatte. Der gesamte Film ist in Schwarz-Weiß aufgenommen. Die einzelnen Frames wurden in Nachhinein abfotografiert, um dem Film sein unverwechselbares Aussehen zu geben. Durch diese Technik sind manche Teile der Handlung für den Zuschauer schwer nachvollziehbar, wobei erschwerend hinzukommt, dass im gesamten Film nicht gesprochen wird.

Das wohl auffälligste Merkmal des Films ist die wiederholte, unverhohlene Darstellung von Gewalt in vielen Formen (Selbstverstümmelung/-mord, Vergewaltigung oder Verbrennen)

Handlung[Bearbeiten]

Zu Beginn des Films sieht man ein abgeschiedenes Haus, in dem ein in Roben gekleideter Gott lebt, der sich selbst ausweidet und dann stirbt. Aus dem toten Körper erhebt sich eine Frau, Mutter Erde, die den toten Gott wiedererweckt und sich mit seinem Samen selbst schwängert. Mutter Erde irrt daraufhin schwanger durch die Welt, bis sie schließlich ein Kind gebärt, das die Ausmaße eines ausgewachsenen Mannes hat.

Die nächste Szene scheint dann aus dem Zusammenhang gerissen. Man sieht eine Gruppe gesichtsloser Wesen, die in Kutten gekleidet an Nomaden erinnern. Sie foltern einen anderen Menschen, um ihn am Ende zu zerteilen.

Danach ist wieder Mutter Erde und ihr Sohn (auch als „Son of Earth“ oder „Flesh on Bone“ bezeichnet) zu sehen, wie sie auf einer Wiese liegen. Nach kurzer Zeit fängt ihr Kind an – ähnlich einem epileptischen Anfall – unkontrolliert zu zucken. Mutter Erde fesselt ihr Kind nun, indem sie ihm eine Schlinge um den Hals legt und mit ihm davonzieht. Die beiden gelangen in eine Art surreale Wüste, in der Blumen wachsen und Rohre ohne erkennbares Muster am Boden verlaufen. Hier treffen sie auf die Kuttenträger, die in der vorherigen Szene den Menschen getötet haben. Sie werden von diesen „Nomaden“ ebenfalls getötet und begraben. Nach der „Beerdigung“ verblühen alle Pflanzen und die Sonne geht unter. Am nächsten Morgen ist Mutter Erde plötzlich wieder mit ihrem angeleinten Sohn zu sehen. Beide begeben sich wieder in den Wald, der am Anfang des Films zu sehen ist.

Weblinks[Bearbeiten]