Susan Sontag

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Susan Sontag, 1966
Susan Sontag, 1979

Susan Sontag, geborene Rosenblatt, (geb. 16. Januar 1933 in New York City, New York; gest. 28. Dezember 2004 ebenda) war eine amerikanische Schriftstellerin, Essayistin, Publizistin und Regisseurin. Sie war bekannt für ihren Einsatz für Menschenrechte sowie als Kritikerin der gesellschaftlichen Verhältnisse und der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von rechts nach links: Tatyana Tolstaya; Mark Strand; Susan Sontag; Richard Locke und Derek Walcott

Susan Sontag wurde als älteste Tochter von Jack Rosenblatt und Mildred Jacobsen, die ein Pelzhandelsunternehmen in China betrieben, geboren. Beide Eltern waren jüdisch-europäischer Herkunft.[2] Während die Eltern sich berufsbedingt in Tianjin aufhielten, wurden Susan und ihre jüngere Schwester Judith vom Kindermädchen Rose McNulty erzogen. Sie lebten zunächst bei den Großeltern väterlicherseits und später bei anderen Verwandten. Schließlich kauften die Eltern ein Haus in Great Neck auf Long Island, lebten aber weiterhin die meiste Zeit in China.[3]

Als Jack Rosenblatt 1938 dort an Tuberkulose starb, kehrte Mildred nach New York zurück, erzählte den Kindern jedoch erst vier Monate später vom Tod des Vaters. Das Pelzunternehmen wurde aufgelöst und die Familie – bestehend aus Susan, ihrer Schwester, der Mutter, dem Kindermädchen und einem Koch – zog zunächst nach Florida. Susan war nach dem Tod ihres Vaters an schwerem Asthma erkrankt und ein Arzt hatte das dortige Klima als heilsam empfohlen. Im subtropischen Miami verschlimmerte sich Susans Zustand jedoch, und die Familie zog bald nach Tucson in Arizona weiter. Dort lebten die fünf in einem einfachen Bungalow am Stadtrand.[3]

Susan lernte laut ihrem Biograf Daniel Schreiber bereits mit drei Jahren lesen und widmete sich zunächst ihrer umfangreichen Comic-Sammlung. Mit sechs Jahren begann das einzelgängerische Mädchen „richtige Bücher“ zu lesen. 1939 wurde sie eingeschult und nach wenigen Tagen in die dritte Klasse versetzt. Als Schülerin entdeckte Sontag die Reisebücher Richard Halliburtons und las alle erhältlichen Bände. Laut ihrer späteren Partnerin Annie Leibovitz lösten diese Bücher Sontags lebenslange Reiselust aus: Noch mit 68 Jahren schwärmte die Autorin von ihrer Sammlung antiquarischer Halliburton-Erstausgaben. Von u. a. den Reisebüchern befeuert, begann Sontag bereits in der Schulzeit zu schreiben und gab eine Zeitlang eine vierseitige Zeitschrift mit selbstverfassten Beiträgen heraus. Wann genau die ersten Schreibversuche stattfanden, ist unsicher. Während sie 1978 zu Protokoll gab, mit acht oder neun erste Texte verfasst zu haben, sprach sie 1987 davon, bereits mit sechs oder sieben „Dramen, Gedichte, Geschichten“ geschrieben zu haben. Ihre Angaben über die eigene literarische Frühreife und das selbst für eine Erwachsene nicht schaffbare Lektürepensum dienten Schreiber zufolge dazu, sich mit der Aura eines Genies zu umgeben.[3]

Als Susan zwölf Jahre alt war, heiratete ihre Mutter den Kriegsveteranen und Captain der U.S. Army Nathan Sontag. Sie und ihre Schwester übernahmen den Nachnamen des Stiefvaters, obwohl er sie nicht adoptierte. Susan, die in Tucson mehrmals wegen ihrer jüdischen Herkunft beschimpft worden war, hoffte, mit dem neuen, weniger jüdisch klingenden Namen nicht mehr behelligt zu werden. Außerdem klang „Susan Sontag“ für sie urban und glamourös, und sie begann, von einer Existenz als intellektuelle Weltbürgerin zu träumen.[4]

1946 zog die Familie nach Canoga Park, einen Stadtteil von Los Angeles. Susan verabscheute das bürgerliche, von Nachkriegsoptimismus geprägte Familienleben mit dem neuen Stiefvater als „Faksimile eines Familienidylls“ und konnte es kaum erwarten, endlich erwachsen zu werden. Mit ihren Freunden sah sie sich im Kino untertitelte europäische Filme an, u. a. Rom, offene Stadt, Mädchen in Uniform oder La Belle et la Bête. Außerdem schwärmte sie für zeitgenössische Kammermusik und Exilkünstler wie Igor Strawinsky, Arnold Schönberg und Bertolt Brecht.[4]

Sontag schrieb in ihrer Zeit an der North Hollywood Highschool Filmkritiken, Kolumnen und Gedichte für die Schülerzeitung, las sich durch die Weltliteratur und entdeckte Literaturzeitschriften wie die Partisan Review.[4]

Juan Bastos: Susan Sontag (2009)

Kurz nach ihrem sechzehnten Geburtstag schloss Sontag die High School ab und wechselte auf Anraten ihrer Mutter zunächst für das Sommersemester 1949 an die University of California, Berkeley. Zum Wintersemester schrieb sie sich an der University of Chicago ein und studierte dort Literatur, Theologie und bei Leo Strauss Philosophie. Sie begann in Kenneth Burkes Seminaren, Texte unter soziologischen und psychoanalytischen Aspekten zu analysieren und war fasziniert von der Bohème-Vergangenheit des Literaturwissenschaftlers, der einst mit Djuna Barnes und Hart Crane zusammengelebt hatte.[5] Früh entwickelte sie eine Leidenschaft für deutschsprachige Literatur; im Dezember 1949 besuchte sie zusammen mit zwei Kommilitonen Thomas Mann in seinem kalifornischen Exil.[6] Das Gespräch mit dem von ihr verehrten Autor des Zauberberg verlief offenbar uninspiriert, die Erinnerung erfüllte Sontag noch Jahrzehnte danach mit Scham. Trotzdem blieb sie seinem Werk bis zu ihrem Tod verbunden.[7]

An der University of Chicago lernte die damals 17-jährige 1950 den elf Jahre älteren Soziologie-Dozenten Philip Rieff kennen. Die beiden heirateten zwei Wochen nach dem ersten Rendezvous. Als Rieff 1952 an die Brandeis University berufen wurde, zogen Sontag und Rieff nach Boston. Dort studierte Sontag, obwohl schon hochschwanger, an der University of Connecticut Englische Literatur. Nach einem halben Jahr wechselte sie an die Harvard University, um dort Philosophie zu studieren. Die katholische Kinderfrau Rose McNulty, die sich knapp zwanzig Jahre zuvor im Auftrag ihrer Mutter um die kleine Susan gekümmert hatte, betreute währenddessen den neugeborenen Sohn David.[8]

Sontag arbeitete neben ihrem Studium als wissenschaftliche Mitarbeiterin für ihren Mann. Sie gilt als Co-Autorin von Rieffs Hauptwerk Freud: The Mind of the Moralist, einer Studie über den Einfluss von Sigmund Freud auf die moderne Kultur.[9]

In Harvard studierte sie u. a. bei Jacob Taubes und freundete sich eng mit dessen ebenfalls sehr jungen Frau Susan Taubes an. Wie Sontag konnte Taubes mit dem vorherrschenden konservativen Gesellschaftsbild wenig anfangen.[10]

Nach dem Tod seiner Frau 1954 lebte der deutsche Philosoph und Soziologe Herbert Marcuse für ein Jahr im Haushalt von Sontag und Rieff.[11]

Sontag schloss ihr Philosophiestudium in Harvard 1957 mit dem Magister ab. Sie bewarb sich für ein Stipendium, um ihre Studien im akademischen Jahr 1957–1958[12] an der Oxford University weiterzuführen. Auf Empfehlung von Paul Tillich, dessen Seminar über Klassische Deutsche Philosophie sie besucht hatte, erhielt sie das Stipendium. Während ihr Mann Professor in Stanford wurde und Sohn David von den Großeltern väterlicherseits betreut wurde, zog Sontag 1958 nach England, um an einer Dissertation über die „metaphysischen Voraussetzungen von Ethik“ zu schreiben.[13]

Bereits wenige Monate später verließ Sontag Oxford und zog weiter nach Paris, das sie schon von einer Reise als 18-jährige zusammen mit Philipp Rieff kannte. Sie bezog eine kleine Mansardenwohnung in der Rue Jacob[14] im Stadtteil Saint-Germain-des-Prés, um in den Bibliotheken der Stadt und an der Sorbonne für ihre Dissertation zu recherchieren. In ihrer Freizeit entdeckte sie das Leben der Pariser Bohème für sich: Sie besuchte zusammen mit Freunden Cafés, Bars und Parties, sah sich oft mehrmals am Tag Filme in der Cinémathèque française oder in den Kinos des Quartier Latin an und pflegte eine turbulente Affäre mit der Autorin und Exil-Amerikanerin Harriet Sohmers. Sontag genoss das anonyme Leben in der Großstadt, erlebte sexuelle Abenteuer und lernte intellektuelle Ikonen wie Allen Ginsberg und Jean-Paul Sartre kennen. Sie entwickelte eine ausgeprägte Franko- und Cinephilie, die sie den Rest ihres Lebens begleiten sollte.

Sofort nach ihrer Rückkehr in die USA teilte sie Philipp Rieff mit, dass sie sich von ihm trennen werde. Noch 1958 ließen sich Sontag und Rieff scheiden. Im März 1959 zog Sontag mit ihrem kleinen Sohn David alleine nach New York. Sie verzichtete auf Unterhaltsansprüche Rieff gegenüber und überließ ihm die alleinigen Autorenrechte an „Freud: The Mind of the Moralist“, an dem sie mitgearbeitet hatte.[15]

In New York fand Sontag zunächst eine Anstellung als Redakteurin bei der Zeitschrift Commentary und zog mit ihrem Sohn in eine Zweizimmerwohnung in der West End Avenue 350[16] an der Upper West Side. Wenige Monate später kündigte sie die ungeliebte Stelle, um im Herbst 1959 zwei Lehraufträge am City College of New York und am Sarah Lawrence College anzunehmen. Schließlich bot Jacob Taubes Sontag eine Stelle als Dozentin für Religionsphilosophie an der Columbia University an. Neben dieser Tätigkeit, die ihr eigentlich ermöglichen sollte, ihre Dissertation zu beenden, begann Sontag, Literaturkritiken für die Studentenzeitung The Columbia Daily Spectator zu verfassen. Daneben kümmerte sie sich als Alleinerziehende um ihren kleinen Sohn, den sie mangels Babysitter abends einfach zu Parties mitnahm.[17]

In New York lernte Sontag u. a. Hannah Arendt kennen, die sie als intellektuelles Vorbild bewunderte. Beide schrieben für die Partisan Review.[18]

Von 1988 bis zu ihrem Tod lebte sie mit der Fotografin Annie Leibovitz zusammen.

Susan Sontags Grab auf dem Cimetière Montparnasse

Susan Sontag wohnte im New Yorker Stadtteil Chelsea. Als öffentlich stark wahrgenommene Intellektuelle war sie u. a. im New York Institute for the Humanities aktiv, zu dessen Mitgliedern sie gehörte. Sie trat als scharfe Kritikerin der Regierung Bush jr., insbesondere des Irakkriegs, in Erscheinung. Neben Mary McCarthy und Joan Didion galt sie als die US-amerikanische femme de lettres.

Sontag starb Ende 2004 im Alter von 71 Jahren in New York an Leukämie und wurde auf dem Cimetière Montparnasse in Paris beigesetzt. Über ihre letzten Tage schrieb ihr Sohn, der Journalist und Autor David Rieff, das Buch Tod einer Untröstlichen, das 2009 im Carl Hanser Verlag erschien.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essays[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Große Beachtung fanden ihre kunst- und kulturkritischen Essays. Insbesondere zwei fototheoretische Auseinandersetzungen, in denen sich Sontag mit ästhetischen und moralischen Aspekten der Fotografie befasste, gehören zu ihren wichtigsten Texten. In der Essaysammlung Über Fotografie analysiert Sontag das Verhalten der Menschen angesichts der modernen Bilderflut. Eine der zentralen Thesen des Buches lautet, dass das Fotografieren seinem Wesen nach ein „Akt der Nicht-Einmischung“ (S. 17) sei. Diese Nicht-Einmischung sieht Sontag im Bereich des Fotojournalismus als paradigmatisch an. Insgesamt bewirke die moderne Bilderflut eine Abstumpfung der Menschen, so Sontag.

Die These der Abstumpfung wird im Essay Das Leiden anderer betrachten dahingehend revidiert, dass die Fotografie die Vermittlung von Leiden zwar nicht verunmögliche, jedoch diese Funktion nicht alleine übernehmen kann. Sontag zufolge setzt eine solche Vermittlung politisches Wissen und ein moralisches Wertesystem für die Analyse voraus. Um dies aufzuzeigen, widmet sich Sontag in einer eingehenden „Ikonografie des Leidens“, vom Mittelalter bis hin zur Kriegsfotografie, wobei Robert Capas ikonische Fotografie eines im Spanischen Bürgerkrieg gefallenen Soldaten, aufgenommen in dem Moment, in dem ihn die tödliche Kugel traf, eines der Schlüsselwerke des Essays bildet.

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umstritten war ihre Haltung zum Werk Hans-Jürgen Syberbergs, dessen Film Hitler, ein Film aus Deutschland (1977) sie gelobt hatte. In verschiedenen Bereichen war sie auch für Theater und Film tätig. 1993 inszenierte sie während des Bosnienkrieges in Sarajevo das Theaterstück Warten auf Godot von Samuel Beckett.

Großen Widerspruch erfuhr ihre Einschätzung, die „weiße Rasse“ sei der „Krebs der Menschheitsgeschichte“ und Amerika sei „auf Völkermord gegründet“,[19] doch am öffentlichsten war die Empörung, als sie die Terroranschläge am 11. September 2001 zur Folge der Supermachtspolitik der USA erklärte.[19][20][21]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Passage Susan Sontag 19. Arrondissement, Paris
Susan Sontag Platz in Sarajevo

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prosa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Benefactor (1963, deutscher Titel Der Wohltäter, übers. v. Louise Eisler-Fischer, Rowohlt, Reinbek 1966, ISBN 3-596-11414-4)
  • Death Kit (1967, deutscher Titel Todesstation, übers. v. Jörg Trobitius, Hanser, München 1985, ISBN 3-446-13128-0)
  • I, etcetera (1978, deutscher Titel Ich, etc., Erzählungen, übers. v. Marianne Frisch, Hanser 1979, ISBN 3-446-12826-3)
  • The Vulcano Lover (1989, dt. Der Liebhaber des Vulkans, übers. v. Isabell Lorenz, Hanser, München 1993, ISBN 3-446-16017-5)
  • In America (2000, deutscher Titel In Amerika, übers. v. Eike Schönfeld, Hanser, München 2002, ISBN 3-446-20091-6)

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alice in Bed, deutsch: Alice im Bett, Stück in acht Szenen, übers. v. Wolfgang Wiens, Verlag der Autoren, Frankfurt/M. 1991, ISBN 3-88661-123-X
  • Baby, deutsch: Baby, übers. v. Harry Rowohlt, Verlag der Autoren, Frankfurt/M., Theatertexte 2012, U: Thalia Theater Hamburg 1994
  • Lady from the Sea, deutsch: Die Frau vom Meer, übers. v. Renate u. Wolfgang Wiens, Theatertexte 2012, U: Teatro Communale Ferrara 1998; DE: Deutsches Theater Berlin 2003
  • The Way We Live Now. Illustrationen Howard Hodgkin. New York : Farrar, Straus, Giroux, 1991. Text zuerst im New Yorker, 1986 (deutsch So leben wir jetzt, übers. v. Karin Graf, Parkett/Der Alltag, Zürich, Frankfurt/M. 1991, ISBN 978-3-907509-16-6)

Essays, Essaysammlungen und andere Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine Liste der einzelnen Essays siehe: Susan Sontag/Essays und theoretische Schriften

Erstes Cover von Against Interpretation, 1966

Buchveröffentlichungen einzelner Essays[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The way we live now, 1991
  • Notes on „Camp“, 1964[24]
  • Trip to Hanoi, 1969 (deutsch Reise nach Hanoi, übers. v. Anne Uhde, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 1969.)
  • On Photography 1977, (deutsch Über Fotografie, übers. v. Mark W. Rien u. Gertrud Baruch, Hanser, München 1978, ISBN 978-3-446-12428-8)
  • Illness as Metaphor, 1978 (deutsch Krankheit als Metapher, übers. v. Karin Kersten u. Caroline Neubaur, Hanser, München 1978, ISBN 978-3-446-12630-5)
  • Aids and Its Metaphors, 1989 (deutsch Aids und seine Metaphern, übers. v. Holger Fliessbach, Hanser, München 1989, ISBN 978-3-446-15403-2; wieder in: Krankheit als Metapher. Fischer Taschenbuch, Frankfurt 2003, ISBN 978-3-596-16243-7)
  • Regarding the Pain of Others, 2003 (deutsch Das Leiden anderer betrachten, übers. v. Reinhard Kaiser, Hanser, München 2003, ISBN 3-446-20396-6 – Essay über die Kriegsfotografie, in dem Sontag teilweise die Aussagen ihres früheren Essays On Photography revidiert)

Sammelbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teilweise deckungsgleich mit: Kunst und Antikunst. Essays. Rowohlt, Reinbek 1968 (deutsch von Mark W. Rien).
Deutsch: Gesten radikalen Willens. S. Fischer, Frankfurt 2011, ISBN 978-3-596-18945-8 (deutsch von Jörg Trobitius).

Sonstige kleinere Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobiografisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie und Drehbuch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1969: Duett för kannibaler (Duet for Cannibals)
  • 1971: Zwillinge (Brother Carl)
  • 1974: Promised Lands
  • 1983: Unguided Tour AKA Letter from Venice

Dokumentarfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1966: Galaxy
  • 1979: Town Bloody Hall
  • 1983: Zelig (Interview)
  • 1984: Mauvaise conduite
  • 1987: Do Not Enter: The Visa War Against Ideas
  • 1991: Joseph Cornell: Worlds in a Box
  • 2003: Die Liebhaberin des Vulkans – Mit Susan Sontag in New York
  • 2003: Campus, le magazine de l'écrit
  • 2006: Absolute Wilson
  • 2011: Susan Sontag. Denkerin und Diva / Une diva engagée / The glamour of seriousness (Regie: Birgitta Ashoff)[26]
  • 2014: Regarding Susan Sontag (Regisseurin: Nancy Kates)

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1965: Monitor – (Folge: Always on Sunday) und (Folge: Cheese! Or What Really Did Happen in Andy Warhol's Studio) (TV-Serie)
  • 1972: Vive le cinéma – Episode vom 15. Oktober 1972 (TV-Serie)
  • 1984: Àngel Casas Show – (Episode 124) (TV-Serie)
  • 1989: The Poet Remembers (Spielfilm)
  • 1989: Everyman – Just an Illness (TV-Serie)
  • 2002: Negro sobre blanco – (Episode vom 8. Dezember 2002) (TV-Serie)
  • 2003: Alexandria – (Episode vom 11. November 2003) (TV-Serie)

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Susan Sontags zehntem Todestag veranstalteten im November 2014 die Münchner Kammerspiele in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München, dem Bayerischen Rundfunk und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München ein Symposium mit dem Titel Radikales Denken. Zur Aktualität Susan Sontags.[27], das Sontags Aktualität zeigt:

„Der ehemalige Hanser-Verleger Michael Krüger, die Literaturwissenschaftlerin Elisabeth Bronfen, der Autor Thomas Meinecke, die Philosophin Juliane Rebentisch, die Publizistin Carolin Emcke oder der Popliteratur-Forscher Eckhard Schumacher loten ein bemerkenswert weites, ungebrochen fruchtbares intellektuelles Feld aus.[28]

Jens-Christian Rabe

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gero von Boehm: Susan Sontag. 12. Mai 1989. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 201–209.
  • Anna-Lisa Dieter, Silvia Tiedtke (Hrsg.): Radikales Denken. Zur Aktualität Susan Sontags. Diaphanes, Zürich 2017, ISBN 978-3-03734-929-8.
  • Jan Engelmann, Richard Faber, Christine Holste (Hrsg.): Leidenschaft der Vernunft. Die öffentliche Intellektuelle Susan Sontag. Königshausen & Neumann, Würzburg 2009, ISBN 978-3-8260-4325-3.
  • Stephan Isernhagen: Susan Sontag. Die frühen New Yorker Jahre. Tübingen 2016, ISBN 978-3-16-153936-7.
  • Michael Krüger, interviewt von Petra Hallmayer: Denken als Lust. Michael Krüger eröffnet das Susan-Sontag-Symposion. Ein Gespräch mit dem Verleger über die große Essayistin. In: Süddeutsche Zeitung, Nr. 272, 26. November 2014, ISSN 0174-4917, S. R20.
  • Benjamin Moser: Sontag. Her life and work. HarperCollins, London 2019, ISBN 978-1-9826-8865-3. Rezension von Johana Hedva: Sie, etc. Zu Benjamin Mosers Susan-Sontag-Biografie. In: Merkur, Heft 851, April 2020, S. 5–21.
  • Sigrid Nunez: Sempre Susan. Erinnerungen an Susan Sontag. Aus dem Amerikanischen von Anette Grube. Aufbau-Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-35-103849-6.
  • David Rieff: Swimming in a Sea of Death. A Son’s Memoir. Simon & Schuster, 2008, ISBN 978-0743299473.[29][30]
    • dt.: Tod einer Untröstlichen. Die letzten Tage von Susan Sontag. Übersetzt von Reinhard Kaiser. Carl Hanser, München 2009, ISBN 978-3-446-23276-1.
  • Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. (Biographie) Aufbau, Berlin 2007, ISBN 978-3-351-02649-3.[31]
  • Kai Sina: Susan Sontag und Thomas Mann. Wallstein, Göttingen 2017.
  • Tanja Zimmermann: Ein Kriegsfoto aus Bosnien. Beglaubigungen und Verweigerungen durch Ron Haviv, Susan Sontag und Jean-Luc Godard. In: Zwischen Apokalypse und Alltag. Kriegsnarrative des 20. und 21. Jahrhunderts. Hrsg. von Natalia Borissova, Susi K. Frank, Andreas Kraft. Transkript, Bielefeld 2009, ISBN 3837610454, S. 237–262.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Susan Sontag – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Kleine-Brockhoff: Die Revisionistin.. In: Die Zeit, 26. Juni 2003.
  2. Carl Rollyson, Lisa Paddock: Chapter One: Susan Sontag. The Making of an Icon. In: The New York Times. 2000, abgerufen am 31. März 2022.
  3. a b c Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Erinnerungen an eine sogenannte Kindheit, S. 10–26.
  4. a b c Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Die Erfindung Susan Sontags, S. 27–36.
  5. Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Erinnerungen an eine sogenannte Kindheit, S. 41 f.
  6. Kai Sina: Susan Sontag und Thomas Mann. Wallstein, Göttingen 2017.
  7. Kai Sina: Susan Sontag und Thomas Mann: Vielleicht war da auch gar kein Hund. In: faz.net. ISSN 0174-4909 (faz.net).
  8. Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Erinnerungen an eine sogenannte Kindheit, S. 37–52.
  9. Susan Sontag and the Unholy Practice of Biography. In: The New Yorker. 11. September 2019, abgerufen am 24. Mai 2022 (amerikanisches Englisch).
  10. Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Erinnerungen an eine sogenannte Kindheit, S. 47 f.
  11. Susan Sontag Bio. In: Herbert Marcuse – Scholars and activists. Abgerufen am 17. Juni 2022 (englisch).
  12. Jerome Boyd Maunsell: Susan Sontag. In: Critical Lives. Reaktion Books Ltd, London 2014, ISBN 978-1-78023-288-1, S. 35.
  13. Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Erinnerungen an eine sogenannte Kindheit, S. 52.
  14. Jerome Boyd Maunsell: Susan Sontag. In: Critical Lives. Reaktion Books Ltd, London 2014, ISBN 978-1-78023-288-1, S. 39.
  15. Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Erinnerungen an eine sogenannte Kindheit, S. 37–67, 318.
  16. Jerome Boyd Maunsell: Susan Sontag. In: Critical Lives. Reaktion Books Ltd, London 2014, ISBN 978-1-78023-288-1, S. 46.
  17. Daniel Schreiber: Susan Sontag. Geist und Glamour. 2. Auflage. Aufbau, Berlin 2010, ISBN 978-3-7466-2519-5, Im Nexus New York (1959–1963), S. 66–87.
  18. Kai Sina: Susan Sontag und Hannah Arendt: Worin unsre Stärke besteht. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. Dezember 2021, abgerufen am 17. Juni 2022.
  19. a b US-Autorin Susan Sontag gestorben, Deutsche Welle, 28. Dezember 2004, abgerufen am 18. März 2020
  20. Susan Sontag: Grande Dame und Enfant terrible der US-Literatur, 12.10.03, abgerufen am 18. März 2020
  21. „Die Wahrheit ist, dass Mozart, Pascal, Boolesche Algebra, Shakespeare, parlamentarische Regierung, Barockkirchen, Newton, die Emanzipation von Frauen, Kant, Marx und die Ballette Balanchine nicht wieder gut machen, was diese besondere Zivilisation auf die Welt gebracht hat. Die weiße Rasse ist der Krebs der Menschheitsgeschichte.“ Susan Sontag, Partisan Review, Winter 1967, p. 57; Notes on Susan, The New York Review of Books, Eliot Weinberger, 2007
  22. Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In: friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de (PDF).
  23. FENA Agencija: Susan Sontag dobila svoj trg u Sarajevu (Bosnian) Oslobodjenje.ba. 14. Januar 2010. Abgerufen am 21. August 2011.
  24. Notes On "Camp" In: interglacial.com (englisch)
  25. Annette Brüggemann: Der ununterbrochene Dialog. In: Deutschlandfunk, 20. März 2008.
  26. Inhaltsangabe der Dokumentation (Memento vom 18. Mai 2011 im Internet Archive) bei arte.tv. Abgerufen am 24. August 2013.
  27. Programm des Symposiums (Memento vom 6. Januar 2015 im Internet Archive), abgerufen am 2. Dezember 2014.
  28. Jens-Christian Rabe: Bill Haley und die Bakchen. Zwischen Essay und Uni: Die Tagung „Radikales Denken – Zur Aktualität Susan Sontags“ in den Münchner Kammerspielen., in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 276, 1. Dezember 2014, ISSN 0174-4917, S. 14.
  29. Uwe Wittstock: Das öffentliche Sterben der Susan Sontag. Rezension in Die Welt, 5. Februar 2008.
  30. Das öffentliche Sterben der Susan Sontag, erstes Kapitel.
  31. Ursula März: Kultfigur der Literaturszene. In: Deutschlandradio Kultur, 16. Januar 2008.