Bellamy Brothers

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Die Bellamy Brothers (2013)

Die Bellamy Brothers sind ein US-amerikanisches Countryduo, bestehend aus den Brüdern Howard (* 2. Februar 1946 in Darby, Florida) und David Bellamy (* 16. September 1950 in Darby, Florida).

Erste Schritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

David und Howard Bellamy verbrachten ihre Kindheit in Florida auf der Farm ihrer Eltern. Bereits früh nahmen sie musikalische Impulse aus zahlreichen Stilrichtungen auf. Sie erlernten verschiedene Instrumente und sammelten in mehreren Bands Erfahrungen. 1968 gründeten sie die Pop-Gruppe Jericho, die drei Jahre Bestand hatte. Die Brüder konzentrierten sich anschließend zunächst auf das Schreiben von Songs. 1973 nahm Jim Stafford den von David Bellamy geschriebenen Titel Spiders and Snakes auf. Die Single verkaufte sich mehr als drei Millionen Mal und verschaffte ihnen ein solides finanzielles Polster.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach diesem ersten Erfolg zogen die Bellamy Brothers 1973 nach Los Angeles, wo sie zunächst als Session-Musiker arbeiteten. 1975 erhielten sie bei Curb Records einen Schallplattenvertrag. Die von David Bellamy besungene Single Nothin’ Heavy erreichte Platz 77 der Billboard Singles Charts.

Über den befreundeten Drummer der Begleitband Neil Diamonds erfuhren sie von einem Song, den ein Roady der Band geschrieben hatte: Let Your Love Flow.[1] Das Duo spielte damit 1976 eine Single ein und erzielte einen Blockbuster-Hit, der weltweit Spitzenpositionen in den Pop-Hitparaden erreichte. In Deutschland wurde außerdem die Version von Jürgen Drews Ein Bett im Kornfeld zum Hit und erreichte in den deutschen Singles-Charts Platz 1.[2] Ein anschließend produziertes Album gleichen Namens erreichte lediglich Platz 69 der US-LP-Charts und war das einzige Album des Duos, das sich überhaupt in den LP-Charts platzieren konnte.[3] Let Your Love Flow erreichte auch Platz 21 der Country-Charts.[4]

Die beiden Nachfolgesingles Hell Cat und Satin Sheets konnten in den USA nur Plätze im unteren Chartdrittel belegen,[5] in Europa hatten die Brüder jedoch größeren Erfolg mit ihren Titeln. So gelangen ihnen mit Satin Sheet (Platz 12) und Crossfire (Platz 17) 1976 bzw. 1977 zwei Top-20-Hits in Deutschland.[6]

Nach einem längeren Aufenthalt in Europa wurde Ende der 1970er Jahre ein leichter Stilwechsel in Richtung klassischer Country-Musik eingeleitet. 1979 erreichte die Single If I Said You Have A Beautiful Body Would You Hold It Against Me[7] Platz 1 der Country-Charts.[8] Im Popmusikbereich war der Song mit Platz 39 der letzte Erfolg der Bellamy Brothers in den US-Charts.[9]

Im Country-Musik-Bereich waren sie weiterhin erfolgreich, dort folgten weitere Top-Ten-Platzierungen in den Charts. 1980 gelangen mit Sugar Daddy und Dancin’ Cowboys erneut zwei Nummer-1-Hits.[10] Bis 1987 erreichten sie mit den folgenden Titeln Platz 1 der Country-Charts: Do You Love As Good As You Look (1981), For All The Wrong Reasons (1982), Redneck Girl (1982), When I’m Away from You (1983), I Need More of You (1985), Too Much Is Not Enough (1986) und Kids of the Baby Boom (1987).[11][12]

Ihre Erfolgssträhne hielt bis Ende der 1980er Jahre an. 1991 gründeten die Brüder ihr eigenes Label. Die Verkaufszahlen gingen deutlich zurück, aber die Bellamy Brothers blieben im Geschäft. Zwischen 1991 und 2000 arbeiteten sie zusammen mit Ralph Siegel, der ihnen wieder zu kleineren Charterfolgen in Deutschland verhalf.

2012 nahmen die Bellamy Brothers zusammen mit DJ Ötzi das Album Simply the Best auf. Auf diesem befindet sich unter anderem das Lied Like a Star, die englische Version von Ein Stern (… der deinen Namen trägt).

Ihr 2013 veröffentlichtes Album Bellamy Brothers & Friends war eine Zusammenarbeit mit Schweizer Künstlern wie Peter Reber (ex Peter, Sue & Marc) und Gölä.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen/-monate, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[13][14]Template:Charttabelle/Wartung/Monatsdaten
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen/Mo­nate, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK US US Coun­try Coun­try
1976 The Bellamy Brothers Featuring
„Let Your Love Flow“ (And Others)
Warner 56242 / Curb 2941
DE30
(4 Mt.)DE
UK21
Silber
Silber

(6 Wo.)UK
US69
(12 Wo.)US
Erstveröffentlichung: Mai 1976
Produzenten: Phil Gernhard, Tony Scotti
1979 The Two and Only
Warner/Curb 3347
Coun­try9
(25 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Juli 1979
Produzent: Michael Lloyd
1980 You Can Get Crazy
Warner/Curb 3408
Coun­try9
(31 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Februar 1980
Produzent: Michael Lloyd
Sons of the Sun
Warner/Curb 3491
Coun­try18
(31 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: November 1980
Produzent: Michael Lloyd
1982 When We Were Boys
Elektra/Curb 60099
Coun­try15
(24 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: April 1982
Produzenten: David Bellamy, Howard Bellamy, Jimmy Bowen
Strong Weakness
Elektra/Curb 60210
Coun­try17
(52 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Dezember 1982
Produzenten: David Bellamy, Howard Bellamy
1984 Restless
MCA/Curb 5489
Coun­try22
(48 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Juni 1984
Produzenten: David Bellamy, Howard Bellamy, Steve Klein
1985 Howard & David
MCA/Curb 5586
Coun­try10
(52 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Juli 1985
Produzenten: Emory Gordy, Jr., Jimmy Bowen
1987 Country Rap
MCA/Curb 5721
Coun­try21
(23 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Februar 1987
Produzent: Emory Gordy, Jr.
Crazy from the Heart
MCA/Curb 42039
Coun­try50
(22 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: November 1987
Produzent: Emory Gordy, Jr.
1988 Rebels Without a Clue
MCA/Curb 42224
Coun­try45
(21 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: Oktober 1988
Produzenten: Jimmy Bowen, James Stroud
1990 Reality Check
MCA/Curb 42340
Coun­try71
(1 Wo.)Coun­try
Erstveröffentlichung: September 1990
Produzent: Emory Gordy, Jr.
2010 The Greatest Hits Sessions
274 514
CH1
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(29 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 27. August 2010
mit Gölä
2012 Simply the Best
Polydor 279 746
DE38
(4 Wo.)DE
AT3
(16 Wo.)AT
CH31
(7 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 23. März 2012
mit DJ Ötzi
2013 Bellamy Brothers & Friends
Sabam 373 208
CH5
(14 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 24. Mai 2013
2014 Mermaid Cowgirl
Universal 379 976
CH6
(15 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 26. September 2014
mit Gölä

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. US-Katalognummer Warner/Curb 8169
  2. Ehnert, Günter (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956-1980. Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 65
  3. Whitburn, Joel: Top Pop Albums 1955-1996. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1996, S. 72
  4. https://www.allmusic.com/artist/mn0000037026
  5. Hell Cat, Katalognummer Warner/Curb 8220, erreichte Platz 70, Satin Sheets, Katalognummer Warner/Curb 8248, Platz 73
  6. Ehnert, Günter (Hrsg.): Hit Bilanz. Deutsche Chart Singles 1956-1980. Hamburg: Taurus Press, 1990, S. 26
  7. US-Katalognummer Warner/Curb 8790; GB-Katalognummer: Warner Bros. 49241
  8. Nähere Informationen zu dem Song siehe Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York City / New York: Billboard Books; London:Guinness Publishing Ltd., 1991, S. 233s
  9. Whitburn, Joel: Top Pop Singles 1955-1993. Menomonee Falls, Wisconsin: Record Research Ltd., 1994, S. 42
  10. Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York City, New York: Billboard Books; London: Guinness Publishing Ltd., 1991, S. 253f und 263f
  11. Der Titel Kids of the Baby Boom erreichte in den Airplay-Charts Platz 1, in den Verkaufscharts landete der Titel lediglich auf Platz 7. Whitburn, Joel: The Billboard Book Of Top 40 Hits. 7. überarbeitete und erweiterte Auflage, New York City, New York: Billboard Books, 2005, S. 43
  12. Zu allen Nummer-eins-Hits, siehe Roland, Tom: The Billboard Book Of Number One Country Hits. New York City, New York: Billboard Books; London: Guinness Publishing Ltd., 1991, S. 282, S. 321f, S. 338, 347f, S. 416, S. 473f und S. 484f
  13. Chartquellen: DE AT CH UK Billboard Hot 100 Billboard 200
  14. Joel Whitburn: Hot Country Albums 1964–2007, ISBN 0-89820-173-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]