Berliner Christopher Street Day

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Der Berliner Christopher Street Day (auch CSD Berlin) ist eine in Berlin jährlich durchgeführte Parade für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgendern.

Der CSD Berlin ist einer der größten Straßenumzüge in Berlin und gilt als einer der größten seiner Art in Europa.

Seit 2013 hat der CSD Berlin wieder eine feste Route. Diese startet an der Ecke Kurfürstendamm/Joachimsthaler Straße. Von dort führt die etwa 5,2 Kilometer lange Paradestrecke über den Breitscheidplatz und den Wittenbergplatz zum Nollendorfplatz wo sie links in Richtung Lützowplatz abknickt. Daran anschließend geht es weiter über die Klingelhöferstraße und die Hofjägerallee vorbei an der Siegessäule und über die Straße des 17. Juni zum Brandenburger Tor, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Berliner CSD fand am 30. Juni 1979 in West-Berlin mit dem Motto „Gay Pride“ statt. 400 Personen nahmen daran teil. Parallel hierzu marschierte von 1998 bis 2016 der Transgeniale CSD. Um das Ereignis herum findet in der Pride Week auch das Lesbisch-schwule Stadtfest und die Gay Night at the Zoo[1] im Zoologischen Garten statt.

Mottos und Teilnehmerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Anfangsjahren war der Berliner CSD eine relativ kleine Veranstaltung. Von 400 Teilnehmern im Jahr 1979 wuchs die Zahl in den 1980er Jahren langsam auf 5.000 Personen (1989) an. Erst ab Mitte der 1990er Jahre gab sich der Berliner CSD jährlich ein Leitmotto.

Die Teilnehmerzahlen und Mottos ab 1990:[2]

Jahr Teilnehmer Wagen Motto
1990 15.000  ?
1991 10.000  ?
1992 25.000  ?
1993 30.000  ? Vielfalt und Schwesterlichkeit, Solidarität über alle Grenzen
1994 35.000  ? We are familiy!
1995 40.000  ?
1996 50.000 60 Kein dezidiertes Motto, lief nur unter „CSD ’96“
1997 120.000  ? Andersrum muss gerechnet werden
1998 300.000  ? Für eine andere Politik – wir fordern gleiche Rechte
1999 350.000 78 Dreißig Jahre Stonewall
2000 500.000 81 Unsere Vielfalt zieht an
2001 500.000 89 Berlin stellt sich qu(e)er gegen rechts
2002 550.000 89 Wir machen Berlin anders! Weltoffen, tolerant queer!
2003 600.000 59 Akzeptanz statt Toleranz
2004 450.000 71 Homokulturell – Multisexuell – Heterogen!
2005 400.000 58 Unser Europa gestalten wir!
2006 450.000 52 Verschiedenheit und Recht und Freiheit
2007 450.000 66 Vielfalt sucht Arbeit
2008 500.000 48 Hass du was dagegen?
2009 550.000 51 Stück für Stück ins Homo-Glück – Alle Rechte für alle!
2010 600.000 52 Normal ist anders!
2011 700.000 52 Fairplay für Vielfalt!
2012 700.000 46 Wissen schafft Akzeptanz
2013 750.000 50 Schluss mit Sonntagsreden! Demonstrieren! Wählen! Verändern!
2014 500.000 29 LGBTI[3]-Rechte sind Menschenrechte
2015 750.000[4] 55[5] Wir sind alle anders. Wir sind alle gleich.
2016 500.000[6] 51[7] Danke für nix
2017 750.000 (erwartet) 58[8] Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berliner Christopher Street Day – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Christopher Street Day – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Gay Night at the Zoo. Abgerufen am 21. Juli 2017.
  2. Statistik des CSD e. V. Abgerufen am 23. Juli 2017 (PDF).
  3. LGBTI = Lesbian, Gay, Bisexual, Transexuell/Transgender und Intersexual
  4. Rückblick: CSD Berlin 2015. In: csd-berlin.de. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  5. Wagen & Gruppen beim CSD 2015. In: csd-berlin.de. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  6. Die „Jetzt erst recht“!-Parade. In: tagesspiegel.de. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  7. Wagen und Gruppen 2016. In: csd-berlin.de. Abgerufen am 23. Juli 2017.
  8. Alle Fragen und Antworten zum Christopher Street Day 2017. In: morgenpost.de. Abgerufen am 23. Juli 2017.