Bernd Dobermann

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Bernd Dobermann (* 9. August 1944) war Fußballspieler, der 84 Spiele in der DDR-Oberliga für Chemie Leipzig und Vorwärts Frankfurt absolvierte. Er wurde zweimal in der Fußballnationalmannschaft der DDR eingesetzt.

Von den vielen Stationen in der Fußballkarriere von Bernd Dobermann stand die BSG Medizin Leipzig am Anfang. Dort erhielt er seine erste Ausbildung zum Fußballspieler, ehe er 1962 mit 18 Jahren zum Oberligisten SC Lokomotive Leipzig wechselte. Dort spielte er ein Jahr lang bei den Junioren und in der Reservemannschaft. Anschließend meldete sich Dobermann bei der BSG Lok Ost Leipzig an, mit der er von 1963 bis 1966 in der drittklassigen Bezirksliga Leipzig spielte. Die BSG Aktivist Böhlen war Dobermanns nächste Station, wo er in der Saison 1966/67 im Aufgebot des DDR-Liga-Aufsteigers stand. Nach dem Abstieg der Böhlener ging Dobermann zurück nach Leipzig, wo er sich wieder seiner früheren Mannschaft anschloss, die sich inzwischen vom SC Lok zur BSG Chemie gewandelt hatte. Mit 23 Jahren platzte nun endlich der Knoten bei ihm, bereits in der ersten Saison erkämpfte er sich als Verteidiger einen Stammplatz in der Oberligamannschaft.

In der Folgezeit steigerte er seine Form in solcher Weise, dass DDR-Nationaltrainer Harald Seeger auf ihn aufmerksam wurde. Seeger suchte 1969 auf dem Weg zur Qualifikation zur Fußballweltmeisterschaft 1970 nach Alternativen zu seiner Stammelf und setzte den knapp 25-jährigen Dobermann in Vorbereitung auf die entscheidenden Qualifikationsspiele gegen Wales und Italien am 9. Juli 1969 in dem Länderspiel gegen Ägypten ein. Bei dem 7:0-Sieg spielte er auf seiner Stammposition als rechter Verteidiger. Auch nach der verpassten WM-Qualifikation versuchte es Seeger in seinem letzten Spiel als Nationaltrainer am 19. Dezember 1969 erneut gegen Ägypten noch einmal mit Dobermann. Nachdem anschließend Georg Buschner die Nationalmannschaft übernahm, wurde Dobermann nicht weiter berücksichtigt.

Im November 1970 wurde Dobermanns Oberligakarriere durch den Einzug zum Armeedienst unterbrochen. Er wurde nach Cottbus eingezogen, konnte aber bei der dortigen Armeesportgemeinschaft Vorwärts in der DDR-Liga weiter Fußball spielen. Dies tat er offensichtlich mit großem Erfolg, denn zu Beginn der Fußballsaison 1971/72 wurde Dobermann zum zentralen Armeeklub FC Vorwärts Frankfurt/Oder delegiert. Dort blieb er bis zum Ende der Spielzeit 1972/73 und absolvierte in dieser Zeit 21 Oberligaspiele.

Nach seiner Entlassung aus dem Armeedienst kehrte Dobermann erneut nach Leipzig zurück. Inzwischen 29 Jahre alt gab es für kein zurück mehr in die Oberliga, er schloss sich der BSG Rotation 1950 Leipzig an, die gerade in die DDR-Liga aufgestiegen war. Da die Mannschaft aber nach einem Jahr bereits wieder abstieg, verbrachte Dobermann den Rest seiner Fußball-Laufbahn in der drittklassigen Bezirksliga Leipzig. 1978 beendete Dobermann endgültig seine aktive Laufbahn. Für einige Jahre war er noch als Trainer tätig, so beim Nachwuchs von Chemie Leipzig und bei den unterklassigen Leipziger Mannschaften Stahl Südwest und SV 1910.

Leistungsnachweis[Bearbeiten]

  • Nachwuchs: bis 1963 (Medizin Leipzig, SC Lok Leipzig)
  • Bezirksliga: 1963–1966, 1973–1977 (Lok Ost Leipzig, Rotation 1950 Leipzig)
  • DDR-Liga: 1966/67, 1970/71 (Aktivist Böhlen, Vorwärts Cottbus)
  • DDR-Oberliga: 1967–1970, 1971–1973 (Chemie Leipzig, Vorwärts Frankfurt/O.)
  • DDR-Nationalmannschaft: 1969