Bernhard Martin (Künstler)

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Bernhard Martin (* 1966 in Hannover) ist ein deutscher zeitgenössischer Maler und Installationskünstler.[1][2]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin studierte 1983 bis 1989 an der Hochschule für Bildende Künste in Kassel bei Harry Kramer.

1999 war Martin Gastdozent (Visiting professor) an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg sowie 2006 an der École Supérieure des Beaux-Arts in Genf, Schweiz.

Das malerische Werk Martins verbindet in klassischer, oft altmeisterlicher Technik wie im freien Gestus unterschiedlichste Motive aus der massenmedialen Bildwelt zu neuen surrealen oder skurrilen Kompositionen. Er greift auf stilistische Elemente der Popkultur und Warenwelt ebenso zurück, wie auf künstlerische Vorbilder die er in Francis Bacon, Francis Picabia, Pablo Picasso oder Malern der Renaissance sieht. „Wie gesampelt wirken [...] die verschiedenen Ebenen in seinen Bildern. Mit einem Mix aus Stilen, Themen, High und Low, altmeisterlichem Duktus und Plakativität hat Martin wie nur wenige andere Künstler seiner Generation das Image der jungen Malerei in geprägt [...]“[3]

Bernhard Martin, der zuvor in Barcelona, Frankfurt am Main und Berlin lebte und arbeitete, bezog 2011 im Londoner Stadtbezirk Hackney ein Atelier. Der Ortswechsel war für ihn gleichzeitig mit einem Rückzug aus dem Kunstbetrieb und einer veränderten, konzentrierteren Bildsprache verbunden.[4]

Arbeiten des Künstlers befinden sich unter anderen in der Sammlung des Museum of Modern Art (MoMa), New York, oder der Sammlung Deutsche Bank.[5]

Auszeichnungen/Förderungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995 Ein Bad in der Menge, Galerie Siegfried Sander, Kassel
  • 2008 Gott und ich wir wissen’s schon, Galerie Thaddaeus Ropac, Salzburg, Österreich[6]
  • 2008 Thema verfehlt, Städtische Galerie Wolfsburg, Kunsthalle Lingen
  • 2009 Dogma freier Raum, Galerie Thomas Schulte, Berlin
  • 2011 Eissalon Bernhard Martin, Kunstraum Deutsche Bank, Salzburg, Österreich[7]
  • 2011 Bernhard Martin / Bell Cazzo – Vita Figa (Part One), Union Gallery, London, England[8]
  • 2012 Bernhard Martin / Bell Cazzo – Vita Figa (Part Two), Union Gallery, London, England
  • 2015: Bernhard Martin. Fred-Thieler-Preis 2015, Berlinische Galerie, Berlin

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kataloge
  • Camping – Camping. Klasse Martin, Volksbad Nürnberg, 14. – 24. Juni. Akademie der Bildenden Künste, Nürnberg 2000. (Katalog Michael Franz, Bernhard Martin).
  • Bernhard Martin, Softcore. Verlag für Moderne Kunst, Nürnberg 2001, ISBN 3-933096-64-2. (Anlässlich der Ausstellung Bernhard Martin, Softcore im Mannheimer Kunstverein vom 16. September bis 14. Oktober 2001).
  • Bernhard Martin – touch of charme. Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2005, ISBN 3-7757-1555-X (Anlässlich der Ausstellung Bernhard Martin, Villa Arson, Nice).
  • Bernhard Martin – Thema verfehlt. DuMont, Köln 2009, ISBN 978-3-8321-9184-9. (Anlässlich der Verleihung des Kunstpreises der Stadt Wolfsburg „Junge Stadt sieht junge Kunst“ 2008 und der Ausstellung „Thema verfehlt“ in der Städtischen Galerie Wolfsburg, Kunsthalle Kunstverein Lingen).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bernhard Martin. Künstlerprofil auf: Ropac.net. (Mit Bilderstrecke).
  2. Bernhard Martin. Künstlerprofil auf: Galeriethomasschulte.de. (Mit Bilderstrecke).
  3. Oliver Koerner von Gustorf und Achim Drucks: Malerei als Konstrukt - Das System Bernhard Martin. In: db-artmag.com - Deutsche Bank art works, anlässlich der Ausstellung in der Städtischen Galerie Wolfsburg 2008/2009
  4. Gesine Borchert: Atelierbesuch bei Bernhard Martin - Das öbszöne Werk. Auf: artnet com. (Mit Bilderstrecke).
  5. Sammlungsverzeichnis MoMa
  6. Ausstellungsinformation
  7. Ausstellungsinformation
  8. Ausstellungsinformation