Bernhard Weisser

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Bernhard Weisser auf der Tagung „Wikipedia trifft Altertum“ 2011 in Göttingen.

Bernhard Weisser (* 1964 in Göttingen) ist ein deutscher Numismatiker.

Bernhard Weisser legte 1984 sein Abitur am Max-Planck-Gymnasium Göttingen ab. Er studierte Klassische Archäologie, Alte Geschichte und Ur- und Frühgeschichte an der Universität Göttingen und ab 1987 an der Universität München. Ein Meta-Ptichiako-Stipendium führte ihn 1991 an die Universität Athen, die Teilnahme am Graduiertenkolleg Formierung und Selbstdarstellung städtischer Eliten im Römischen Reich für drei Jahre an die Universität Köln. Im Februar 1996 wurde er in München mit der Arbeit Die kaiserzeitliche Münzprägung von Pergamon promoviert. Es folgte 1996/97 das Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Seit April 1996 arbeitet er für das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin, zunächst als Kustos, seit Ende der Amtszeit von Bernd Kluge am 30. September 2014 kommissarisch als Leiter des Münzkabinetts und seit 1. Juni 2015 als neuer Direktor. Als Betreuer des antiken Sammlungsbestandes ist Weisser für mehr als 150.000 Münzen vom Beginn der Münzprägung im 7. Jh. v. Chr. bis in das 3. Jh. n. Chr. zuständig.

Nach zahlreichen Lehraufträgen seit 1996 lehrt Weisser seit 2009 als Honorarprofessor an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2000 bis 2010 leitete er als Sprecher den Freundeskreis Antike Münzen der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin. Seit 2009 ist er als Vertreter des Landes Berlin Mitglied in der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Im September 2010 wurde er zum Zweiten Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst gewählt, deren Vorsitzender er seit 2013 ist. Seit 2010 ist er Sprecher des Berliner Medailleurkreises.

Weisser ist Fachmann für die Antike Numismatik. Hier forscht er insbesondere zur Münzprägung der Römischen Provinzen und der Parther sowie zu den Fundmünzen von Priene und Milet. Seit 2005 leitet er zusammen mit Bernd Kluge die Web-Publikation der Bestände des Münzkabinetts in einem Interaktiven Katalog.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Renate Steigemann: Istanbul, Polyglott, München 1996 ISBN 3-493-62763-7 (Polyglott-Reiseführer, Band 763)
    • mehrere zum Teil überarbeitete Auflagen und Neuauflagen
  • mit Bernd Kluge (Hrsg.): XII. Internationaler Numismatischer Kongreß, Berlin 1997. Akten – Proceedings – Actes, Münzkabinett Berlin 2000 ISBN 3-7861-2373-X
  • Schatzkammer der antiken Münzkunst. Kurzführer durch die Ausstellung des Münzkabinetts im Pergamonmuseum, Münzkabinett, Berlin 2009 ISBN 978-3-88609-673-2
  • Herausgeber mit Alexa Küter: Kunst prägt Geld – Muse, Macht, Moneten. Eine Ausstellung des Münzkabinetts mit Leihgabe der Sammlung Haupt „Dreißig Silberlinge – Kunst und Geld“. (= Münzkabinett Berlin. Das Kabinett, Band 16), Battenberg, Regenstauf 2016, ISBN 978-3-86646-137-6.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]