Berufsverband Deutscher Tanzlehrer

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Berufsverband Deutscher Tanzlehrer
Gründung 5. Januar 1991
Ort Erftstadt
Präsident Hardy Hermann
Mitglieder 220 Tanzlehrer
Website Berufsverband Deutscher Tanzlehrer (BDT) e. V.

Der Berufsverband deutscher Tanzlehrer e. V. (BDT) wurde am 5. Januar 1991 als Alternative zum Allgemeinen Deutscher Tanzlehrerverband (ADTV) gegründet. Nach eigenen Angaben gehören dem Verband rund 150 Tanzschulen[1] und 220 Tanzlehrer aus Deutschland,[2] den Niederlanden, Österreich und Frankreich an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Vereinigung Deutscher Tanzschulen (VDT) in den ADTV integriert wurde und die Sezession moderner Tanzlehrer (SMT) sich dem BDT anschloss, existieren zurzeit nur noch der ADTV und der BDT. Der Berufsverband Deutscher Tanzlehrer bildet haupt- und nebenberuflich in dreijährigen Ausbildungsgängen Tanzlehrer für Gesellschaftstanz aus und unterstützt seine Mitglieder durch regelmäßige Fortbildungen.[1][3] Neben dem klassischen Gesellschaftstanz unterstützt und fördert der BDT ebenfalls intensiv die tänzerischen Bereiche Kindertanzen, Videoclip, Hip-Hop, Discofox sowie die Latino-Tänze. Hier sind einjährige Fachtanzlehrer-Ausbildungen möglich. Darüber hinaus bieten BDT-Tanzschulen regelmäßig Medaillen-Prüfungen für Tanzschüler an, bei denen sie das BDT-Tanzabzeichen in Bronze, Silber, Gold und Goldstar erwerben können. Im Jahr 2010 wurde der Schwesterverband Deutsche Tanzschulinhabervereinigung (DTIV) e.V. gegründet. Dieser Verband kümmert sich um die Belange der Tanzschulinhaber/innen aus unternehmerischer Sicht. Wesentlicher Bestandteil ist ein Pauschalvertrag mit der Gema.

Deutsches Amateur-Turnieramt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Laufe der Jahre kristallisierte sich im BDT vor allem das Interesse vieler Mitglieder heraus, außer dem üblichen Angebot von Grund- und Medaillenkursen von Bronze bis Goldstar und dem Erwerb des BDT-Tanzabzeichens ein vom Deutschen Tanzsportverband (DTV) unabhängiges Turnierangebot im Bereich der Standard- und lateinamerikanischen Tänze und Discofox zu schaffen. Die Mitgliederversammlung beschloss im April 1993 die Gründung des Deutschen Amateur Turnieramtes (DAT).[1]

Das Angebot umfasst sowohl Tanzschulturniere, einschließlich der Deutschen DAT Meisterschaften und der International Dance Masters in den Standard- und lateinamerikanischen Tänzen, als auch Videoclip-Dancing, Hip-Hop, Salsa und Discofox. Es gibt keine festen Leistungsklassen und dazugehörige Auf- und Abstiegsregelungen. Lediglich eine Einteilung in Hobby- und Sporttänzer wird vorgenommen. Zur Wertung der Sportturniere werden Amateurturniertänzer der S-Klasse des DTV und vom BDT ausgebildete Tanzlehrer eingesetzt. Bei den Hobbyturnieren werden auch sich in der Berufsausbildung befindliche Tanzlehrer ab bestandener 2. Zwischenprüfung eingesetzt.[4]

Seit 1997 gibt es auch DAT-Formationsturniere in den Standard- und lateinamerikanischen Tänzen, wobei bei den größten Wettbewerben schon bis zu 30 Formationen an den Start gingen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Über uns, Berufsverband Deutscher Tanzlehrer, abgerufen am 31.&bnsp;Oktober 2017.
  2. BDT-Tanzschulen in Deutschland, Berufsverband Deutscher Tanzlehrer, abgerufen am 31. Oktober 2017.
  3. Das Hobby zum Beruf machen, Berufsverband Deutscher Tanzlehrer e. V., abgerufen am 31. Oktober 2017.
  4. DAT-Turnierordnung (DAT-TO), Deutsches Amateur Turnieramt im Berufsverband Deutscher Tanzlehrer e. V. (PDF; 254 kB), abgerufen am 31. Oktober 2017.