Berylliumnitrat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Berylliumion 2 Nitration
Allgemeines
Name Berylliumnitrat
Andere Namen

Berylliumdinitrat

Summenformel Be(NO3)2
CAS-Nummer
  • 13597-99-4
  • 7787-55-5 (Trihydrat)
PubChem 26126
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 133,02 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,557 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

60 °C[2]

Siedepunkt

142 °C[2]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP)[4], ggf. erweitert[2]
03 – Brandfördernd 06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​301​‐​330​‐​315​‐​317​‐​319​‐​335​‐​350i​‐​372​‐​411
P: 260​‐​284​‐​305+351+338​‐​310 [5]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6] aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) [7]
Sehr giftig Umweltgefährlich
Sehr giftig Umwelt-
gefährlich
(T+) (N)
R- und S-Sätze R: 49​‐​25​‐​26​‐​36/37/38​‐​43​‐​48/23Vorlage:R-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze​‐​51/53
S: 45​‐​53​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Berylliumnitrat ist eine chemische Verbindung des Berylliums aus der Gruppe der Nitrate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berylliumnitrat kann durch Reaktion von Berylliumchlorid in einer Lösung von Ethylacetat mit Stickoxid gewonnen werden.[8]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berylliumnitrat ist ein in Wasser leicht löslicher Feststoff mit schwach ausgeprägter brandfördernder Wirkung.[2] Das kommerzielle Produkt wird als Lösung in Wasser oder Salpetersäure angeboten.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berylliumnitrat wird in Gas- und Acetylenlampen verwendet.[2]

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b webelements.com: Beryllium dinitrate.
  2. a b c d e f g Eintrag zu Berylliumnitrat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 1. Februar 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. C. L. Parsons: "The Chemistry and Literature of Beryllium", Chemical Publishing (1909), S. 37.
  4. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff beryllium compounds with the exception of aluminium beryllium silicates, and with those specified elsewhere in this Annex im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  5. a b Datenblatt Beryllium standard for AAS analytical standard, 1.0 g/L Be in nitric acid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Oktober 2016 (PDF).
  6. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  7. Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber dort mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Sammelbegriff „Berylliumverbindungen“; Eintrag aus der CLP-Verordnung zu Berylliumverbindungen in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 31. März 2009 (JavaScript erforderlich).
  8. Brauer, Georg - Handbuch Der Präparativen Anorganischen Chemie Band 2, S.897;ISBN 3-432-87813-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]