Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg

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Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg

Die Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg (deutsch National- und Universitätsbibliothek von Straßburg) in Straßburg ist mit über drei Millionen Medieneinheiten die zweitgrößte Sammlung Frankreichs nach der Bibliothèque nationale de France in Paris. Sie ist Pflichtexemplarsbibliothek für die Region Elsass und Universitätsbibliothek der Universität Straßburg.

Die Sondersammlungen, die seit 1872 neu aufgebaut wurden, umfassen rund 6900 Handschriften, davon etwa 700 aus dem Mittelalter[1], darunter Codices mit Schriften von Heinrich Seuse, Meister Eckhart und Johann Tauler. Unter den 2098 Inkunabeln finden sich Exemplare aus den Offizinen Straßburger Drucker wie Heinrich Eggestein, Mentelin und Grüninger.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Ex libris der Straßburger Universitätsbibliothek von 1871

Die Bibliothek wurde 1872 als Wiedergutmachung für die Zerstörung der Vorgängerbibliothek im Zuge der Kampfhandlungen des Deutsch-Französischen Kriegs in der früheren Dominikanerkirche neu begründet und von der damaligen deutschen Administration mit zahlreichen Buchbeständen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum dotiert. Das Gebäude wurde von 1889 bis 1894 nach Entwürfen der Architekten August Hartel und Skjøld Neckelmann am Kaiserplatz (heute Place de la République) im Stil des Historismus nach Vorbildern der italienischen Renaissance errichtet. Bis 1945 firmierte sie unter dem Namen „Universitäts- und Landesbibliothek Straßburg“ (Bibliothekssigel: 13). Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Intérieur des Gebäudes wurde von 1951 bis 1956 nach funktionalen Gesichtspunkten wiederaufgebaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Henri Dubled: Histoire de la Bibliothèque Nationale et Universitaire de Strasbourg. 2. Auflage, Straßburg 1973.
  • Volker Wittenauer: Die Bibliothekspolitik der Bibliothèque Nationale et Universitaire de Strasbourg, dargestellt am Projekt der Retrokonversion des Zettelkatalogs der deutschen Zeit (1870–1918). Heidelberg 2005. (online; enthält einen Abriss der Geschichte der Bibliothek)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Offizielle Website
  • Eintrag bei Calames (Catalogue en Ligne des Archives et des Manuscrits de l’Enseignement Supérieur) zu den Handschriften der Bibliothek

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Seite der Handschriftenabteilung
  2. Seite der Inkunabelabteilung

Koordinaten: 48° 35′ 14″ N, 7° 45′ 21″ O