Bilibino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Stadt
Bilibino
Билибино
Wappen
Wappen
Föderationskreis Ferner Osten
Region Autonomer Kreis der Tschuktschen
Rajon Bilibinski
Oberhaupt Swetlana Dmitrijewna Tolstaja
Gegründet 1955
Stadt seit 1993
Fläche 18 km²
Bevölkerung 5506 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 306 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 300 m
Zeitzone UTC+12
Telefonvorwahl (+7) 42738
Postleitzahl 689450
Kfz-Kennzeichen 87
OKATO 77 209 501
Geographische Lage
Koordinaten 68° 3′ N, 166° 27′ OKoordinaten: 68° 3′ 15″ N, 166° 27′ 0″ O
Bilibino (Russland)
Red pog.svg
Lage in Russland
Bilibino (Autonomer Kreis der Tschuktschen)
Red pog.svg
Lage im Autonomen Kreis der Tschuktschen
Liste der Städte in Russland
Luftaufnahme von Bilibino

Bilibino (russisch Били́бино) ist eine Kleinstadt im Autonomen Kreis der Tschuktschen im Nordosten Sibiriens. Sie hat 5506 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010[1], mit den Ortsteilen Krutoi und Keperweem) und liegt am Fluss Keperweem, 653 km nordwestlich der Oblasthauptstadt Anadyr.

Bilibino ist der Standort des Kernkraftwerkes Bilibino, welches weltweit das einzige Kernkraftwerk in einem Gebiet mit Permafrostboden ist. Das Kraftwerk wurde im Jahre 1974 in Betrieb genommen und besitzt vier Reaktoren mit einer Leistung von je 12 MW. Am Ort befindet sich eine Monitoring-Station des SDKM-Systems.

Die Landschaft um Bilibino ist die Übergangszone zwischen dem Nadelwald und der Tundra in den Tschuwanischen Bergen. Die Region und die Täler des Kleinen Anjui und des Keperweem wurden im 19. Jahrhundert von Russen und Jukagiren übersiedelt, nachdem dort seit etwa dem Jahr 1000 nur Tschuktschen lebten. Im 20. Jahrhundert wurde die Gegend industriell erschlossen, mehrere Minensiedlungen, darunter Bilibino, wurden gegründet. Der Rajon Bilibino verfügt praktisch über kein Straßennetz, lediglich der Hauptort selbst und die Nachbarorte Krutoi und Keperweem, wo es einen Flugplatz gibt, sind durch Allwetterpisten verbunden. Es gibt eine Winterpiste von Nischnekolymsk in Jakutien über Bilibino nach Pewek.

Der Ort ist nach dem Geologen Juri Bilibin benannt. Er wurde 1955 nach Goldfunden in der Region gegründet. 1958 bekam Bilibino den Status einer städtischen Siedlung, Stadt wurde es im Jahre 1993.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1959 635
1970 10.693
1979 12.711
1989 15.558
2002 6.181
2010 5.506

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Čislennostʹ naselenija gorodskich naselennych punktov, selʹskich naselennych punktov po Čukotskomu avtonomnomu okrugu. (Bevölkerungszahl der städtischen Ortschaften, der ländlichen Ortschaften im Autonomen Kreis der Tschuktschen.) Download von der Website des Territorialorgans Autonomer Kreis der Tschuktschen des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bilibino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien