Billy Dean

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Billy Dean (1998)

William Harold „Billy“ Dean Jr. (* 2. April 1962 in Quincy, Florida) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger und -Songschreiber, der in den 1990er Jahren eine Serie von Top-10-Hits hatte.

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Billy Dean spielte erstmals im Alter von acht Jahren in der Band seines Vaters. Als Jugendlicher hatte er Auftritte in Clubs der Golfküste. Dank ausgezeichneter Leistungen im Basketball erhielt er ein College-Stipendium. Sein eigentliches Interesse aber galt der Musik, und so brach er das Studium nach einem Jahr ab. Ein erster wichtiger Karriereschritt war 1982 das Erreichen des Finales eines landesweiten Talentwettbewerbs.

Wenig später zog er nach Nashville, wo er sich als Backup-Sänger, Songwriter und mit dem Einspielen von Werbejingles einige Jahre lang mühsam über Wasser hielt. Dann fand er Anstellung bei einem Musikverlag. 1988 führte der Gewinn des renommierten Star Search Talentwettbewerbs zu einem Schallplattenvertrag mit dem Liberty-Label. 1989 nahm Randy Travis Deans Komposition Somewhere in My Broken Heart für dessen Album No Holdin’ Back auf.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deans erstes Album Young Man wurde 1990 veröffentlicht. Es enthielt mehrere Eigenkompositionen. Zwei ausgekoppelte Singles konnten sich in der Country-Top-10 platzieren. Somewhere in My Broken Heart wurde von der Academy of Country Music als Song des Jahres ausgezeichnet. Außerdem wurde Billy Dean zum „Nachwuchssänger des Jahres“ gekürt, und es gab eine Grammy-Nominierung.

Sein zweites Album Billy Dean erschien 1991. Erneut wurden mehrere erfolgreiche Singles ausgekoppelt, darunter sein bekanntester Song Billy The Kid. Das Album erzielte hohe Verkaufszahlen und wurde vergoldet. Nach diesen Anfangserfolgen ging es in den nächsten Jahren leicht bergab. Nur noch wenige Singles konnten sich in der Top 10 platzieren. Seine Alben schnitten deutlich besser ab. Das 1993 erschienene Fire In The Dark erreichte Goldstatus ebenso wie sein Greatest Hits-Album und das Debüt-Album Young Man.[1]

Neben seinen musikalischen Aktivitäten arbeitete Dean auch als Schauspieler und wirkte in mehreren Fernsehfilmen mit. Seinen vorerst letzten großen Hit gelang ihm 1996 mit dem Song That Girl’s Been Spyin’ On Me, der Platz Fünf der Country-Charts erreichte. 1999 verlor er seinen Schallplattenvertrag. Im Mai 2000 sang er zusammen mit Alison Krauss die Harmoniestimmen bei Kenny Rogers’ Nummer-eins-Hit Buy Me a Rose.

Es dauerte sieben Jahre, bis er 2005 beim Curb-Label mit Let Them Be Little ein neues Album veröffentlichte.[2] Der Titelsong schaffte es nach langen Jahren der Abwesenheit erneut in die Top 10, war aber gleichzeitig auch sein letzter größerer Erfolg. Seit 2005 konnte sich Dean nicht mehr in den Country-Charts platzieren.[3]

Seit bislang letztes Studioalbum erschien 2012 mit dem Titel A Man of Good Fortune für das Indie-Label Rainman.[4]

Zu den Künstlern, die Deans Lieder aufnahmen, gehören die Oak Ridge Boys, Kenny Rogers, Joe Diffie, Chad Brock oder Ricky Skaggs.[5]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dean ist seit 2005 zum zweiten Mal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe hat er zwei Kinder.[6] In den 1990er Jahren hatte Dean eine Beziehung mit der Schauspielerin und Sängerin Crystal Bernard, mit der auch die Duette Have We Forgotten What Love Is und To Dream Without You aufnahm.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8][9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1990 Young Man US99
Gold
Gold

(26 Wo.)US
Coun­try12
(74 Wo.)Coun­try
1991 Billy Dean US88
Gold
Gold

(37 Wo.)US
Coun­try22
(90 Wo.)Coun­try
1993 Fire in the Dark US83
Gold
Gold

(16 Wo.)US
Coun­try14
(26 Wo.)Coun­try
1994 Men’ll Be Boys Coun­try51
(10 Wo.)Coun­try
1996 It’s What I Do US143
(5 Wo.)US
Coun­try18
(25 Wo.)Coun­try
1998 Real Man Coun­try41
(5 Wo.)Coun­try
2005 Let Them Be Little US50
(3 Wo.)US
Coun­try8
(16 Wo.)Coun­try

Weitere Studioalben

  • 2005: The Christ (A Song for Joseph)
  • 2009: Sings Richard Leigh
  • 2010: The One Behind the Wheel
  • 2012: A Man of Good Fortune

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8][9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1994 Greatest Hits US148
Gold
Gold

(11 Wo.)US
Coun­try29
(26 Wo.)Coun­try

Weitere Kompilationen

  • 2000: Love Songs
  • 2002: Certified Hits
  • 2003: The Best of Billy Dean
  • 2005: The Very Best of Billy Dean

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1990 Only Here for a Little While
Young Man
Coun­try3
(22 Wo.)Coun­try
1991 Somewhere in My Broken Heart
Young Man
Coun­try3
(20 Wo.)Coun­try
You Don’t Count the Cost
Billy Dean
Coun­try4
(20 Wo.)Coun­try
Only the Wind
Billy Dean
Coun­try4
(20 Wo.)Coun­try
1992 Billy the Kid
Billy Dean
Coun­try4
(20 Wo.)Coun­try
If There Hadn’t Been You
Billy Dean
Coun­try3
(20 Wo.)Coun­try
Tryin’ to Hide a Fire in the Dark
Fire in the Dark
Coun­try6
(20 Wo.)Coun­try
1993 I Wanna Take Care of You
Fire in the Dark
Coun­try22
(20 Wo.)Coun­try
I’m Not Built That Way
Fire in the Dark
Coun­try34
(13 Wo.)Coun­try
We Just Disagree
Fire in the Dark
Coun­try9
(20 Wo.)Coun­try
1994 Cowboy Band
Men’ll Be Boys
Coun­try24
(20 Wo.)Coun­try
Men Will Be Boys
Men’ll Be Boys
Coun­try60
(6 Wo.)Coun­try
Once in a While
8 Seconds O.S.T.
Coun­try53
(8 Wo.)Coun­try
1996 It’s What I Do
It’s What I Do
Coun­try5
(20 Wo.)Coun­try
That Girl’s Been Spyin’ on Me
It’s What I Do
Coun­try4
(20 Wo.)Coun­try
I Wouldn’t Be a Man
It’s What I Do
Coun­try45
(14 Wo.)Coun­try
1998 Real Man
Real Man
Coun­try33
(18 Wo.)Coun­try
Innocent Bystander
Real Man
Coun­try68
(3 Wo.)Coun­try
2000 Keep Mom and Dad in Love
Coun­try51
(6 Wo.)Coun­try
mit Suzy Bogguss & Jillian
2003 I’m in Love with You
Let Them Be Little
Coun­try52
(16 Wo.)Coun­try
2004 Thank God I’m a Country Boy
Let Them Be Little
Coun­try27
(20 Wo.)Coun­try
Let Them Be Little
Let Them Be Little
US68
(11 Wo.)US
Coun­try8
(31 Wo.)Coun­try
2005 This Is the Life
Let Them Be Little
Coun­try52
(2 Wo.)Coun­try

Weitere Singles

  • 1990: Lowdown Lonely
  • 1996: I Still Believe in Christmas
  • 1997: In the Name of Love
  • 2005: Race You to the Bottom
  • 2005: Shine On
  • 2006: Swinging for the Fence
  • 2013: I Can’t Leave a Good Thing

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[8]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US  Coun­try
1998 One Heart at a Time
US56
(20 Wo.)US
Coun­try69
(5 Wo.)Coun­try
mit Various Artists
1999 Buy Me a Rose
She Rides Wild Horses
US40
(20 Wo.)US
Coun­try1
(37 Wo.)Coun­try
2001 America The Beautiful
Coun­try58
(6 Wo.)Coun­try
mit Various Artists

Die bedeutendsten Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Org. Award Titel
1991 ACM Song Of The Year "Somewhere In My Broken Heart"
1991 ACM Top New Male Vocalist

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszeichnungen für Musikverkäufe: US
  2. Life Is A 'Little' Better For Billy Dean. Abgerufen am 5. November 2020 (englisch).
  3. Billy Dean Songs ••• Top Songs / Chart Singles Discography ••• Music VF, US & UK hits charts. Abgerufen am 5. November 2020.
  4. Billy Dean - A Man Of Good Fortune. Abgerufen am 5. November 2020.
  5. Billy Dean. Abgerufen am 5. November 2020.
  6. Billy Dean. Abgerufen am 5. November 2020.
  7. CNN - Crystal Bernard spreads wings in new direction: pop music - May 7, 1999. Abgerufen am 5. November 2020.
  8. a b c d Chartquellen: US
  9. a b Auszeichnungen für Musikverkäufe: US