Bischofsplatz (Dresden)

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Bischofsplatz
Dresden Stadtwappen.svg
Platz in Dresden
Bischofsplatz
Bischofsplatz
Basisdaten
Ort Dresden
Ortsteil Leipziger Vorstadt
Einmündende Straßen Bischofsweg, Rudolf-Leonhard-Straße, Eschenstraße, Conradstraße, Johann-Meyer-Straße, Fritz-Reuter-Straße
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Öffentlicher Verkehr, Autoverkehr

Der Bischofsplatz in Dresden ist ein Platz im Stadtteil Leipziger Vorstadt. Er ist ein „markanter, stadtbildprägender Bereich“[1] und hat einen Charakter als typisches Arbeiterviertel der Gründerzeit.[2]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Platz befindet sich in der Nähe des Hechtviertels und des Scheunenhofviertels. Über den Bischofsplatz führt die Bahnstrecke Leipzig–Dresden/Bahnstrecke Pirna–Coswig. Östlich mündet der Bischofsweg ein. Der Innere Neustädter Friedhof ist südlich gelegen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1926 eröffnete am Bischofsplatz 4 das von Martin Pietzsch geplante Kino TeBe mit 500 Plätzen, das später auch als T.B.-Lichtspiele oder Theater am Bischofsplatz bezeichnet wurde und bis Ende der 1960er Jahre geöffnet war. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bischofsplatz nicht zerstört, wodurch er seinen Charakter bewahren konnte. Kurt Maetzig drehte hier deswegen seinen Thälmann-Film.[2]

Der Platz wurde im Jahr 2012 im Rahmen eines Stadtteilentwicklungsprojekts mit Hilfe des EFRE umfangreich neu gestaltet.[1]

Bauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römmler-Häuser am Bischofsplatz

Die Römmler-Häuser (Bischofsplatz 12–16; nach dem Fotografen Emil Römmler (1842–1941; Verlag Römmler & Jonas), der für die Finanzierung sorgte) sowie das Mietshaus Bischofsplatz 4 sind denkmalgeschützt (vgl. Liste der Kulturdenkmale in der Neustadt).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Platz ist über eine gleichnamige Haltestelle an das Dresdner Straßenbahnnetz angebunden. Der nahegelegene Bahnhof Dresden-Neustadt ist vom Bischofsplatz und den ihn umgebenden, dicht besiedelten Stadtvierteln nur über Umwege mit dem öffentlichen Personennahverkehr erreichbar. Seit dem 20. März 2016 gibt es einen Haltepunkt der S-Bahn Dresden (Linie S1 Meißen–Schöna). Am Platz gibt es außerdem eine Carsharing-Station von TeilAuto.

2017 wurden 2300 Einsteiger pro Tag am Haltepunkt gezählt.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bischofsplatz, Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Abgeschlossene und aktuelle Vorhaben. Neugestaltung des Bischofsplatzes. (Nicht mehr online verfügbar.) In: dresden.de. Landeshauptstadt Dresden, archiviert vom Original am 21. August 2015; abgerufen am 23. August 2015.
  2. a b Dresdner Stadtteile: Straßen und Plätze der Leipziger Vorstadt
  3. Uwe Hofmann: 15 Millionen Fahrgäste – S-Bahn verzeichnet Rekord in Dresden. In: dnn.de. 27. März 2018, abgerufen am 28. März 2018.

Koordinaten: 51° 4′ 19,4″ N, 13° 44′ 44,6″ O