Martin Pietzsch

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Martin Pietzsch (* 16. Januar 1866 in Blasewitz bei Dresden; † 5. Februar 1961 in Dresden) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab von Martin Pietzsch auf dem Loschwitzer Friedhof

Sein Vater Richard Pietzsch (1836–1876) gründete 1865 die „ländliche Lehr- und Erziehungsanstalt für Knaben in Blasewitz bei Dresden“ (Loschwitzer Str. 1–3). Als Fünfzehnjähriger begann Pietzsch eine Lehre als Zimmermann. Im Anschluss daran belegte er einen Kurs an der Dresdner Bauschule. Nach einem Aufenthalt in Mainz kehrte er 1886 nach Dresden zurück und begann im Architekturbüro von Haenel und Dressler zu arbeiten. Von 1888 bis 1891 studierte er an der Königlichen Akademie für Bildende Künste bei Constantin Lipsius. Nach dem Studienabschluss arbeitete er zunächst in München bei Heilmann & Littmann und 1892 bis 1894 in Budapest im Büro des deutschstämmigen Architekten Arthur Meinig, der vor allem Stadtpalais und Landsitze für die ungarische Aristokratie entwarf.

Im Jahre 1894 unternahm er eine ausgedehnte Studienreise nach Italien, die ihn u. a. nach Venedig, Rom, Neapel, Siena und Florenz führte. 1895 gründete er dann sein eigenes Büro in Blasewitz. Zunächst entwarf er einige Villen auf den väterlichen Grundstücken. Angelehnt an Formen der italienischen Frührenaissance fand er seinen eigenen Stil und entwarf zahlreiche Villen und Kinos in Dresden.

Pietzsch starb 1961 in Dresden. Sein Grab befindet sich auf dem Loschwitzer Friedhof. Pietzsch ist der Vater der Schauspielerin, Architektur- und Kunsthistorikerin Sibyl Moholy-Nagy und der Großvater von Wolfram Steude.

Der Nachlass von Martin Pietzsch wurde am 8. Mai 2018 an das Archiv der Stiftung Sächsischer Architekten in Dresden, Goetheallee 37 übergeben. [1]

Bauten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiller-Körner-Denkmal

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Refugium für Kunst und Künstler - 120 Jahre Künstlerhaus Loschwitz, Ausstellung im Haus der Architekten in Dresden (Mai-Juni 2018)
  2. Ruine der UT-Lichtspiele Dresden, Waisenhausstr. 22 (Aufnahme von Walter Möbius, 1954)
  3. Eintrag Capitol im Stadtwiki Dresden
  4. Eintrag Tagesfilmtheater TB im Stadtwiki Dresden
  5. Eintrag Gloria-Palast im Stadtwiki Dresden
  6. Eintrag Faunpalast im Stadtwiki Dresden

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]