Bismarckturm (Hildesheim)

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Bismarckturm
Turmart: Aussichtsturm
Staat: Deutschland
Bundesland: Niedersachsen
Ortschaft: Hildesheim
Standort: auf dem Galgenberg
Geo-Koordinaten: 52° 8′ 38,2″ N, 9° 58′ 22,3″ OKoordinaten: 52° 8′ 38,2″ N, 9° 58′ 22,3″ O
Standorthöhe: ca. 152,5 m ü. NHN[1]
Turmhöhe: 20 m [2]
Aussichtsplattformhöhe: ca. 171,5 m ü. NHN
Bauzeit: 1902–1903 [2]
Außenansicht im Jahr 2008

Der Bismarckturm in Hildesheim ist ein als Bismarck-Denkmal errichteter, 1902 bis 1903[2] erbauter und 20 m[2] hoher Turm auf dem Galgenberg in Hildesheim, der heute als Aussichtsturm mit freiem Eintritt dient.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bismarckturm steht auf der Nordwestflanke des Hildesheimer Galgenbergs (172,5 m ü. NHN) auf etwa 152,5 m[1] Höhe. Er wurde aus Kalkstein nach dem Entwurf Götterdämmerung ausgeführt. Eine Inschrift über dem Eingang zeigt das Datum der Einweihung. Außerdem ist auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite am Säulenschaft ein Relief des Reichsadlers angebracht. Zur Aussichtsplattform des 20 m[2] hohen Turms führt eine aus 77 Stufen[2] bestehende Steintreppe, an die sich eine 20 Stufen[2] umfassende eiserne Wendeltreppe anschließt.

Baugeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Errichtung des Bismarckturms geht zurück auf die Anregung des Chefredakteurs Herman Mayer, der Vorstandsmitglied der Hildesheimer Ortsgruppe des Alldeutschen Verbandes war. Daraufhin gründete sich im Mai 1901[2] ein „Ausschuss für die Errichtung einer Bismarcksäule“ unter Vorsitz des Hildesheimer Sanitätsrates Dr. E. Müller. Der Standort wurde nach einem Gutachten des Architekten Wilhelm Kreis ausgewählt. Der Magistrat der Stadt Hildesheim bewilligte die Mittel auch für den Einbau einer Treppenanlage, so dass mehr als die ursprünglich geplante reine Feuersäule gebaut werden konnte. Am 19. August 1902[2] begann der Hildesheimer Maurermeister und Architekt Karl Kattentidt unter Leitung des ebenfalls aus Hildesheim kommenden Architekten W. Braul mit der Ausführung des Baus, eine Grundsteinlegung erfolgte nicht. Die Bauarbeiten endeten am 1. Mai 1903[2]. Die Baukosten beliefen sich auf 44.000 Goldmark[2]. Die Gestaltung des die Säule umgebenden Platzes erfolgte 1904.[2] Die feierliche Einweihung des Turms fand am 1. April 1905[2] statt.

Ursprünglich war auf der Spitze des Turmes eine Feuerschale aus Eisenblech angebracht, deren Probebefeuerung am 15. März 1904[2] erfolgte. Diese wurde zunächst mit Gas befeuert, später wegen des damit verbundenen Funkenflugs, der die Bäume in der Umgebung gefährdete, mittels mit Petroleum getränktem Torf. Seit wann diese Schale fehlt, ist unbekannt.

Weitere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 fand am Bismarckturm eine vom Führer des Hildesheimer SS-Sturms Emil Frels geleitete Gedenkfeier zur Erinnerung an den Hitlerputsch statt, während der dieser informiert wurde, dass er dringend die Dienststelle des SS-Abschnitts Hannover anrufen solle. In dem anschließenden Telefonat erhielt Frels den Befehl zur Zerstörung der Synagoge am Lappenberg in Hildesheim.

Wegen seiner für diesen Zweck idealen Lage diente der Turm im Zweiten Weltkrieg als Flakstellung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Turmstandorthöhe laut oberster beschrifteter Höhenlinie in topographischer Karte mit dem Galgenberg (DTK 25; siehe starke Kartenvergrößerung), auf natur-erleben.niedersachsen.de
  2. a b c d e f g h i j k l m n Bismarckturm Hildesheim, auf bismarcktuerme.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bismarckturm (Hildesheim) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien