Black Sabbath (Album)

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Black Sabbath
Studioalbum von Black Sabbath
Veröffentlichung 1970
Label Warner Brothers
Format LP, CD, MC
Genre Heavy Metal, Doom Metal, Hard Rock
Anzahl der Titel 8
Laufzeit 41 Min. 27 Sek.

Besetzung

Produktion Roger Bain
Chronologie
Black Sabbath Paranoid
(1970)

Black Sabbath ist das Debütalbum der britischen Heavy-Metal-Band Black Sabbath. Es wurde am Freitag, dem 13. Februar 1970 im Vereinigten Königreich veröffentlicht.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Da bereits eine Band namens Earth existierte, änderte die Gruppe ihren Namen noch während den Aufnahmen in Black Sabbath um. Das Album wurde in 12 Stunden am 17. November 1969 aufgenommen. Auf dem ursprünglichen Schallplattencover wurde der Name von Ozzy Osbourne fälschlicherweise „Ossie“ geschrieben.

Das Intro zu Behind the Wall of Sleep heißt Wasp, das Intro von N.I.B. heißt Bassically und das Outro (fälschlicherweise als Intro angegeben) des Liedes Sleeping Village wurde A Bit of Finger genannt.

Im Gatefold-Cover der LP ist ein umgedrehtes lateinisches Kreuz zu sehen, das von der Plattenfirma ohne Wissen der Band eingefügt wurde.[1] Die Band selbst nahm dies jedoch positiv auf:

„Dennoch waren wir von dem Artwork des ersten Albums total begeistert. Es haben damals kaum Bands ein Klappcover bekommen, und auch das Intro mit der Glocke war der Hammer (es wurde ebenfalls von der Plattenfirma hinzugefügt - jj). Plötzlich bekamen wir ständig Einladungen zu schwarzen Messen. Ich wusste gar nicht, was das sollte.“

Ozzy Osbourne: Interview im Rock Hard.[1]

Die Original-LP der europäischen Ausgabe enthielt sieben Stücke, Wicked World gab es nur als Single. In späterer Folge ist Wicked World den CD-Compilations hinzugefügt worden. Die originalen US-amerikanischen und kanadischen Versionen des Albums enthielten statt des Lieds Evil Woman den Titel Wicked World, aufgrund von Herausgaberechten. Die neu gemasterte Wiederveröffentlichung enthält beide Lieder.

Bedeutung[Bearbeiten]

Viele Kritiker bezeichnen dieses Album vor allem aufgrund des Titeltracks als den definitiven Anfang des Heavy Metal. Auf dieser ersten Platte ist der Einfluss von Led Zeppelin in Form von Blues-Rhythmen noch hörbar.

2003 erreichte Black Sabbath den 241. Platz in der Auswahl der 500 besten Alben aller Zeiten der Zeitschrift Rolling Stone.

Marco Götz vom Metal Hammer schrieb am 13. Februar 2013, auch 43 Jahre nach dem Erscheinen „haben die düsteren Riffs von Riff-Gott Tony Iommi nichts von ihrer magischen Anziehungskraft verloren“.[2]

Titelliste[Bearbeiten]

  1. Black Sabbath (Tony Iommi, Bill Ward, Geezer Butler, Ozzy Osbourne) – 6:21
  2. The Wizard (Iommi, Ward, Butler, Osbourne) – 4:23
  3. Behind the Wall of Sleep (Iommi, Ward, Butler, Osbourne) – 3:37
  4. N.I.B. (Iommi, Ward, Butler, Osbourne) – 6:16
  5. Evil Woman (Wiegland, Wiegland, Waggoner) – 3:22
  6. Sleeping Village (Iommi, Ward, Butler, Osbourne) – 3:48
  7. The Warning (Aynsley Dunbar, Moreshed, Dmochowski, Hickling) – 10:34
  8. Wicked World (Iommi, Ward, Butler, Osbourne) – 4:43

Bedeutung der Liedtexte[Bearbeiten]

  • Black Sabbath – als Namensgeber für sowohl Band- als auch Liednamen diente der Film Die drei Gesichter der Furcht mit Boris Karloff. Der Filmtitel lautete in einigen Ländern Black Sabbath. Obwohl das Lied oft als Beleg für einen okkulten Hintergrund der Gruppe herangezogen wird, handelt es sich doch eher um eine Warnung vor dem Okkulten[3][4], entsprechend den Erfahrungen des katholisch erzogenen Bassisten Geezer Butler im Zuge seiner Beschäftigung mit Magie und Satanismus, bis ihm infolgedessen „schreckliche Dinge“ passierten[5].
  • Behind the Wall of Sleep ist von H. P. Lovecrafts Kurzgeschichte Beyond the Wall of Sleep inspiriert.[6]
  • N.I.B. ist aus Luzifers Perspektive geschrieben. Viele Kritiker deuteten dieses Lied als Beweis für einen satanistischen Hintergrund der Band. Es wurde oft behauptet, dass N.I.B. für „Nativity in Black“ stünde. Mehrere Tributalben tragen auch diesen Namen. In Wirklichkeit bezieht sich der Titel auf den Spitznamen von Schlagzeuger Bill Ward.[3]
  • Evil Woman ist eine Coverversion der Band Crow. Das Original wurde ein Jahr früher veröffentlicht.[7]
  • Warning stammt im Original von Aynsley Dunbar Retaliation und wurde 1967 zum ersten Mal veröffentlicht.[8].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  Jan Jaedike: Auferstanden aus Ruinen. In: Rock Hard. Nr. 278, Juli 2010, S. 27.
  2. Marco Götz: Heute vor 43 Jahren: Das Black Sabbath-Debüt erscheint, 13. Februar 2013, abgerufen am 14. Februar 2013.
  3. a b http://www.black-sabbath.com/faq/faq11.htm
  4. „Although members of the band talk of the occult, and Ozzy Osbourne later in his solo career wrote his own paean to the “Great Beast” with the song “Mr. Crowley,” a closer look at the lyrics of Black Sabbath does not uncover any serious Satanic philosophy. To the contrary, it reveals an almost Christian fear of demons and sorcery.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 5.
  5. „I was really interested because I was brought up Catholic. When I was a kid, I was a religious maniac. I loved anything to do with religion and God. Being a catholic, every week you hear what the Devil does, and “Satan’s this” and “Satan’s that”, so you really believe in it. What sparked my interest was when I was in London around 1966-67. There was a hole new culture happening and this one guy used to sell these black magic magazines. I read one magazine and thought, “Oh yeah, I never thought of it like that”—Satan’s point of view. […] I found out Satanism was around before any Christian or Jewish religion. It’s an incredibly interesting subject. I sort of got more into the black side of it and was putting upside-down crosses on my wall and pictures of Satan all over. I painted my apartment black. I was getting really involved in it and all those horrible things started happening to me. You come to a point where you cross over and totally follow it and totally forget about Jesus and God. “Are you going to do it? Yes or no?” No, I don’t think so.“ Michael Moynihan, Didrik Søderlind: Lords of Chaos, First Edition, Feral House 1998, ISBN 0-922915-48-2, S. 5.
  6. http://www.allmusic.com/song/mt0011946395
  7. http://www.secondhandsongs.com/song/4162
  8. http://www.secondhandsongs.com/song/4166