Blanc de Morgex et de La Salle

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Blanc de Morgex et de La Salle ist ein italienisches Weinbaugebiet in der Region Aostatal. Die in Terrassen angelegten Weinberge mit nur 15 Hektar Rebfläche liegen in 1000 bis 1300 m s.l.m. links und rechts der Dora Baltea. Die Flächen liegen in den Gemeinden Morgex und La Salle nur einige Kilometer vom Mont Blanc entfernt und zählen zu den höchstgelegenen Weinbergen Europas. Das Weinbaugebiet gehört zur DOC-Appellation Valle d’Aosta oder Vallée d’Aoste.[1]

Die auf einer niedrigen Pergola gezogenen Reben der Sorte Prié Blanc.

Mitte des 20. Jahrhunderts sollten diese Weinberge aufgegeben werden, aber der damalige Pfarrverwalter von Morgex, Abbé Alexandre Bougeat (1916–1972) startete eine Bewegung zur Rettung dieses Bereiches, indem er wichtige Weinkritiker des Landes wie Luigi Veronelli von der Daseinsberechtigung der Weine überzeugte.

Die ausgeprägte Alpenlage der Rebflächen trug dem Wein den Beinamen „Bianco dei ghiacciai“ (Weißwein der Gletscher) ein. Er wird sortenrein aus der autochthonen und immer noch wurzelechten Sorte Prié Blanc gekeltert, die hier auf niedrigen Pergolen erzogen wird. Der säurebetonte, meist leicht schäumende Wein besitzt eine große Frische, ist sehr leicht (der Mindestalkoholgehalt liegt bei 9 Volumenprozent) und sollte bei 8–12 °C getrunken werden. Der Wein eignet sich nicht für eine Lagerung. Beim Winzer reift der Wein 3 Monate.

  • Farbe: strohgelb, zu grünlich tendierend
  • Geruch: zart mit einem Grundton von Gebirgskräutern
  • Geschmack: leicht säuerlich, bisweilen leicht moussierend, sehr zart
  • Alkoholgehalt: mind. 9 %-Vol
  • Gesamtsäure: mind. 4,5 g/l
  • Trockenextraktgehalt: mind. 15 g/l

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Produktionsvorschriften und Beschreibung, PDF (italienisch), auf wineacts.com, aufgerufen am 25. März 2017