Bollberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bollberg
Stadt Stadtroda
Koordinaten: 50° 52′ 46″ N, 11° 47′ 28″ O
Höhe: 324 m ü. NHN
Fläche: 3,34 km²
Einwohner: 287 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 86 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2019
Postleitzahl: 07646
Vorwahl: 036428
Gemeindehaus

Bollberg ist ein Ortsteil der Stadt Stadtroda im Saale-Holzland-Kreis. Bis zum 1. Januar 2019 war es eine eigenständige Gemeinde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bollberg liegt zwischen Stadtroda und dem Hermsdorfer Kreuz an der Bundesautobahn 4, Abfahrt Bollberg/Stadtroda. Geographisch liegt der Ort in der Landschaft der Saale-Elster-Sandsteinplatte in Ostthüringen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1425 war die urkundliche Ersterwähnung von Bollberg.[1]

In Thüringen wurde 1963 das landwirtschaftliche Versuchswesen den Instituten für Landwirtschaft der Bezirke zugeordnet. Deshalb gründete man im Institut Tautenhain eine Arbeitsgruppe Feldversuchswesen. Sie bearbeitete die Versuchsstandorte Schleiz und Eliasbrunn auf Schieferverwitterungsböden und Schöngleina auf Muschelkalk als repräsentative Standorte für den Bezirk. Mit dem Aufbau der Versuchsstation in Bollberg wurden schließlich die Buntsandsteinböden versuchsmäßig erfasst. Außerdem kamen noch Sorten- und Ackerversuche hinzu. Am 1. Januar 1969 wurde die Zentralstelle für Sortenwesen in Nossen die vorgesetzte Dienststelle. Nach der Wende ist die Versuchsstation der 5 km entfernten Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Stadtroda Partner geworden.[2]

Zum 1. Januar 2019 wurde Bollberg nach Stadtroda eingemeindet. Letzter Bürgermeister war Bernd Ebel.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lehr- und Versuchsanlage Bollberg der Fachschule für Agrarwirtschaft und Hauswirtschaft Stadtroda
  • Gewerbegebiet „Die Trillers Büsche“

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden des Ortsgebiets verläuft der touristisch attraktive Zeitzgrund mit der Janismühle und Papiermühle, im Osten das Teufelstal mit der Teufelstalbrücke.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bollberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 37.
  2. Friedbert Schein: 30 Jahre Versuchsstation Bollberg. In: Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. Geschichtsheft. 4 = Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft. Schriftenreihe. Heft 2, 1997, ISSN 0944-0348, S. 152–163.