Bragi

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Darstellung von Carl Wahlbom (1810–1858)

Bragi (von altnord. bragr, „der Vornehmste“, „Häuptling“, „Fürst“, „Dichtung“) ist in der nordischen Mythologie der Gott der Dichtkunst, der die gefallenen Helden in Walhall begrüßt. Er ist ein Sohn Odins und gehört zu den Asen. Verheiratet ist er mit Idun.

Da Bragi nicht vor dem 12. Jahrhundert ausdrücklich als Gott genannt wird, liegt es nahe, in ihm eine späte Vergöttlichung des Skalden Bragi Boddason, der Alte, der im 9. Jahrhundert lebte, zu sehen. Einige Strophen des von ihm gedichteten Ragnarsdrápa fügte Snorri in die Edda ein. Außerdem sind noch einige Einzelstrophen von ihm überliefert. Es wird vermutet, dass Bragi von Odin mit der Riesin Gunnlöð gezeugt wurde, als Odin in der Unterwelt war.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bragi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eilenstein, Harry: Odin. Jenseitsführer und Weiser – Gott der Einweihung – Krieger und Fürst, Norderstedt 2014, S. 114