BrauBeviale

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Die BrauBeviale ist eine Investitionsgütermesse für die internationale Getränkewirtschaft in Nürnberg. Sie informiert über die Produktion und Vermarktung von Bier und alkoholfreien Getränken. Veranstalter ist die NürnbergMesse, ideeller Träger sind die privaten Brauereien Bayern. Jedes vierte Jahr setzt die BrauBeviale ein Jahr aus, wenn in München die drinktec stattfindet. Die nächste Ausgabe der Messe findet vom 28. bis 30. November 2023 statt.

Fachangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fachangebot der BrauBeviale deckt das gesamte Leistungsspektrum entlang der Prozesskette der Getränkewirtschaft ab:

Besucher- und Ausstellerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BrauBeviale 2016 zählte 1.115 Aussteller (2015: 1.083) aus über 50 Nationen und rund 38.000 Fachbesucher (2015: 37.137). Etwa 44 Prozent der Fachbesucher (2015: 41 Prozent) reisten aus dem Ausland an[2].

Förderprogramm BMWi[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) nahm die BrauBeviale 2016 zum achten Mal in das Messeförderprogramm des Bundes auf. Das BMWi ermöglichte damit jungen und innovativen deutschen Unternehmen, zu günstigen Konditionen an der Fachmesse teilzunehmen und so internationale Märkte zu erschließen. 17 Unternehmen nahmen am Firmengemeinschaftsstand des Förderprogramms teil[3]. Die NürnbergMesse war mit der Durchführung des Gemeinschaftsstandes beauftragt.

European Beer Star Award[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der European Beer Star ist ein weltweiter Bierwettbewerb, der seit 2004 auf der BrauBeviale veranstaltet wird. Er fand 2018 zum 15ten Mal statt. Gemeinsam von den Privaten Brauereien Bayern, ideeller Träger der Messe, dem deutschen und dem europäischen Dachverband ins Leben gerufen, hat sich der European Beer Star Award zu Europas größtem Bierwettbewerb entwickelt. 2018 standen 2344 Biere aus 51 Ländern im Wettbewerb[4].

Berücksichtigt werden Bierstile, die ihren Ursprung in Europa haben. Beteiligen können sich alle Brauereien, sei es lokal, regional, überregional und international aktive Brauereien, nicht nur aus Europa, sondern aus allen Ländern. Ausgezeichnet werden Biere, welche die jeweiligen Sortenkriterien am besten erfüllen, sowie geschmacklich und qualitativ am meisten überzeugen.

Expertenjury

Die Verkostung wird von einer internationalen Expertenjury (145 Biersommeliers aus 28 Ländern im Jahr 2019[5]) durchgeführt. Der Maßstab für die Expertenverkostung ist nicht eine technische Laboranalytik, sondern eine Bewertung aus Konsumentensicht mit allen Sinnen. Zentrale Prüfkriterien bilden dabei ausschließlich die Qualitätskriterien Sensorik und Genuss. Zielsetzung der Blindverkostung ist die Ermittlung der Biere, die je Kategorie die Sortenkriterien am besten erfüllen und geschmacklich am meisten überzeugen.

Preise

Nach dem olympischen Prinzip erhalten die drei besten Biere je Kategorie jeweils die Gold-, Silber- und Bronzeauszeichnung. Entsprechen weniger als drei Biere den Qualitätsstandards – vor allem den Kategoriespezifikationen – können weniger als drei Preise vergeben werden.

Verbraucherpreis

Die Konsumenten dürfen den Verbraucherpreis Consumers' Favourite vergeben. Dazu verkosten und bewerten die Verbraucher die Siegerbiere der einzelnen Kategorien. Aus den Reihen der Goldmedaillengewinner küren sie in einer Blindverkostung ihre drei Favoriten.

Kreative Bierkultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Vortag der BrauBeviale 2019 fand das siebte „European MicroBrew Symposium“ statt, eine Weiterbildungsveranstaltung für Geschäftsführer, Inhaber, technische Leiter und Braumeister europäischer Mikro- und Gasthausbrauereien sowie Repräsentanten der Zulieferindustrie. Sie wird veranstaltet von der NürnbergMesse und der Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei (VLB). Themenschwerpunkte sind Technik und Technologie mit Fokus auf Microbrewing sowie Marktentwicklungen im europäischen Craftbrewing-Segment[6].

Beviale Family[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter dem Titel „Beviale Family“ überträgt der Veranstalter der BrauBeviale das Konzept der Fachmesse auf andere Märkte. Neben der BrauBeviale selbst gehören zur Family die Veranstaltungen Beviale Moscow, CRAFT BEER CHINA und CRAFT BEER ITALY. Die BrauBeviale kooperiert zudem mit der brasilianischen Messe Feira Brasileira da Cerveja[7].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alle Aussteller | BrauBeviale 2016. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  2. BrauBeviale – Messedatenbank – AUMA. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  3. prozesstechnik online: Internationalität auf der Braubeviale steigt weiter. Der Stammtisch der Branche ist reichlich gedeckt. Abgerufen am 18. Juli 2017.
  4. European Beer Star, abgerufen am 29. September 2016
  5. TV Bayern-Bericht
  6. VLB Berlin: European MicroBrew Symposium − Market, Technology, Quality | VLB Berlin. Abgerufen am 24. November 2018.
  7. Beviale Family plant Nachwuchs in Brasilien -. Abgerufen am 18. Juli 2017.