Breitenstein (Esthal)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Breitenstein
Ortsgemeinde Esthal
Koordinaten: 49° 20′ 38″ N, 8° 0′ 8″ O
Höhe: 200 m ü. NHN
Postleitzahl: 67466
Vorwahl: 06325

Breitenstein im Elmsteiner Tal ist ein Weiler, der zur Ortsgemeinde Esthal im rheinland-pfälzischen Landkreis Bad Dürkheim gehört.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breitenstein liegt mitten im Pfälzerwald im südlichen Bereich der Gemeinde Esthal. Es befindet sich auf etwa 200 m ü. NHN[1] und wird vom Speyerbach durchflossen, in den auf Höhe des Weilers erst von rechts der Argenbach und danach von links der Breitenbach mündet. Beim Weiler wird das Speyerbachtal links, im Norden, durch das Massiv des Gleisbergs (471,2 m) begrenzt, hinter dem der Hauptort Esthal liegt. Südlich von Breitenstein schließt der etwa 489 m hohe Kanzelkopf das Speyerbachtal nach rechts ab. Die Siedlungen nordöstlich, am Speyerbach abwärts, sind ebenfalls Ortsteile der Gemeinde Esthal. Am Speyerbach aufwärts im Westen erstreckt sich die Ortsgemeinde Elmstein mit ihren Ortsteilen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter lag Breitenstein an der Nordroute der Pfälzer Jakobswege.[2] Der Ort erhielt 1909 mit der Eröffnung des Kuckucksbähnels Anschluss an das Eisenbahnnetz. Bereits 1960 wurde der Personenverkehr, der aufgrund der dünnen Besiedlung des Speyerbachtals stets eine untergeordnete Rolle gespielt hatte, eingestellt, Ende der 1970er Jahre ebenso der Güterverkehr. Seit 1984 dienen die Dampflokomotiven und historischen Waggons auf der wieder aktivierten Strecke als Museumseisenbahn dem Ausflugsverkehr.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markantestes Bauwerk vor Ort ist die Burg Breitenstein, die in 220 Meter Höhe über dem linken Speyerbachufer liegt. Erbaut etwa 1246, wurde sie während der Weißenburger Fehde 1470/71 zwischen dem pfälzischen Kurfürsten Friedrich I. und seinem Vetter Ludwig I., dem Herzog von Pfalz-Zweibrücken, zerstört und ist seitdem Ruine. Weitere Kulturdenkmäler sind die Stauwehre am Speyerbach sowie die Triftanlagen am Breitenbach. Weiter unten im Speyerbachtal auf der rechten Bachseite liegt das Forsthaus Breitenstein, das sich allerdings bereits auf der Waldgemarkung der Gemeinde Kirrweiler befindet.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kuckucksbähnel: Haltepunkt Breitenstein

Als Wirtschaftsunternehmen ansässig ist die Säge- und Hobelwerk Fath GmbH & Co. KG, die aus einer mittelalterlichen Sägemühle hervorgegangen ist und hauptsächlich Holzteile als Baustoff fertigt.[3] Obwohl außerhalb der Gemarkungsgrenze gelegen, stellt das Forsthaus Breitenstein, in dem eine Waldgaststätte betrieben wird, den zweiten Wirtschaftsfaktor an der Breitenbachmündung dar. Mountainbiker erreichen die Ansiedlung über die Tour 5, Wanderer können den Drei-Burgen-Rundweg mit den Ruinen Breitenstein, Erfenstein und Spangenberg begehen.[2]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Breitenstein bildet den nordwestlichen Endpunkt der Totenkopfstraße (Landesstraße 514), die ihren südöstlichen Ausgangspunkt bei Sankt Martin hat. Die wichtigere Verbindung für den Kraftverkehr ist allerdings die Landesstraße 499, die im Elmsteiner Tal hinab zur B 39 (FrankensteinNeustadt an der Weinstraße) führt. Abzweigend von der L 499 wird über die Kreisstraße 23 der Hauptort Esthal erreicht. Breitenstein verfügt über eine Haltestelle der Buslinie 517 (Neustadt–Iggelbach).

Der Haltepunkt Breitenstein an der Strecke des Kuckucksbähnels (Lambrecht–Elmstein) wird hauptsächlich von Wanderern genutzt. Das Stationsschild des Unterweghaltes ist in Fraktur geschrieben, der Bahnsteig ist von Gras überwuchert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  2. a b Forsthaus Breitenstein: Forsthaus Breitenstein im Elmsteiner Tal. Abgerufen am 23. Juni 2011.
  3. Marktplatz Mittelstand: Säge- und Hobelwerk Fath. Abgerufen am 22. September 2011.