Bretleben

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bretleben
Stadt und Landgemeinde An der Schmücke
Koordinaten: 51° 20′ 0″ N, 11° 14′ 0″ O
Höhe: 128 m
Fläche: 8,69 km²
Einwohner: 530 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2019
Postleitzahl: 06556
Vorwahl: 034673
Ortsansicht

Bretleben ist Ortsteil der Stadt und Landgemeinde An der Schmücke im thüringischen Kyffhäuserkreis.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bretleben liegt am rechten Ufer der Unstrut zwischen den Städten Heldrungen und Artern. Auf der Höhe von Bretleben fließt die Unstrut zwischen dem Kyffhäusergebirge und dem Höhenzug der Hohen Schrecke durch das sehr fruchtbare Tal der Diamantenen Aue und ändert die Richtung wenige Kilometer entfernt, von Südwesten kommend, nach Südosten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird Bretleben in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Bretalaho urkundlich erwähnt.[1] Am 13. Mai 1304 (in die Sancti Servacii) überließen die Vettern Friedrich und Friedrich von Heldrungen dem Domui fratrum Lazaritanum in Braunsroda die Kirchenpatronate in Brettla und Bernsdorf (wüst gefallen bei Reinsdorf).[2] Am 21. März 1313 bestätigte Papst Clemens V. dem Kommendator und den Brüdern der Kommende Braunsroda, das ihnen von Friedrich Herr zu Heldrungen übertragene Patronatsrecht der Kirche St. Johannis zu Brethla.[3] Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit gehörte der meist als Bretla bezeichnete Ort zum Amt Heldrungen.

Am 1. Januar 2019 schlossen sich die Gemeinden Bretleben, Gorsleben, Hauteroda, Heldrungen, Hemleben und Oldisleben zur neuen Stadt und Landgemeinde An der Schmücke zusammen. Die Gemeinde Bretleben gehörte der Verwaltungsgemeinschaft An der Schmücke an.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 760
  • 1995: 750
  • 1996: 736
  • 1997: 705
  • 1998: 688
  • 1999: 685
  • 2000: 682
  • 2001: 667
  • 2002: 661
  • 2003: 657
  • 2004: 651
  • 2005: 634
  • 2006: 642
  • 2007: 621
  • 2008: 605
  • 2009: 593
  • 2010: 579
  • 2011: 577
  • 2012: 566
  • 2013: 559
  • 2014: 553
  • 2015: 541
  • 2016: 529
  • 2017: 530
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bretleben liegt an der Bahnstrecke Sangerhausen–Erfurt. In Bretleben zweigt die seit Dezember 2006 ungenutzte und im September 2008 stillgelegte Kyffhäuserbahn nach Sondershausen ab. Die Bundesstraße 86 führt an der Gemeinde vorbei. Die Bundesautobahn 71 zwischen Sömmerda und Sangerhausen überquert zwischen Bretleben und Artern die Unstrut. Bretleben ist über die Anschlussstellen Heldrungen und Artern erreichbar.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. mehr zur Geschichte Bretlebens im Blog "Kreis Eckartsberga": https://eckartsberga.files.wordpress.com/2010/08/img_0189.jpg
  2. Caspar Sagittarius: Casparii Sagittarii Historici Saxonici. Historia Gothana Plenior. Ioannes Bielckius, Jena 1700 Online bei Google Books, S. 240
  3. Karl Herquet: Urkundenbuch der ehemals freien Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete, 3. Band, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle, 1874 Online bei Google Books, S. 297, Urk.Nr. 649.
  4. Monumente, Jg. 24 (2014), Heft 6, S. 10.
  5. Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 163.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bretleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien