Bretleben

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
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Bretleben
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bretleben hervorgehoben
Koordinaten: 51° 20′ N, 11° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs­gemeinschaft: An der Schmücke
Höhe: 128 m ü. NHN
Fläche: 8,69 km2
Einwohner: 529 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06556
Vorwahl: 034673
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 011
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Bahnhof
06577 Heldrungen
Webpräsenz: www.bretleben.de
Bürgermeister: Ilko Hoffmann (parteilos)
Lage der Gemeinde Bretleben im Kyffhäuserkreis
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Ortsansicht

Bretleben ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis. Sie ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft An der Schmücke.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bretleben liegt am rechten Ufer der Unstrut zwischen den Städten Heldrungen und Artern. Auf der Höhe von Bretleben fließt die Unstrut zwischen dem Kyffhäusergebirge und dem Höhenzug der Hohen Schrecke durch das sehr fruchtbare Tal der Diamantenen Aue und ändert die Richtung wenige Kilometer entfernt, von Südwesten kommend, nach Südosten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird Bretleben in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Bretalaho urkundlich erwähnt.[2] Am 13. Mai 1304 (in die Sancti Servacii) überließen die Vettern Friedrich und Friedrich von Heldrungen dem Domui fratrum Lazaritanum in Braunsroda die Kirchenpatronate in Brettla und Bernsdorf (wüst gefallen bei Reinsdorf).[3] Am 21. März 1313 bestätigte Papst Clemens V. dem Kommendator und den Brüdern der Kommende Braunsroda, das ihnen von Friedrich Herr zu Heldrungen übertragene Patronatsrecht der Kirche St. Johannis zu Brethla.[4] Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit gehörte der meist als Bretla bezeichnete Ort zum Amt Heldrungen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994: 760
  • 1995: 750
  • 1996: 736
  • 1997: 705
  • 1998: 688
  • 1999: 685
  • 2000: 682
  • 2001: 667
  • 2002: 661
  • 2003: 657
  • 2004: 651
  • 2005: 634
  • 2006: 642
  • 2007: 621
  • 2008: 605
  • 2009: 593
  • 2010: 579
  • 2011: 577
  • 2012: 566
  • 2013: 559
  • 2014: 553
  • 2015: 541
  • 2016: 529
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt an der Bahnstrecke Sangerhausen–Erfurt. In Bretleben zweigt die seit Dezember 2006 ungenutzte und im September 2008 stillgelegte Kyffhäuserbahn nach Sondershausen ab. Die Bundesstraße 86 führt an der Gemeinde vorbei. Die Bundesautobahn 71 zwischen Sömmerda und Sangerhausen überquert zwischen Bretleben und Artern die Unstrut. Bretleben ist über die Anschlussstellen Heldrungen und Artern erreichbar.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. mehr zur Geschichte Bretlebens im Blog "Kreis Eckartsberga": https://eckartsberga.files.wordpress.com/2010/08/img_0189.jpg
  3. Caspar Sagittarius: Casparii Sagittarii Historici Saxonici. Historia Gothana Plenior. Ioannes Bielckius, Jena 1700 Online bei Google Books, S. 240
  4. Karl Herquet: Urkundenbuch der ehemals freien Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete, 3. Band, Verlag der Buchhandlung des Waisenhauses, Halle, 1874 Online bei Google Books, S. 297, Urk.Nr. 649.
  5. Monumente, Jg. 24 (2014), Heft 6, S. 10.
  6. Georg Dehio, bearbeitet von Stephanie Eißing u. a.: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen. 2. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 2003, ISBN 3-422-03095-6, S. 163.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bretleben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien