Bugsier 6

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Bugsier 6
Die Bugsier 6 in Bremerhaven (2010)
Die Bugsier 6 in Bremerhaven (2010)
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland Deutschland
Schiffstyp „Rotor“-Schlepper
Klasse KST „Rotortug“ RT80r[1]
Rufzeichen DDTM2[2]
Heimathafen Hamburg
Eigner Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG[2]
Bauwerft ASL Shipyard Pte. Ltd. (Singapur)
Baunummer 819
Stapellauf 27. Oktober 2007
Indienststellung Juli 2008[3]
Verbleib in Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
28,00[2] m (Lüa)
Breite 11,50 m
Tiefgang max. 3,50 m
Vermessung 377 BRZ / 113 NRZ[2]
Maschinenanlage
Maschine 3 × Dieselmotor (Wärtsilä 8L20), je 1.600 kW[2]
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
4.800 kW (6.526 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
12 kn (22 km/h)
Propeller 3 × Wärtsilä-Lips CS225-S Verstellpropeller in Kortdüse (alle steuerbar)[1]
Sonstiges
Klassifizierungen

Germanischer Lloyd

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 9376218[2]

Pfahlzug 83,4 Tonnen (ca. 820 kN)[4]

Die Bugsier 6 ist der erste „Rotor“-Schlepper, der von der Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft mbH & Co. KG (BRB) in Dienst gestellt wurde. Mit einem Pfahlzug von über 83 Tonnen gehört er zu den leistungsfähigsten Hafenschleppern der BRB. Aufgrund ihrer Bauweise ist die Bugsier 6 bedingt für Offshore-Einsätze geeignet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bugsier 6 wurde am 11. Oktober 2006 auf der Werft ASL Shipyard Pte. Ltd.[5] in Singapur auf Kiel gelegt und am 7. März 2008 fertiggestellt. Danach wurde sie als Bordladung eines Frachtschiffes nach Rotterdam überführt. Zur Endausrüstung wurde sie von dort zur Neuen Jadewerft in Wilhelmshaven geschleppt. Ende Juli 2008 wurde sie in Bremerhaven in Dienst gestellt.[3]

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauform des „Rotor“-Schleppers ist ein Entwurf des niederländischen Unternehmens Kooren Shipbuilding & Trading (heute KST B.V.). Wie beim „Traktor“-Schlepper befinden sich die beiden Hauptantriebsanlagen unter dem Vorschiff, die stabilisierende Heckflosse wird durch einen dritten Antrieb ersetzt. Durch diese Bauart erreichen „Rotor“-Schlepper bei seitlichem Schleppen ca. 75 % des maximalen Pfahlzugs.

Maschinen- und Antriebsanlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Antriebsanlage der Bugsier 6 besteht aus drei Achtzylinder-Reihenmotoren des Typs Wärtsilä 20, die über Kupplungen und Antriebswellen auf jeweils eine Wärtsilä-Lips-Ruderpropelleranlage wirken. Die Verstellpropeller haben einen Durchmesser von 2,30 m und laufen in Kortdüsen.

Die Bugsier 6 hat für die Stromerzeugung zwei Dieselgeneratoren (je 120 kW) und einen 25-kW-Generator für den Hafenbetrieb.

Ausrüstung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bugsier 6 ist mit zwei hydraulisch betriebenen Schleppwinden ausgerüstet. Die achtere Winde befindet sich zwischen den Schornsteinen und erreicht eine Zugkraft von bis zu 30 Tonnen (circa 294 kN). Das Schleppseil besteht aus Stahl und ist 500 Meter lang.[3]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bugsier-, Reederei- und Bergungsgesellschaft beschloss Ende 2012, den Bauauftrag für zwei baugleiche Seehafen-Assistenz-Schlepper mit mindestens 70 Tonnen Pfahlzugleistung nach Deutschland zu vergeben. Gewinner dieser Ausschreibung wurde die Fassmer-Werft in Berne (ehemalige Schweers-Werft).[6] Beide Schlepper wurden 2014 getauft ('Bugsier 7' bzw. 'Bugsier 8').

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bugsier 6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marine Journal: Bugsier take delivery of their first Rotor Tug. 1. April 2008, abgerufen am 11. März 2011.
  2. a b c d e f Germanischer Lloyd AG: Technische und administrative Daten von „Bugsier 6“. Abgerufen am 11. März 2011.
  3. a b c Volker Landwehr: Die Rotor®-Schlepper von Bugsier. Abgerufen am 11. März 2011.
  4. Bugsier Reederei: Flottenübersicht. Abgerufen am 11. März 2011.
  5. www.aslmarine.com
  6. Bau einer Hafen-Ameise (in: Deutsche Seeschifffahrt Oktober 2014, S. 28–34 (pdf, 10 MB))