Business Insider

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Business Insider
Business Insider logo.png
BusinessInsider.com
Beschreibung Nachrichten-Website
Registrierung Nein
Sprachen Englisch, Deutsch, Polnisch
Eigentümer Axel Springer SE
Erschienen Februar 2009

Business Insider ist ein aus New York, USA, stammendes Unternehmen, das Nachrichtenseiten im Internet betreibt. Neben der amerikanischen Seite betreibt es auch Ausgaben für Australien, Indien, Malaysia, Indonesien, Singapur, China, Großbritannien und Südafrika. Außerdem betreibt es Dienste in den Landessprachen für Deutschland.[1] und Polen[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Business Insider startete seinen Dienst im Februar 2009 und wurde vom früheren DoubleClick-CEO Kevin P. Ryan, Dwight Merriman und Henry Blodget gegründet.[3] Business Insider war die Dachmarke für den im Mai 2007 gestarteten Dienst Silicon Alley Insider, sowie Clusterstock, Money Game, The Wire und andere.[4] Die Webseite bietet globale Nachrichten zu aktuellen Wirtschaftsthemen, Politik, Technik usw. und verdichtet diese unter entsprechenden Kategorien. Im Jahr 2011 beschäftigte das Unternehmen rund 50 Mitarbeiter und konnte im 4. Quartal 2010 zum ersten Mal einen Gewinn erwirtschaften.[5] Im Juni 2012 hatte der Dienst 5,4 Millionen Zugriffe.[6] Mittlerweile sind es alleine für die USA 45 Millionen[7] und für Großbritannien über 3,5 Millionen[8] Zugriffe.

Akquisition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. September 2015 hat die Axel Springer SE angekündigt, dass sie weitere 88 % der Anteile an Business Insider Inc. für rund 306 Millionen Euro übernommen hat.[3] Nach diesem Kauf ist Axel Springer SE damit im Besitz von ungefähr 97 % der Unternehmensanteile, Miteigentümer Jeff Bezos mit seinem Unternehmen Bezos Expeditions hält die verbleibenden Anteile.

Produkte und Dienste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Business Insider organisiert mit IGNITION eine jährliche Konferenz, die sich unter dem Motto „Future of Digital“ mit der Entwicklung von digitalen Medien beschäftigt.[9] Im Januar 2015 hat das Unternehmen BI Intelligence vorgestellt, ein Abonnement-Dienst, der Recherche-Ergebnisse und Analysen für verschiedene aktuelle IT-Bereiche anbietet.[10] Dieser Dienst ist derzeit nur in Englisch verfügbar.

Tech Insider[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2015 startete Business Insider eine neue eigenständige Web-Seite Tech Insider mit einem dahinter stehenden Team von 40 Leuten. Das Team arbeitet vom bestehenden New Yorker Hauptquartier, ist aber separat aufgestellt.[11]

Markets Insider[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2016 startete das Unternehmen mit Markets Insider einen neuen Daten- und Nachrichtendienst für globale Märkte. Die Daten werden vom Finanzportal Finanzen.net, einer weiteren Axel Springer SE Beteiligung, bereitgestellt.[12]

Insider[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2016 startet der Dienst Insider mit eigener Webseite. Das Angebot hat den Fokus auf Lifestyle-Nachrichten und war vorher schon auf anderen Social Media Plattformen wie Facebook, Snapchat und YouTube vertreten, will aber unter eigenem Auftritt das Angebot gezielter vermarkten. Der neue Dienst ist nur in englischer Sprache verfügbar.[13]

Geschäftsmodell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Business Insider verdient sein Geld vorrangig mit der Schaltung von Werbung innerhalb seiner Nachrichtenangebote, die mit spezieller Ausrichtung auf Zielgruppen wie Tech Insider oder Markets Insider noch genauer platziert werden können. Gleiches gilt für das Lifestyle-Angebot Insider. Gleichzeitig wird mit dem Aufbau des Abo-Dienstes BI Intelligence eine weitere Umsatzquelle erschlossen.[14] Im September 2016 wurde bekannt, dass das Unternehmen auch sogenannte Paywalls testen will, um weitere Umsatzkanäle zu erschließen und um einem Umsatzschwund durch Adblocker entgegenzuwirken.[15]

Schlüsselpersonen aus Gründungszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Chefredakteur und heutige CEO des Unternehmens ist Henry Blodget, ein Absolvent der Universität von Yale. Bis zu seinem Start von Business Insider war er an der Wall Street beschäftigt, wo er 2003 von der SEC wegen Anlagebetrugs verklagt und mit einem Arbeitsverbot im Finanzbereich belegt wurde.[16][17] Der von 2008 bis 2013 stellvertretender Chefredakteur Nicholas Carlson, arbeitete vorher bei Internet.com und dem zu Gawker Media gehörenden Nachrichten und Klatschportal des Silicon Valley Valleywag. Heute ist Carlson Chefredakteur des Lifestyle-Dienstes Insider von Business Insider.[18] Jim Edwards, Redakteur von 2011 bis 2012 und stellvertretender Chefredakteur von 2012 bis 2014 war früher bei Adweek und ist heute Chefredakteur von Business Insider UK.[19]

Anerkennung und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Business Insider wurde in 2012 in die Liste der Inc. 500 aufgenommen. Die ehemalige Dienst Clusterstock wurde im TIME Artikel „Best 25 Financial Blogs“ (22. Januar 2009) erwähnt.[20] Der Dienst Silicon Alley Insider wurde im PC Magazine als „Our Favorite Blogs 2009“ erwähnt.[21] Business Insider selbst wurde mehrfach bei den Webby Awards nominiert und ausgezeichnet.

Die Webseite wurde mehrfach für die Aufmachung ihrer Schlagzeilen, dem sogenannten Clickbaiting kritisiert.[22] Außerdem wurde sie vom US-Magazin The New Yorker dafür kritisiert, dass Veröffentlichungsgeschwindigkeit vor Genauigkeit geht.[23][24][25]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Business Insider Deutschland startet. In: axelspringer.de. 4. November 2015, abgerufen am 18. November 2016.
  2. Business Insider startet in Polen. In: axelspringer.de. 11. Mai 2015, abgerufen am 18. November 2016.
  3. a b Axel Springer erwirbt Business Insider. In: axelspringer.de. 29. September 2015, abgerufen am 18. November 2016.
  4. Welcome To Business Insider. 23. April 2013. Archiviert vom Original am 23. April 2013. Abgerufen am 18. November 2016.
  5. Erick Schonfeld: Business Insider Turns A $2,127 Profit On $4.8 Million In Revenue. In: techcrunch.com. 7. März 2011, abgerufen am 24. November 2016 (englisch).
  6. Keach Hagey: Henry Blodget’s Second Act. In: wsj.com. Wall Street Journal, 29. Juli 2012, abgerufen am 24. November 2016 (englisch).
  7. Welcome To Business Insider. In: businessinsider.com. Abgerufen am 25. November 2016 (englisch).
  8. Welcome To Business Insider (UK). In: businessinsider.com. Abgerufen am 25. November 2016 (englisch).
  9. Business Insider’s flagship annual conference. (Nicht mehr online verfügbar.) In: businessinsider.com. Archiviert vom Original am 29. November 2016; abgerufen am 25. November 2016 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.businessinsider.com
  10. A gold mine of research and knowledge at your fingertips. In: businessinsider.com. Abgerufen am 9. Dezember 2016 (englisch).
  11. Lukas Alpert: Business Insider Broadens Ambitions With New Tech Site. In: wsj.com. Wall Street Journal, 27. Juli 2015, abgerufen am 18. November 2016 (englisch).
  12. Echtzeit-Finanzmarktdaten für die digitale Generation: Business Insider startet Markets Insider. In: axelspringer.de. 25. Oktober 2016, abgerufen am 24. November 2016.
  13. Lukas Alpert: Business Insider Launches ‘Insider’ Lifestyle Website. In: wsj.com. Wall Street Journal, 25. Mai 2016, abgerufen am 25. November 2016 (englisch).
  14. Leonid Bershidsky: Can Business Insider Make Money? In: Bloomberg.com. 29. September 2015, abgerufen am 26. November 2016 (englisch).
  15. Jeremy Barr: Business Insider Testing a Reader Paywall, and an Ad-Blocking Response. In: adage.com. Advertising Age, 26. September 2016, abgerufen am 9. Dezember 2016 (englisch).
  16. „Was mir passiert ist, war peinlich“. In: Der Spiegel. Nr. 20, 2016 (online – Spiegel-Gespräch mit Henry Blodget).}
  17. Securities and Exchange Commission. In: sec.gov. SEC, 28. April 2003, abgerufen am 26. November 2016 (englisch).
  18. Profil Nicholas Carlson. In: LinkedIn.com. Abgerufen am 26. November 2016 (englisch).
  19. Profile Jim Edwards. In: LinkedIn.com. Abgerufen am 26. November 2016 (englisch).
  20. Douglas A. McIntyre, Ashley C. Allen,: Best 25 Financial Blogs. In: Time.com. 22. Januar 2009, abgerufen am 13. Dezember 2016 (englisch).
  21. Brian Heater: Our Favorite Blogs 2009. (Nicht mehr online verfügbar.) In: pcmag.com. PC Magazine, 23. November 2009, archiviert vom Original am 13. Dezember 2016; abgerufen am 13. Dezember 2016 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pcmag.com
  22. 2015-07-29: Wer hat Angst vor Buzzfeed? In: handelsblatt.com. 29. Juli 2015, abgerufen am 26. November 2016.
  23. Ken Auletta: Business Outsider – Can a disgraced Wall Street analyst earn trust as a journalist? In: newyorker.com. 8. April 2013, abgerufen am 9. Dezember 2016 (englisch).
  24. Business Insider. In: webbyawards.com. Abgerufen am 13. Dezember 2016.
  25. The Business Insider. In: webbyawards.com. Abgerufen am 13. Dezember 2016.