Snapchat

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Snapchat
Snapchat Logo.png
Erscheinungsjahr 2011
Aktuelle Version 9.7.3.0 (Android)
(10. Mai 2015)
9.7.0 (Apple iOS)
(5. Mai 2015)
Betriebssystem Android, Apple iOS
Kategorie Instant Messaging
Lizenz proprietäre Software
Deutschsprachig Ja
www.snapchat.com

Snapchat ist ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones und Tablets. Der Dienst ermöglicht es, Fotos an Freunde zu versenden, die nur eine bestimmte Anzahl an Sekunden sichtbar sind und sich dann selbst zerstören sollen. Es ist jedoch mit relativ einfachen Mitteln möglich, versendete Dateien innerhalb der Ordnerstruktur des genutzten Gerätes zu finden und wiederherzustellen.[1]

Snapchat wurde 2011 von Robert „Bobby“ Murphy und Evan Spiegel gegründet. Firmensitz ist Los Angeles, Kalifornien. Im September 2013 versandte der Dienst 350 Millionen Nachrichten pro Tag;[2] sein Wert wurde Ende 2013 mit 4 Milliarden US-$ bewertet.[3]

Ende Dezember 2013 machten Hacker Daten von rund 4,6 Millionen Nutzern (überwiegend aus den USA) der Smartphone-App auf der speziell dafür eingerichteten Website snapchatdb.info im Internet publik. Auf Sicherheitslücken hatte bereits am 27. August 2013 die Gruppe Gibson Security hingewiesen.[4][5] Am 9. Januar 2014 veröffentlichte die Firma eine neue Version der Software.[6][7]

Im Oktober des Jahres 2014 geriet eine Sammlung von etwa 200.000 Bildern in den Umlauf, die mit der Anwendung verschickt worden waren. Viele dieser Bilder fallen in den jugendschutzrechtlich relevanten Bereich, da es sich um Abbildungen unbekleideter Minderjähriger handelt. Die Entwickler schlossen eine Kompromittierung ihrer Server aus und verwiesen auf Anwendungen von Drittanbietern. In ihren AGB untersagen sie deren Nutzung.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sexting-App löscht Videos nicht. chip.de, 6. August 2013, abgerufen am 9. Februar 2015.
  2. Facebook wollte Chat-Dienst Snapchat für 1 Milliarde US-Dollar kaufen. Abgerufen am 27. Oktober 2013.
  3. Snapchat lehnte Milliarden-Offerte von Facebook ab. Abgerufen am 14. November 2013.
  4. http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2014-01/snapchat-hack
  5. http://gibsonsec.org/snapchat/press.html
  6. Badische Zeitung, 10. Januar 2014, Panagiotis Kolokythas: badische-zeitung.de: Snapchat in neuer Version nach massiven Datenklau (11. Januar 2014)
  7. blog.snapchat.com: Find Friends Improvements (11. Januar 2014)
  8. The Snappening: Hunderttausende privater Snapchat-Fotos im Umlauf. heise.de, 10. Oktober 2014, abgerufen am 4. März 2015.