Câmpulung Moldovenesc

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Câmpulung Moldovenesc
Kimpolung
Moldvahosszúmező
Wappen von Câmpulung Moldovenesc
Câmpulung Moldovenesc (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Bukowina
Kreis: Suceava
Koordinaten: 47° 32′ N, 25° 33′ OKoordinaten: 47° 31′ 51″ N, 25° 33′ 5″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 600 m
Fläche: 24 km²
Einwohner: 16.722 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 697 Einwohner je km²
Postleitzahl: 725100
Telefonvorwahl: (+40) 02 30
Kfz-Kennzeichen: SV
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Mihăiță Negură (PNL)
Postanschrift: Str. 22 Decembrie, nr. 2
loc. Câmpulung Moldovenesc, jud. Suceava, RO–725100
Website:

Câmpulung Moldovenesc (veraltete Schreibweise Cîmpulung Moldovenesc; deutsch Kimpolung oder (seltener) Kimpulung, ukrainisch Довге поле/Dowhe Pole, ungarisch Moldvahosszúmező) ist eine Stadt im Kreis Suceava im Norden Rumäniens.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Câmpulung Moldovenesc

Die Stadt liegt an der Moldau und befindet sich im südlichen, zu Rumänien gehörenden Teil der Bukowina.

Geschichte und Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kimpolung wurde 1411 erstmals urkundlich erwähnt. Da es sich im nördlichen Teil des Fürstentums Moldau befand, fiel die Ortschaft 1775 an Österreich. Nach der Gründung des Kronlandes Bukowina fungierte Kimpolung als Bezirksstadt.

Durch die Niederlage Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg wurde die Stadt Teil Großrumäniens. Der nördliche Teil der Bukowina fiel im Zuge des Zweiten Weltkrieges an die Sowjetunion. Beim Zensus 1930, als der Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung zu Gunsten des Rumänischen bereits gefallen war, gaben von den rund 10.000 Einwohnern der Stadt 17,3 % Deutsch, 12,4 % Jiddisch und 67,9 % Rumänisch als Muttersprache an.[2]

Die starke jüdische Gemeinde von Kimpolung ist durch die Verschleppungen und Ermordungen in Transnistrien während des Zweiten Weltkrieges und die spätere Auswanderung nahezu verschwunden.

Bis in die unmittelbare Nachkriegszeit war Kimpolung Sitz einer Kreisverwaltung. Heute ist es mit etwa 20.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt im Kreis Suceava. Die Stadt beherbergt ein über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Holzmuseum. Sie liegt an der Bahnstrecke Dărmănești–Câmpulung Moldovenesc.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volkszählung von 2002 führte zu folgender ethnischen Aufteilung der Einwohner:

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Câmpulung Moldovenesc – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien bei citypopulation.de
  2. http://archive.org/stream/recensamntulgene02inst#page/114/mode/2up