Postanschrift

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Postbriefkasten der Deutschen Post der DDR um 1970 mit zusätzlichem rotem Aufkleber, der auf die korrekte Angabe der Anschrift hinweist.
Briefumschlag mit Postanschrift im unteren Drittel, die Postleitzahl des Empfängers befindet sich unten links (Ukraine)

Die Postanschrift (in der Schweiz Postadresse) bezeichnet das Ziel in Adressform, an das eine Postsendung gerichtet ist. Dabei kann es sich entweder um ein Postfach oder um eine Adresse mit einem Briefkasten handeln.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Postanschrift muss als Minimum den Namen des Empfängers, der eine Person oder eine Personengruppe (zum Beispiel Unternehmen, Vereine und Ähnliches) sein kann, und eine genaue örtliche Bezeichnung enthalten. Die örtliche Bezeichnung muss dabei in jedem Fall den Ort und die entsprechende Postleitzahl enthalten. Gegebenenfalls muss sie um eine Straßenangabe mit Hausnummer oder eine Postfachnummer erweitert werden. Für Sendungen ins Ausland muss die gültige Bezeichnung des Staates angegeben werden.

Mit der Einführung von automatischen Briefsortiermaschinen sind die Anforderungen an die Genauigkeit der Postanschrift sehr gestiegen. International sind die Postadressen nach Standards der ISO (EN 14142 und ISO 19160-4)[1] sowie des Weltpostverein (Standard S42[2]) definiert, in Deutschland wurden sie in die DIN 5008 aufgenommen. Diese Norm schreibt die Anbringung der Anschrift in einer bestimmten Zone des Kuverts sowie die Adressierung in Maschinenschrift vor. Die Einhaltung dieser Norm ist für Großkunden der Deutschen Post eine der Voraussetzungen, um einen Nachlass auf das Porto zu erhalten. So ist außer der Reihenfolge der Angaben in der Anschrift auch die Position auf dem Versandumschlag festgelegt.[3]

Im deutschen Sprachraum war es früher üblich, Anrede und akademischen Grad bzw. Berufstitel in der Postanschrift anzugeben. Dies ist heutzutage vor allem bei privaten Briefen noch üblich.[4] Beispiel:

Herrn
Dr. Hans Mustermann
Neubaustraße 1
12345 Musterstadt

Im Zuge der maschinellen Verarbeitung wird zunehmend darauf verzichtet.[5] Das Voranstellen des akademischen Grades „Dr.“ ist in Deutschland üblich. Auch Abkürzungen sind bei Geschäftsbriefen verbreitet:

Dr. H. Mustermann
Neubaustr. 1
12345 Musterstadt

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2004 werden internationale ISO-Standards für die Struktur der Postanschrift entwickelt.[6][7]

Nicht zustellbare Sendungen werden mit einem Stempel oder Aufkleber versehen, auf dem der Grund für die Nichtzustellbarkeit angegeben wird. Hierfür wurde z. B. das System AFNUS entwickelt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Postadresse – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ISO 19160-4:2017(en) Addressing — Part 4: International postal address components and template language. In: iso.org. Abgerufen am 29. November 2019 (englisch).
  2. Standard S42: International postal address components and templates. In: upu.int. Abgerufen am 29. November 2019 (englisch).
  3. DIN 5008 Vorlage: Schritt für Schritt eigene Briefe formatieren. Deutsche Post, abgerufen am 29. November 2019.
  4. Die wichtigsten Anreden klipp & klar: Wie Sie Doktoren, Adelige und Würdenträger korrekt anreden. In: stil.de. Abgerufen am 29. November 2019.
  5. Briefumschlag richtig adressieren – So kommt Ihre Post schnell an. Deutsche Post, abgerufen am 29. November 2019.
  6. ISO/IEC 19773 Teil 08: „ISO/IEC 19773 Information technology – Metadata Modules (MM)“ Part 08: Data structure for UPU postal data (MS Word; 267 kB) Stand: 4. November 2004
  7. ISO/IEC JTC1 SC32 WG2 Development/Maintenance – ISO/IEC 19773: Information Technology — Metadata registries (MDR) — Modules; Autor Frank Farance; Stand: 8. Januar 2012
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