CSX Transportation

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CSX Transportation
Logo von CSX Transportation
Rechtsform Corporation
Gründung 1. Juli 1986
Sitz Jacksonville (Florida)
Leitung Michael J. Ward
Mitarbeiter 31.000 (2008)
Umsatz 9.039.079 Tausend $ (2007)
Bilanzsumme 23.404.564 Tausend $ (2007)Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Schienenverkehr
Website www.csx.com
CSX-Hauptquartier in Jacksonville (Florida)

CSX Transportation (CSXT) ist eine amerikanische Class-1-Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Jacksonville (Florida) und gehört zur CSX Corporation. Sie ist neben der Norfolk Southern Railway die größte Eisenbahngesellschaft östlich des Mississippi.

Struktur[Bearbeiten]

Streckennetz der CSX

Das Streckennetz umfasste 2008 43.055 km. Das gesamte Gleisnetz hat eine Länge von 60.067 km. Das Unternehmen hatte rund 31.000 Beschäftigte, 4.143 Lokomotiven und 91.350 Güterwagen. Die Gesellschaft setzt einen großen Anteil von Lokomotiven mit Drehstromtechnik ein. CSX Transportation betreibt 36 Rangierbahnhöfe und 56 Container-Terminals.

GE C40-8W der CSX

Täglich werden rund 1200 Züge mit 20.000 Wagenladungen transportiert. Der allgemeine Güterverkehr (Stein, Sand, Metalle, Chemikalien, Nahrungsmittel, Papier) macht 49 % des Umsatzes und 37 % des Transportvolumens aus. Kohletransporte haben einen Umsatzanteil von 29 % und einen Transportanteil von 28 %. Die Transporte für die Automobilindustrie sind für einen Umsatzanteil von 7 % und einen Transportanteil von 5 % verantwortlich. Die intermodalen Transporte mit Container haben einen Anteil von 13 % am Umsatz und 30 % am Transportvolumen.

Das Streckennetz reicht im Norden von Montreal, Buffalo, Detroit und Chicago bis zum Golf von Mexico, nach New Orleans, Tampa und Miami. Von der Atlantikküste (Boston, New York, Savannah, Jacksonville) reichten die Strecken bis zum Mississippi in St. Louis und Memphis. Es bestehen Übergänge zu allen anderen Class-1-Eisenbahngesellschaften. Rund 230 Shortline- und regionale Bahngesellschaften haben einen Übergang zum CSX-Netz.

Wichtigste Strecken verbinden die Kohlelagerstätten in den Appalachen mit der Atlantikregion und dem Nordosten der Vereinigten Staaten. Der Südostkorridor verbindet die Städte Nashville, Birmingham und Atlanta mit Memphis, St. Louis und Chicago.

Der Interstate-90-Korridor verbindet Chicago mit New York und den Neuengland-Staaten. Dabei wird auch die sogenannte Waterlevel-Route entlang des Eriesees genutzt.

Der Interstate-95-Korridor verbindet Charleston und Jacksonville mit Baltimore, Philadelphia und New York.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gesellschaft ist das Endergebnis eines Fusionsprozesses der Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre begann. 1967 fusionierten die Atlantic Coast Line Railroad (ACL) und die Seaboard Air Line Railroad (SAL) zur Seaboard Coast Line Railroad (SCL). Durch Zusammenschluss der SCL mit der Louisville and Nashville Railroad (L&N) sowie weiteren unter „Family Lines“ vermarkteten Gesellschaften entstand 1982 die Seaboard System Railroad.

Aus dem Zusammenschluss der Chesapeake and Ohio Railway (C&O), der Baltimore and Ohio Railroad (B&O) und der Western Maryland Railway (WM) wurde 1973 das Chessie System gebildet. Die einzelnen Bahngesellschaften blieben jedoch selbstständig.

1980 fusionierten die Mutter- bzw. Holdinggesellschaften der beiden Zusammenschlüsse Chessie System und Seaboad Coast Line Industries zur CSX Corporation. Der Name CSX bedeutet: „C“ = Chessie System, „S“ = Seaboard System, „X“ = Multiplikator (steht für die Fusion der beiden Systeme), wobei das „X“ nur als Interimslösung während der Fusion gewählt wurde und erst später die Bedeutung erhielt.

Im Zeitraum zwischen 1. Juli 1986 und 31. August 1987 wurden die noch bestehenden Bahngesellschaften Seaboard System Railroad und Chesapeake and Ohio Railway zur CSX Transportation verschmolzen. Zur gleichen Zeit erwarb die CSX Corporation Sea-Land. Ziel war die Schaffung eines integrierten intermodalen Transportsystem auf dem Land- und Seeweg. Operativ wurden die Gegebenheiten der Vorgängergesellschaften weitgehend übernommen und weitergeführt. Gleichzeitig begann die CSXT Nebenstrecken an Shortline- und regionale Bahngesellschaften zu verkaufen.

Im Jahr 1991 übernahm die CSX die Richmond, Fredericksburg and Potomac Railroad. 1992 erfolgte durch das Tochterunternehmen Three Rivers Railway die Übernahme des Betriebsvermögens der Pittsburgh and Lake Erie Railroad.

In den Jahren 1996/1997 kam es mit der Norfolk Southern Railway zu einem Übernahmekampf um die Conrail. Schließlich einigten sich die Kontrahenten auf eine Teilung des Unternehmens. Die CSX übernahm 42 % der Conrail, vor allem die früheren Strecken des New York Central System. Der Betriebsübergang erfolgte zum 1. Juni 1999. Die Übernahme der Conrail sowie schon vorhandene diverse betriebsinterne Probleme führten zu zeitweiligen Störungen des Betriebsablaufes.

Tochterunternehmen[Bearbeiten]

Die CSX Transportation hat über 60 Tochtergesellschaften. Dazu gehören neben Bahngesellschaften, die in der Regel nur noch auf dem Papier bestehen, mehrere Unternehmen die den Immobilienbesitz verwalten oder Dienstleistungen für die Eisenbahn zur Verfügung stellen.

Folgende Bahngesellschaften werden noch als Tochtergesellschaften geführt:

Neben den Tochtergesellschaften verfügt die CSX über mehrere Beteiligungen. An folgenden Bahngesellschaften besitzt die Gesellschaft Anteile:

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  •  Brian Solomon: CSX. In: William D. Middleton, George M. Smerk, Roberta L. Diehl (Hrsg.): Encyclopedia of North American Railroads. Indiana University Press, Bloomington, IN 2007, ISBN 978-0-253-34916-3, S. 343–346.
  • Annual Reports
  • STB Reports

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: CSX Transportation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien