Birmingham

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Birmingham (Begriffsklärung) aufgeführt.
Birmingham
Skyline von Birmingham
Skyline von Birmingham
Koordinaten 52° 29′ N, 1° 54′ WKoordinaten: 52° 29′ N, 1° 54′ W
Birmingham (England)
Birmingham
Birmingham
Bevölkerung 1.101.360 (Stand: 2014[1])
Fläche 267,77 km² (103,39)
Verwaltung
Postleitzahlen­abschnitt B
Vorwahl 01905
Landesteil England
Region West Midlands
Shire county West Midlands
ONS-Code 00CN
Website: www.birmingham.gov.uk
Politik
Oberbürgermeister: Raymond Hassall (Lord Mayor)[2]
Rat der Stadt:
(120 Sitze)
Konservative: 31 Sitze
Labour: 77 Sitze
LibDems: 12 Sitze
Kanäle im Stadtteil Brindleyplace
Die zentrale Einkaufsstraße New Street

Birmingham (Zum Anhören bitte klicken! [ˈbɜːmɪŋˌəm], lokal [ˈbɜːmɪŋˌɡəm]) ist nach London die zweitgrößte Stadt des Vereinigten Königreichs. Sie ist das Zentrum der West Midlands und zählt knapp über 1,1 Millionen Einwohner, in ihrem Ballungsraum leben rund 2,6 Millionen Menschen. Birmingham besitzt den Status einer City und ist ein Metropolitan Borough im Metropolitan County West Midlands.

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist Zentrum der britischen Metallverarbeitung und liegt östlich des „Black Country“ – benannt nach den rauchenden Schloten, die die Industrielle Revolution hier konzentrierte. Sie hat sich aber längst – wie andere Städte der Region (Wolverhampton, Dudley oder Coventry) – zu einem modernen Dienstleistungszentrum mit futuristischen Hochhäusern gewandelt. Das Black Country Living Museum, ein Freilichtmuseum in Dudley mit Original-Häusern und Handwerksbetrieben vermittelt aber einen Eindruck vom früheren Alltag.

Birmingham wird oft Brum genannt (abgeleitet vom alten Namen Brummagem), dessen Einwohner Brummies. Birmingham ist eine der ethnisch vielfältigsten Städte Großbritanniens. Ein großer Teil der Bevölkerung stammt aus der Karibik, vom indischen Subkontinent und aus Irland. Die mit Abstand größte ethnische Minderheit stellen die Britisch-Pakistaner, mit etwa 150.000, vor allem aus dem von Pakistan kontrollierten Teil Kaschmirs. Birmingham ist die Stadt, in der die meisten Kaschmiris außerhalb Kaschmirs leben. Sie sprechen fast ausschließlich Punjabi als Erstsprache. Laut der Volkszählung von 2001 gehören 29,7 % der Einwohner ethnischen Minderheiten an. In der Stadt leben die meisten Rastafaris außerhalb von Jamaika und hier findet die drittgrößte Parade zum St. Patrick’s Day statt (nach Dublin und New York).

Millionen von Touristen besuchen Birmingham jedes Jahr, und die Stadt bietet nach dem West End in London die besten Einkaufsmöglichkeiten des Landes. Das einst von riesigen grauen Industrieanlagen geprägte Erscheinungsbild der Stadt wurde in den letzten Jahren merklich aufgefrischt und verschönert.

Birmingham gehört zur Stadtgrafschaft West Midlands. Nachbarstädte sind Solihull und Coventry im Osten sowie die zur Black Country gehörenden Metropolitan Counties Sandwell, Dudley, Walsall und Wolverhampton im Westen und Nordwesten.

Birmingham
Klimadiagramm
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Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Birmingham
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Max. Temperatur (°C) 6,0 6,2 8,9 11,9 15,3 18,8 20,6 20,1 17,6 13,8 9,2 7,1 Ø 13
Min. Temperatur (°C) 0,3 0,1 1,5 3,3 6,0 9,2 11,1 10,8 8,8 6,2 2,9 1,3 Ø 5,2
Niederschlag (mm) 56 48 52 48 55 57 47 67 54 53 59 66 Σ 662
Regentage (d) 16,7 12,8 15,9 14,1 15,2 12,6 11,7 13,5 12,4 13,4 15,5 15,7 Σ 169,5
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Quelle: WMO

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antike und frühes Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleine Bauerndörfer existierten bereits während der Bronzezeit in der Region um Birmingham. Zur Zeit des Römischen Reiches (↗ Großbritannien in römischer Zeit) führte eine wichtige Straße durch Birmingham und es existierte ein römisches Lager in den heutigen südlichen Vororten. Es wurde auch eine kleine römische Siedlung (vicus) ausgegraben.

Nach dem Rückzug der Römer war die Gegend um Birmingham nur sehr dünn besiedelt, da die schlechte Qualität des Bodens keine produktive Landwirtschaft zuließ. Das heutige Stadtgebiet war zum größten Teil bewaldet.

Der Name Birmingham stammt vom angelsächsischen Beormaham (Dorf der Sippe von Beorma). Beorma war vermutlich ein lokaler Stammesführer. Später wurde daraus Brummagem und schließlich Birmingham. Im Bereich des Stadtteils Digbeth im Stadtzentrum zeigen heute Straßennamen wie Rea Street an, dass eine Siedlung an einer Furt durch den River Rea in diesem Bereich die Keimzelle Birminghams war.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Eroberung Englands durch die Normannen wurde die Gegend ein Lehen der Familie de Birmingham, die dort eine kleine Bauernsiedlung errichten ließen. Im Domesday Book wird Birmingham als relativ unwichtiges Dorf mit einem Wert von nur gerade 20 Shilling erwähnt.

Im Jahre 1154 erhielt der Lehnsherr Peter de Birmingham das Recht, Märkte durchzuführen. Der Markt, der Bull Ring genannt wurde, ermöglichte den Aufstieg von einem winzigen, unbedeutenden Bauerndorf zu einem wohlhabenden Handelszentrum. Bereits um 1300 war Birmingham die drittgrößte Siedlung in der Grafschaft Warwickshire, hinter Coventry und Warwick. Die Familie de Birmingham kontrollierte die Gegend bis 1527, als der Herzog von Northumberland das Lehen übernahm.

Beginn der Industrialisierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom 15. Jahrhundert an wurde Birmingham Zentrum zahlreicher metallverarbeitender Betriebe sowie der Waffenherstellung (Schwerter und Gewehre). Die Lage Birminghams im Landesinnern fern den Seehandelswegen bedeutete, dass Waren von hoher Qualität produziert werden mussten, um auf dem Exportmarkt überhaupt eine Chance zu haben. Der Name Birmingham war deshalb bald gleichbedeutend mit Qualität.

Der Waffenhandel wurde vor allem durch den englischen Bürgerkrieg angekurbelt. 1642 wurde Birmingham von königlichen Truppen verwüstet. Aus diesem Grund schloss sich die Stadt der Sache der Parlamentarier an und lieferte Waffen an deren Armee. Nicht weniger als 15.000 Schwerter sollen für die Truppen von Oliver Cromwell produziert worden sein.

Die industrielle Revolution[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gut ausgebildeten Arbeitskräfte und die Tatsache, dass Birmingham nahe den Kohlefeldern von Warwickshire und Staffordshire lag, hatten zur Folge, dass die Stadt rasch wuchs. Am Ende des 18. Jahrhunderts war Birmingham bereits die größte Stadt von Warwickshire.

Um 1800 herum wurde ein weitverzweigtes Netz von Narrowboat-Kanälen gebaut, die das Wachstum der Stadt weiter begünstigten. In den 1830ern wurden Eisenbahnlinien nach Liverpool, Manchester und London gebaut. Birmingham New Street wurde einer der wichtigsten Bahnhöfe des Landes.

Um 1850 war Birmingham bereits die zweitgrößte Stadt des Landes. Sie wurde Standort zahlreicher industrieller Produktionsstätten, wie z. B. der bedeutenden britischen Fahrzeug– und Rüstungsschmiede BSA, und erhielt bald, der riesigen Bandbreite von Gütern, die hier produziert wurden wegen, den Übernamen „City of a thousand trades“. Allerdings machten die vielen Industrieanlagen die Stadt zu einem grauen, ungesunden und unfreundlichen Ort. 1896 erhielt Birmingham das Stadtrecht. Zwischen 1889 und 1911 wurden die Vorstädte Aston, Edgbaston, Erdington, Handsworth, Kings Norton, Northfield und Yardley eingemeindet.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurden in Birmingham vielfältige Rüstungsgüter hergestellt: Munition, Panzerfederungen, Stahlhelme und Minen. Auch Jagd- und Bomberflugzeuge wurden gebaut (Hawker Hurricane, Avro Lancaster, Supermarine Spitfire).

Die Stadt erlitt während des Zweiten Weltkriegs große Zerstörungen durch Bombardierungen der deutschen Luftwaffe. Über 5.000 Menschen wurden getötet und über 6.000 Häuser zerstört.

Nach Kriegsende wurden viele der heruntergekommenen Arbeiterviertel abgerissen, da sie sich teilweise zu Slums entwickelt hatten. Große Teile der Stadt mitsamt dem Stadtzentrum wurden neu gebaut. Nach einer Kommunalreform im Jahre 1974 wurde die Vorstadt Sutton Coldfield eingemeindet und Birmingham wurde eine kreisfreie Stadt.

Ab 1950 setzte eine große Einwanderungswelle ein. Viele Menschen aus den Commonwealth-Staaten zogen nach Birmingham und in die nähere Umgebung. Ab 1980 kam ein zweiter Einwanderungsschub, diesmal von Menschen aus dem Kosovo und aus Somalia. Auseinandersetzungen zwischen Minderheiten und der Polizei führten 1985 zu Rassenunruhen. Im Jahre 2001 gehörten 29,7 % der Bevölkerung ethnischen Minderheiten an, davon 10,6 % aus Pakistan, 6,1 % aus der Karibik und 5,7 % aus Indien.

Seit den 70er-Jahren wandelt sich Birmingham von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsstadt. Sinnbild dieser urbanistischen Erneuerung ist unter anderem Brindleyplace. Neben dem Flughafen wurde das National Exhibition Centre gebaut, das größte Messegelände des Landes. Interessant hierbei ist, dass sowohl Flughafen als auch Messe eigentlich gar nicht zu Birmingham gehören, sondern zur Nachbarstadt Solihull. 1998 fand in Birmingham ein G8-Gipfel statt. 1999 fand hier der weltweite IUGG-Kongress statt. Birmingham kandidierte erfolglos als europäische Kulturhauptstadt 2008.

Entwicklung der Einwohnerzahl
Jahr Einwohner
1550 1.500
1650 5.000
1750 24.000
1800 80.000
1900 522.800
1981 1.013.431
2002 990.000
2005 1.001.200
2009 1.012.010
2010 1.036.900

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Industriellen Revolution blühten Birmingham und die umliegenden Gebiete auf. In den Fabriken wurden Schwerter, Kanonen, Pistolen, Uhren, Schmuck, Eisenbahnwaggons und Dampfmaschinen hergestellt. Obwohl Birmingham über 100 Kilometer vom Meer entfernt liegt, wurden hier sogar Schiffe hergestellt; die vorfabrizierten Einzelteile wurden dann an der Küste zusammengesetzt.

1836 wurde die erste Filiale der Midland Bank eröffnet. Sie war eine der größten Banken des Landes und gehört heute zum HSBC-Konzern. Bis 2003 wurden in der Birmingham Mint, der ältesten unabhängigen Münzprägestätte der Welt, Münzen hergestellt. Birmingham ist ein Zentrum der Bier- und Schokoladenindustrie. Bis zum Konkurs der MG Rover Group im Jahr 2005 wurden im Stadtteil Longbridge Wagen der Marke MG und Rover produziert.

Obwohl die Industrie noch immer eine wichtige Rolle einnimmt, wird ihre einstige Bedeutung vom Dienstleistungssektor langsam aber sicher übertroffen; auch der Finanzsektor und der Tourismus werden immer wichtiger.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptbahnhof von Birmingham, New Street, gilt als größter Eisenbahnknotenpunkt Großbritanniens. Züge verkehren in alle wichtigen Städte des Landes. New Street wird von den Eisenbahngesellschaften Arriva Trains Wales (Regionalverkehr Richtung Wales), CrossCountry, London Midland (Regionalverkehr, überregionaler Verkehr) und Virgin Trains (Fernverkehr Richtung Norden und Süden, insbesondere London) bedient. Chiltern Railways (Regionalverkehr von London) fährt New Street nicht an, bedient aber unter anderem die nahegelegenen Bahnhöfe Snow Hill und Moor Street.

Die Midland Metro ist eine niederflurige Stadtbahn, die Birmingham mit den Nachbarstädten Wednesbury, West Bromwich und Wolverhampton verbindet. Erweiterungen im Stadtzentrum sind in Bau; weitere sind geplant, auch nach Dudley. Der städtische Busverkehr ist weitgehend dereguliert.

Birmingham ist der Knotenpunkt verschiedener Autobahnen, die die Stadt umschließen. Die jeweiligen Abschnitte sind der Motorway M42 an der Süd- und Ostseite, Motorway M6 an der Nordseite und Motorway M5 an der Westseite. Das Autobahnkreuz Gravelly Hill nordöstlich der Stadt wird wegen seiner Kompliziertheit scherzhaft „Spaghetti Junction“ genannt. Von ihm führt der Motorway A38(M), eine siebenstreifige Autobahn ohne Mittelstreifen, stadteinwärts. 2003 wurde mit dem Motorway M6 Toll nördlich der Stadt die erste mautpflichtige Autobahn Großbritanniens eröffnet, die als Umfahrung Birminghams und der umliegenden Agglomeration dient.

Im Osten der Stadt liegt der Flughafen Birmingham International, von dem aus Flüge nach ganz Europa sowie nach New York anboten werden und der an das Eisenbahnnetz angeschlossen ist.

Zwar liegt Birmingham an keinem großen Fluss, ist jedoch der Knotenpunkt des mittelenglischen Narrowboat-Kanalsystems. Innerhalb der Stadtgrenzen gibt es Kanäle mit einer Gesamtlänge von 60 Kilometern. Es wird oft behauptet, dass Birmingham mehr Kanäle als Venedig besitzt (allerdings ist die Stadtfläche auch um einiges größer). Viele Kanäle waren mit der Zeit unpassierbar geworden, werden jedoch seit den 1980er Jahren wieder instand gesetzt und sind heute beliebte Touristenattraktionen mit zahlreichen Bars und Restaurants.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Birmingham spielen zwei der ältesten und renommiertesten Fußballclubs Englands, Aston Villa (gegründet 1874) und Birmingham City (gegründet 1875). Beide sind jedoch aktuell nur zweitklassig. Die erste professionelle Fußballliga Englands wurde am 22. März 1885 im heutigen Stadtteil Aston gegründet.

Birmingham ist auch ein Zentrum der britischen Leichtathletik. So wurden in der Stadt beispielsweise die 9. Leichtathletik-Junioreneuropameisterschaften und 2003 die Hallen-Weltmeisterschaften 1987 ausgerichtet sowie 2007 die Hallen-Europameisterschaften. Weitere beliebte Sportarten sind Golf, Rugby, Basketball, Boxen, Cricket, Hockey und Badminton.

Die Birmingham Bulls sind einer der ältesten englischen American-Football-Vereine und vierfacher britischer Meister.

1927 fand in der Camkin's Hall das Finale der ersten Snookerweltmeisterschaft statt. Organisiert wurde sie von Bill Camkin und dem späteren ersten Weltmeister Joe Davis.

Die Birmingham Brummies gehören zu den besten britischen Teams, die in der Speedway Elite League antreten.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rock- und Popmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den späten 1960er Jahren entwickelte sich in Birmingham der Heavy Metal mit Bands wie Black Sabbath, Judas Priest, Magnum, The Fortunes, The Move. Auch die Band Napalm Death stammt aus Birmingham.

Die Firma Bradmatic mit Sitz in Birmingham entwickelte und stellte das Mellotron her, einen der ersten brauchbaren Synthesizer, der einen bedeutenden Einfluss auf die Rockmusik jener Zeit ausübte.

In Birmingham begannen zahlreiche Blues- und Progressive-Rock-Bands ihre Karriere, unter anderem The Spencer Davis Group, The Moody Blues, Judas Priest, Traffic und Electric Light Orchestra.

Auch diverse bekannte Sänger und Songwriter stammen aus Birmingham oder begannen dort ihre Karriere, darunter Steve Winwood, Carl Palmer (von Emerson, Lake and Palmer), Phil Lynott (von Thin Lizzy), Jeff Lynne, Ozzy Osbourne oder Joan Armatrading.

Nach der Einwanderungswelle aus den Karibikstaaten in den 1970ern wurde die Reggae-Musik immer bedeutender; die bekanntesten Vertreter sind UB40 und Steel Pulse.

In den 1980ern wurden weitere Bands aus Birmingham wie Duran Duran oder Dexys Midnight Runners weltbekannt.

In den 1990ern wurde Birmingham Zentrum des britischen Hip-Hop, des House und des von indischen Elementen beeinflussten Bhangra.

Beliebte Veranstaltungsorte für Pop- und Rockkonzerte sind die NEC Arena und die National Indoor Arena.

In der National Indoor Arena wurde der Eurovision Song Contest 1998 ausgetragen.

Klassische Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birmingham besitzt zwei bekannte klassische Institutionen, das City of Birmingham Symphony Orchestra (CBSO) und das Birmingham Royal Ballet. Beim CBSO wirkte Simon Rattle als Dirigent und Leiter von 1980 bis 1998, als er aufgrund der schlechten finanziellen Ausstattung des Orchesters seinen Vertrag nicht mehr verlängern wollte. Von 1784 bis 1912 fand das Birmingham Triennial Music Festival statt, das damals als das beste Musikfestival Großbritanniens galt. Berühmte Komponisten wie Mendelssohn und Dvořák schrieben eigens für dieses Festival neue Kompositionen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige berühmte Schriftsteller lebten und schrieben in Birmingham:

Kultur allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die öffentliche Bibliothek, 2012
Das Hochhaus Rotunda vor der Renovierung 2006–2007
Selfridge-Bau

Birmingham besitzt zahlreiche Theater und Kunstmuseen. Die Stadt übernahm auch eine Pionierrolle in der Graffiti- und Hip-Hop-Kultur. Hier finden zahlreiche kulturelle Großveranstaltungen statt, zum Beispiel die drittgrößte Parade der Welt zum St. Patrick’s Day (nach Dublin und New York), die Militärshow „Birmingham Tattoo“ oder das Birmingham Film Festival. Seit Ende des 19. Jahrhunderts findet in Birmingham mit der Hundeausstellung Crufts eine der weltweit größten und ältesten Messen dieser Art statt.

Zu Weihnachten findet ein Frankfurter Markt in der Stadtmitte statt. Dort wird zum Beispiel deutsche Küche verkauft, sowie deutsche Kunstwerke, Schmuck, Kleider usw..

Die öffentliche Bibliothek Library of Birmingham wurde am 3. September 2013 eröffnet.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birmingham besitzt drei Universitäten: die University of Birmingham, die Aston University und die Birmingham City University (früher University of Central England, davor Birmingham Polytechnic). Die beiden letztgenannten planten eine Fusion, Aston stimmte jedoch letzten Endes dagegen. Das vor 100 Jahren gegründete Birmingham Conservatoire von Birmingham ist eines der renommiertesten Konservatorien des Landes.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Birmingham

Partnerstädte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birmingham – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Birmingham – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung von England am 30. Juni 2014
  2. lordmayor on birmingham.gov.uk
  3. Library of Birmingham: Official opening of £189m building (englisch). In: BBC News. Abgerufen am 3. September 2013.