Caesiumbromid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Caesiumbromid
__ Cs+     __ Br
Allgemeines
Name Caesiumbromid
Verhältnisformel CsBr
CAS-Nummer 7787-69-1
PubChem 24592
Eigenschaften
Molare Masse 212,809 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,44 g·cm−3 [1]

Schmelzpunkt

636 °C [1]

Siedepunkt

1300 °C [2]

Löslichkeit

sehr gut in Wasser, gut in Ethanol, unlöslich in Aceton[3]

Brechungsindex

1,6974[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [5]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [5]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [6][5]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Toxikologische Daten

1,4 g·kg−1 (LD50Rattei.p.)[3]

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−406 kJ/mol[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche nicht möglich

Caesiumbromid ist das Caesiumsalz der Bromwasserstoffsäure.

Darstellung[Bearbeiten]

Caesiumbromid kann durch Salzbildungsreaktion mit Bromwasserstoffsäure aus Caesiumhydroxid oder auch Caesiumcarbonat hergestellt werden:

 \mathrm{CsOH + HBr \rightarrow CsBr + H_2O}
 \mathrm{2\; Cs_2CO_3 + 2 \ HBr \rightarrow 2\; CsBr + CO_2 + H_2O }

Eigenschaften[Bearbeiten]

Caesiumbromid bildet farblose, kubische Kristalle und ist gut wasserlöslich. Es weist eine rotviolette Flammenfärbung auf. Es ist auch in niederen Alkoholen löslich. Wie Caesiumchlorid und Caesiumiodid kristallisiert es in der kubischen Caesiumchloridstruktur in der Raumgruppe Pm3m (Nr. 221) mit dem Gitterparameter a = 4,2953 Å.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Aus Caesiumbromidkristallen werden Fenster und Prismen für die IR- und FIR-Spektroskopie[7] sowie für Szintillationszähler[3] hergestellt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Caesiumbromid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 12. Oktober 2010 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben
  2. a b A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1281.
  3. a b c  G. W. A. Milne: Gardner's Commercially Important Chemicals: Synonyms, Trade Names, and .... John Wiley & Sons, 2005, ISBN 978047173518-2, S. 122 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. David R. Lide (Hrsg.): CRC Handbook of Chemistry and Physics. 90. Auflage. (Internet-Version: 2010), CRC Press/Taylor and Francis, Boca Raton, FL, Index of Refraction of Inorganic Crystals, S. 10-246.
  5. a b c Datenblatt Caesiumbromid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. März 2011 (PDF).Vorlage:Sigma-Aldrich/Name nicht angegeben
  6. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  7. a b Caesiumbromid bei Korth Kristalle, abgerufen am 12. Oktober 2010.