Café Milani

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Café Milani war die Bezeichnung einer seit dem 4. Juni 1848 bestehenden politischen Fraktion in der Frankfurter Nationalversammlung.

Die Fraktion Café Milani[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis Ende September 1848 tagte sie im Steinernen Haus, anschließend im namengebenden Café Milani. Wie bei den meisten Fraktionen der Nationalversammlung bezieht sich der Name auf den üblichen Versammlungsort der Fraktion in Frankfurt am Main.

Im Café Milani trafen sich reformkonservative Abgeordnete der Nationalversammlung vor allem aus Österreich, Preußen und Bayern, die auf den Bänken der äußersten rechten Seite der Paulskirche saßen.[1] Die Fraktion verfolgte die Großdeutsche Lösung und vertrat einen föderalen Staat, in dem das Parlament auf Verfassungsfragen beschränkt bleiben sollte und die Reichsregierung nicht kontrollierte. Die Einzelstaaten sollten Monarchien bleiben, eigenständige Heere behalten sowie von der Reichsverfassung abweichende Konstitutionen.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Wollstein: Vorparlament und Paulskirche. In: bpd.de vom 21. Januar 2010. [PDF-Dokument]