Pulp (Band)

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Pulp
Allgemeine Informationen
Genre(s) Pop, Rock, Britpop
Gründung 1978
Website pulppeople.com
Aktuelle Besetzung
Jarvis Cocker
Candida Doyle
Steve Mackey
Gitarre
Mark Webber
Nick Banks
Gitarre (Tourmusiker)
Richard Hawley
Gitarre, Violine
Russell Senior
Jarvis Cocker (links) & Nick Banks (2012)

Pulp ist eine englische Britpop-Band, die 1978 von Jarvis Cocker (Gesang, Gitarre) in Sheffield unter dem Namen „Arabicus Pulp“ gegründet wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits kurz nach Gründung der Band wurde ihr Name auf „Pulp“ gekürzt. Nach der Veröffentlichung von Freaks und internen Turbulenzen hatte die Band gegen 1987 ein stabiles Line Up. Jarvis Cocker zog 1988 nach London und begann, Film am St. Martin's College zu studieren. Mit Separations entstand in dieser Zeit eine weitere Platte, diese wurde aber erst 1992 veröffentlicht.

Erst nach dem Erfolg von My Legendary Girlfriend erschienen beim Gift-Label einige weitere Singles, darunter Babies, das der Band einen Majordeal bei Island Records verschaffte. His 'N' Hers, das Majordebüt, schaffte es in die britischen Top Ten und bekam ausgezeichnete Kritiken.

1995 erklomm die Single Common People Platz zwei der UK-Singlecharts. In dem Lied geht es um eine aus reichem Hause stammende griechische Studentin, die das Leben der einfachen Leute in London kennenlernen möchte. Über die Identität der Frau gab es viele Spekulationen, es könnte sich Medienberichten zufolge um die Künstlerin Danae Stratou, Ehefrau von Yanis Varoufakis, handeln.[1][2][3]

Das Album Different Class stieg von 0 auf 1 in die Albumcharts ein und erreichte bereits in der zweiten Woche Platinstatus. Bekannt wurde die Band auch durch Disco 2000, welches auf demselben Album zu finden ist. Dies war ihr kommerziell erfolgreichstes Lied.

Bei dem düsteren Album This Is Hardcore und der Vorabsingle Help The Aged 1998 blieben die Verkaufszahlen trotz positiver Kritiken hinter den Erwartungen zurück. Nach dem von Scott Walker produzierten Longplayer We Love Life (2001) und einem Best-Of Album (2002) befand sich die Band in einer Schaffenspause.

Für 2011 wurde eine Reunion angekündigt. Festivalgigs für das Primavera Festival in Barcelona, das Melt (Ferropolis), das Wireless Festival in London sowie die Reading and Leeds Festivals wurden bestätigt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1994 His 'n' Hers 9 Gold
(55 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. April 1994
1995 Different Class 71
(9 Wo.)
24
(12 Wo.)
1 4-fach-Platin
(75 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. September 1995
1998 This Is Hardcore 24
(6 Wo.)
20
(6 Wo.)
31
(5 Wo.)
1 Silber
(25 Wo.)
114
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. März 1998
2001 We Love Life 25
(3 Wo.)
36
(3 Wo.)
78
(2 Wo.)
6 Silber
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Oktober 2001

Kompilationen & EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1994 The Sisters EP 19
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Mai 1994
1996 Countdown 1992–1983 10
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. März 1996
2002 Hits 71
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. November 2002

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2006 The Peel Sessions Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2006
2012 Party Clowns: Live in London 1991 Erstveröffentlichung: 12. November 2012

weitere Alben

  • 1983: It
  • 1987: Freaks
  • 1992: Separations
  • 1993: Intro – The Gift Recordings
  • 1994: Masters of the Universe (Pulp On Fire 1985-86)
  • 1998: Pulp Goes to the Disco
  • 1998: Freshly Squeezed... the Early Years
  • 1998: Primal: The Best of the Fire Years 1983–1992
  • 1999: On Fire
  • 2003: Pulp It Up

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US
1993 Lipgloss
His 'n' Hers
50
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. November 1993
1994 Do You Remember the First Time?
His 'n' Hers
33
(8 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. März 1994
1995 Common People
Different Class
77
(4 Wo.)
42
(3 Wo.)
2 Gold
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 22. Mai 1995
Sorted for E's & Wizz / Mis-Shapes
Different Class
2 Silber
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. September 1995
Disco 2000
Different Class
47
(17 Wo.)
14
(9 Wo.)
7 Silber
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. November 1995
1996 Something Changed
Different Class
10
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. März 1996
1997 Help the Aged
This Is Hardcore
8
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Dezember 1997
1998 This Is Hardcore
This Is Hardcore
12
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 16. März 1998
A Little Soul
This Is Hardcore
22
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Juni 1998
Party Hard
This Is Hardcore
29
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. September 1998
2001 Sunrise / The Trees
We Love Life
23
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2001
2002 Bad Cover Version
We Love Life
27
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 15. April 2002

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Owen Heatherley: These Glory Days. Ein Essay über Pulp und Jarvis Cocker, übersetzt von Sylvia Prahl. Edition Tiamat/Verlagshaus Klaus Bittermann, Berlin 2012, ISBN 978w-3-89320-168-6.
  • Jarvis Cocker: Mother, Brother Lover – Lyrics, übersetzt von Michael Kerkmann. Berlin Verlag in der Piper Verlag GmbH, Berlin 2013, ISBN 978-3-8270-1157-2

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pulp’s Common People and Syriza: pop’s most intriguing mystery sorted?, The Guardian, 7. Mai 2015
  2. Das Mädchen, das Jarvis Cocker zu Pulps „Common People“ inspirierte, ist…, Musikexpress, 8. Mai 2015
  3. "Common People" von Pulp: Singt Jarvis Cocker über Frau Varoufakis?, Süddeutsche Zeitung, 8. Mai 2015
  4. a b c Chartquellen: DE AT CH UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]