Carl Kühne KG

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Carl Kühne KG
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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1722
Sitz Hamburg
Leitung Stefan Leitz
Mitarbeiter 1.477 (2012) [1]
Branche Lebensmittelindustrie
Website www.kuehne.de
LKW der Carl Kühne KG

Die Carl Kühne KG ist ein deutscher Lebensmittelhersteller, der hauptsächlich Essige und Feinkost produziert. Als einer der größten Essig-, Gurken- und Senfproduzenten Europas verkauft das Familienunternehmen seine Produkte in über 50 Länder. Neben dem Angebot für den Endverbraucher beliefert Kühne auch die Systemgastronomie und die Lebensmittelindustrie. Zwei Drittel des Umsatzes werden im Inland und ein Drittel im Ausland generiert.

Firmendaten[Bearbeiten]

Die Zentrale der Carl Kühne KG mit 150 Mitarbeitern liegt in Hamburg. Die Geschäftsleitung bilden Stefan Leitz (Vorsitzender), Volker Büttel (Verkauf), Henning Fastrich (Finanzen, Controlling, IT) und Markus Thöne (Supply Chain).

Die Produktionsbetriebe in Deutschland verteilen sich auf Berlin, Cuxhaven, Hagenow, Schweinfurt, Hamm und Straelen. Außerhalb Deutschlands wird in Frankreich (Dijon), Polen (Walbrzych) und der Türkei (Izmir) produziert.

Marken[Bearbeiten]

Zur Unternehmensgruppe zählen neben der Marke Kühne außerdem die folgenden Marken:

  • Bornier (Frankreich)
  • Gundelsheim (Export)
  • Kauffmann
  • Luycks (Benelux)
  • TONOLI[2] Feinkost (unter der Firmenbezeichnung „Gritto-Werke, 19230 Hagenow“)
  • Uyttewaal (Benelux)* Téméraire (Frankreich)

Geschichte[Bearbeiten]

Essiggefäß aus dem 20. Jahrhundert im Kreismuseum Syke
  • 1722: Johann Daniel Epinius gründet eine Essigbrauerei in Berlin.
  • 1761: Die Witwe Epinius verkauft das Unternehmen an die Familie Kühne, namentlich Friedrich Wilhelm Kühne.
  • 1795: Bau einer größeren Essigfabrik in der „Alten Jacobstraße“ in Berlin-Kreuzberg, für die nächsten 40 Jahre Produktionsstandort.
  • 1832: Carl Ernst Wilhelm Kühne übernimmt den Betrieb und führt als Erster das Schützenbach’sche Schnell-Essig-Fabrikationsverfahren in Bildnern ein. Das Unternehmen erhält seinen heutigen Namen.
  • 1835: Kühne baut eine neue, sehr viel größere Fabrik in der Berliner „Neue Grünstraße“.
  • 1867: Carl Kühne übernimmt das Unternehmen.
  • 1876: Kaiser Wilhelm I. ernennt Kühne zum Hoflieferanten[3]
  • 1888: Wilhelm Kühne tritt die Nachfolge seines Vaters an. Es entstehen neue Fabriken in Hamburg und an der Küste, in der Nähe der fischverarbeitenden Industrie.
  • 1896: Kühne entschließt sich, Senf in das Produktionsprogramm aufzunehmen. In Berlin wird in der Belle-Alliance-Straße (heute Mehringdamm) eine neue Produktionsstätte in Betrieb genommen.
  • 1902: Kühne führt nach englischem Vorbild Mayonnaise als Fertigprodukt in den deutschen Markt ein.
  • 1903: Die Produktion von Gewürzgurken beginnt.
  • 1905: Kühne nimmt Sauerkraut in sein Produktionsprogramm auf. Unter der Marke „Surol“ verkauft Kühne Essig in Flaschen und schafft damit einen der ersten Markenartikel in Deutschland.
  • 1939: Das Unternehmen umfasst mittlerweile 20 Zweigbetriebe, vor allem im Norden, Westen und Osten Deutschlands.
  • 1945: Nach dem Ende des Krieges sind nahezu alle Betriebe schwer angeschlagen oder zerstört. Die Niederlassung in Hamburg wird der neue Hauptsitz des Unternehmens. Die erste Produktion wird wieder in Gang gebracht.
  • 1949: Kühne baut neue Betriebe in ganz Deutschland auf. Der alte Berliner Betrieb wird durch einen Neubau ersetzt.
  • 1949: Kühne baut einen Betrieb in Straelen-Herongen auf.
  • 1952: In Hamburg wird der 250-millionste Liter Surol abgefüllt.
  • 1957: Kühne bringt als erster Hersteller einen tafelfertigen Rotkohl, eines der ersten Convenience-Produkte, auf den deutschen Markt.
  • 1995: Die Essigfabrik im Werk Hamburg brennt vollständig ab. Ein Jahr später beginnt Kühne mit dem Bau einer neuen Essigfabrik in Hagenow (Mecklenburg-Vorpommern).
  • 1997: Kühne feiert sein 275-jähriges Bestehen.
  • 2008: Kühne eröffnet einen Lagerverkauf in Straelen-Herongen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Carl Kühne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten]

  1. Bundesanzeiger
  2. Deutsches Patent und Markenamt
  3. kuehne.de – Geschichte