Karl Ludwig Peter

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Karl Ludwig Peter, (* 6. April 1808 in Freyburg (Unstrut); † 11. August 1893 in Jena) war ein deutscher Historiker und Pädagoge.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 14 Jahren kam Peter 1822 an die Landesschule Pforta und blieb dort bis 1827. Noch im selben Jahr begann er an der Universität Halle Mathematik zu studieren; später wechselte zu Philologie und Theologie. 1831 konnte Peter sein Studium erfolgreich beenden und bekam eine Anstellung an der Lateinschule in Halle (Saale). Später wechselte er als Pädagoge an das Pädagogium der Franckeschen Stiftung in derselben Stadt. Hier bearbeitete er 1830 Ciceros Orator und Brutus für eine Schulausgabe.

1835 berief man Peter als Direktor an das Gymnasium Bernhardinum nach Meiningen; 1843 ernannte man ihn zum Konsistorial- und Schulrat in Hildburghausen. Peters Karriere führte 1848 zur Ernennung zum Schulrat in Meiningen und 1853 betraute man ihn mit der Leitung des Gymnasiums in Anklam. Bereits ein Jahr später übernahm Peter die Leitung der Höheren Schule in Stettin und 1856 holte man ihn als Direktor zurück nach Schulpforta, welche er 17 Jahre mit großem Erfolg leitete. Während dieser Jahre veröffentlichte Peter regelmäßig Aufsätze in den Schulprogrammen und bearbeitete Tacitus’ Agricola und Dialogus ebenfalls für eine Schulausgabe.

Mit 65 Jahren ging Peter 1873 in den Ruhestand; übernahm aber gleichzeitig für einige Jahre einen Lehrauftrag als Honorarprofessor für Geschichte an der Universität Jena.

Karl Ludwig Peter war der Vater des Philologen Hermann Peter.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De Xenophontis Hellenicis. Halle 1837
  • Zeittafeln der griechischen Geschichte. Halle 1835, 6. Aufl. 1886.
  • Zeittafeln der römischen Geschicht. Halle 1841, 6. Aufl. 1882.
  • Die Epochen der Verfassungsgeschichte der römischen Republik. Leipzig 1841.
  • Der Geschichtsunterricht auf Gymnasien. Halle 1849.
  • Geschichte Roms. 4. Aufl., Halle 1881 (3 Bde.).
  • Römische Geschichte in kürzerer Fassung. 2. Aufl., Halle 1878.
  • Studien zur römischen Geschichte. 2. Aufl., Halle 1863.
  • Geschichts-Tabellen zum Gebrauch beim Elementarunterricht in der Geschichte. 10. Aufl. Verl. der Buchh. des Waisenhauses, Halle 1873 (Digitalisat).
  • Zur Reform unsrer Gymnasien. Jena 1875.
  • Zur Kritik der Quellen der ältern römischen Geschichte. Halle 1879.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
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