Carl Robert Kummer

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Grab von Carl Robert Kummer auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden.
Carl Robert Kummer, Alte Mühle im Thale bei Berchtesgaden (1840)

Carl Robert Kummer (* 30. Mai 1810 in Dresden; † 29. Dezember 1889 ebenda) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Kummer begann seine Studien in seiner Vaterstadt, hauptsächlich unter dem Einfluss Dahls, bildete sich 1832–1837 in Italien weiter aus und machte 1835 von Rom aus einen Ausflug nach Ungarn.

1837 kam er nach Dresden zurück, besuchte später Dalmatien und Montenegro, 1851 Schottland, 1859 Portugal und 1868 Ägypten. Von diesen Reisen brachte der Künstler ein reiches Studienmaterial mit, das er zu wirkungsvollen Bildern verarbeitete. Größere Gemälde von ihm findet man in der Dresdener Galerie und im Städtischen Museum zu Leipzig.

Auch um die Gründung der Deutschen Kunstgenossenschaft hat sich Carl Robert Kummer mit verdient gemacht, und ebenso entfaltet er als Vorstand der Hermann-Stiftung, welche durch alljährliche Preisausschreiben und Stipendien sächsische Künstler unterstützt, eine ersprießliche Wirksamkeit. Kummer erhielt 1859 den Professortitel.

Kummer war Patenkind und Schüler von Caspar David Friedrich und hielt auch die Grabrede auf Friedrichs Beerdigung (Wolf, S. 92).

Familie[Bearbeiten]

Carl Robert Kummer ehelichte Auguste (1821–1904) geb. Neisse. Sie hatten vier Kinder:

  • Anna Kummer (1844–1925) heiratete 1865 den Agrarwissenschaftler Hugo Grahl (1834–1905)
  • Helene Bertha Kummer (1845–1930) heiratete 1864 Albert Eugen Friedrich Denso (1830–1904), Konsul seit 1868[1]
  • Louise Kummer (1846–1925) heiratete den Postrat Max Wohlfahrt († vor 1890)
  • Oskar Ludwig Kummer (1848–1912) heiratete 1875 Fanny (1854–1944), Tochter des Bildhauers Heinrich Max Imhof
  • Paul Kummer (1850–1900) heiratete Anni geb. March (* 1853)

Literatur[Bearbeiten]

  • Norbert Wolf: Caspar David Friedrich, 1774 - 1940. Köln: Taschen 2003.
  • Matthias Lehmann: Die Malerfamilie Robert Kummer und August Grahl in Dresden, Fichter, H. W. (2010), ISBN 978-3-9814935-0-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1]
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890.
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